Klima

Im Themenschwerpunkt „Klima“ befassen sich unsere Expert:innen mit den verschiedenen Dimensionen des Klimawandels und mit Antworten der deutschen und internationalen Politik auf diese globale Krise. Sie erforschen dafür sicherheits- und gesellschaftspolitische Aspekte, darunter die Folgen von Klimamigration, sowie geoökonomischen Folgen. Ziel ist es, Strategien für eine nachhaltige internationale Klima- und Energiepolitik zu entwickeln und mithilfe faktenbasierter Analysen die grüne Transformation zu begleiten.

Die Forschung in diesem Themenschwerpunkt wird von verschiedenen Teams der DGAP verantwortet. Mehr zu den zuständigen Zentren finden Sie hier: dgap.org/de/forschungsinstitut

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Aktuelle Publikationen

European Energy Security or Acquiescence?

A critical review of the 24 February 2026 United States-Central and Eastern Europe Joint Statement
Autor*in/nen
Loyle Campbell
Sabrina Schulz
External Publications

Migration in Zeiten des Klimawandels

Wenn Bleiben unmöglich wird
Autor*in/nen
Kira Vinke
Anna Sperber
Zwischen Dürre, Flut und Ernteausfällen wird Migration zur Anpassungsstrategie – und doch ist sie selten freiwillig. Der Klimawandel verengt Handlungsspielräume. Wer wegkann, wer bleiben muss und wer unversehrt ankommt, entscheidet sich entlang von Geld, Netzwerken und struktureller Ungleichheit.
Externe Publikationen

Frieden und Klimawandel

Autor*in/nen
Kira Vinke
Sima Bulut
Die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Frieden sind vielschichtig. Militärische Konflikte erzeugen, neben direkten Gewaltopfern und ökonomischen Schäden, schwere Umweltbelastungen und massive Treibhausgasemissionen. Unvollständige Friedensprozesse können nachhaltige Entwicklung infrage stellen. Zudem verschärfen Klimafolgen oft Konflikte und können ihre Genese begünstigen. Es gibt allerdings Ansätze für umweltbezogene Friedensförderung, sowie konfliktsensible Anpassungs- und Minderungsprojekte. Mehr Klimafinanzierung in fragilen Staaten kann somit auf Stabilität und Friedensprozesse einzahlen.
Externe Publikationen

European Energy Security Amid Blackmail, Dependency, and Dominance

Autor*in/nen
Loyle Campbell
Europe’s energy security is being redrawn by shifting global power plays. In the face of a new wave of dependency risks, Germany must work with Europe to increase energy resilience while ensuring energy sovereignty and industrial competitiveness.
Memo

Science as a Domain of Strategic Competition: The Security Costs of Research Cuts

Autor*in/nen
Abdullah Fahimi
Kira Vinke
Anna Sperber
The United States has withdrawn funding and formally left key institutions of scientific cooperation, while China is expanding its presence. With research funding lagging, Germany and the EU must act decisively or risk losing international influence and becoming dependent on external actors for critical data, expertise, and strategic insight.
Memo

Expertinnen & Experten

In den Medien

Veranstaltungen

Vergangene Veranstaltungen

Glossar

Business-As-Usual-Szenario

Das Business-As-Usual-Szenario (BAU-Szenario) beschreibt die zukünftige Entwicklung der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre unter der Annahme, dass keine weiteren Anstrengungen zur Emissionsminderung unternommen werden. Es wird in Klimamodellen verwendet, um die Folgen von Untätigkeit in den Bereichen Klimapolitik, gesellschaftlichem Verhalten und technologischem Fortschritt bezüglich künftiger Klimaauswirkungen auf Gesellschaften und natürliche Systeme zu untersuchen. 

Common but Differentiated Responsibilities

Das völkerrechtliche Prinzip der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung“ (engl. Common but Differentiated Responsibilities, CBDR) begründet die gemeinsame staatliche Verantwortung für den menschengemachten Klimawandel und die damit einhergehende Umweltzerstörung. Das Prinzip erkennt dabei an, dass aufgrund der ungleichen Verursachungsbeiträge zum Klimawandel und unterschiedlichen wirtschaftlichen Kapazitäten der Staaten diese Verantwortung unterschiedlich verteilt ist.

Energiesicherheit

Energiesicherheit wird laut der Internationalen Energieagentur (IEA) definiert als die „unterbrechungsfreie Verfügbarkeit von Energiequellen zu einem erschwinglichen Preis“.

Generationengerechtigkeit

Den Begriff der Generationengerechtigkeit prägt die Frage, welche Welt die heute lebenden Generationen ihren Kindern und Enkeln überlassen. Generationengerechtigkeit beschreibt dabei die Verantwortung heutiger Generationen für die Weitergabe eines gesunden und intakten Planeten an zukünftige Generationen. Dies umfasst soziale, politische, und ökonomische Aspekte, aber auch ökologische Bereiche wie die Artenvielfalt, natürliche Ressourcen, nuklearer Müll, die Emission von Treibhausgasen und den Klimawandel.

Grüne Industriepolitik

Industriepolitik wird grün, wenn dekarbonisierte wirtschaftliche Aktivitäten und die Einhaltung planetarer Grenzen ebenso wie etwa das soziale Wohlergehen zu zentralen Regierungszielen werden. Grüne Industriepolitik steht heute ganz oben auf der politischen Agenda vieler Länder, weil sie wesentlich ist, um jene sozial-ökologischen Herausforderungen anzugehen, die Märkte allein in der Regel nicht lösen.

Hoffnung

Angesichts verschiedener globaler Krisen und langsamer Fortschritte im Klimaschutz ist es schwer, hoffnungsvoll zu bleiben. Dennoch ist Hoffnung ein entscheidender Bestandteil für eine wirkungsvolle Klimaaußenpolitik.

Just Energy Transition Partnerships

Just Energy Transition Partnerships (JETPs) sind eine neue plurilaterale Struktur zum beschleunigten Ausstieg aus fossilen Energien. Diese zwischenstaatlichen Partnerschaften koordinieren Finanzmittel und technische Hilfe aus Ländern des Globalen Nordens für ein Empfängerland, um dieses beim beschleunigten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu unterstützen.

Klimaaußenpolitik

Klimaaußenpolitik umfasst die Bereiche Klimaschutz, Anpassung und Prävention sowie Umgang mit klimabedingten Krisen, bei denen nationale Interessen mit denen anderer Länder konvergieren oder diesen entgegenstehen.

Klimagerechtigkeit

Klimagerechtigkeit ist ein normatives Konzept, das den menschengemachten Klimawandel als ethisches und soziales Problem betrachtet. Es besteht aus zwei wesentlichen Aspekten: einerseits Gerechtigkeit in Bezug auf die Verantwortung für den Klimawandel und andererseits Gerechtigkeit in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandels.

Klimamigration

Klimamigration oder klimabedingte Migration beschreibt die permanente oder vorrübergehende Änderung des Aufenthaltsortes einer Person beziehungsweise Personengruppe aufgrund von Umweltveränderungen durch den Klimawandel.

Loss and Damage

Klimabedingte Verluste und Schäden („Loss and Damage“) beschreibt bereits eingetretene negative ökonomische, kulturelle und gesellschaftliche Folgen des Klimawandels. Zurückzuführen ist dies auf die Erkenntnis, dass kein noch so großer Beitrag zur Eindämmung der Klimakrise und zur Anpassung an Klimafolgen alle negativen Auswirkungen des Klimawandels verhindern kann.

Nationalen Anpassungspläne (NAPs)

Die „Nationalen Anpassungspläne“ (NAPs) werden von Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) entwickelt. Ihre Entwicklung ist eingebunden in einen diplomatischen Prozess, der 2010 auf der COP16 in Cancún seinen Anfang nahm, bekannt als Cancún Adaptation Framework.