Die Welt nahe am Abgrund, der Westen ohne politische Strategien
Die Welt nahe am Abgrund, der Westen ohne politische Strategien

Zur Münchner Sicherheitskonferenz 2018

von Daniela Schwarzer, Henning Hoff | Internationale Politik/Beziehungen

Das Risiko zwischenstaatlicher Konflikte ist heute so groß wie seit 1989 nicht mehr. Die angespannte internationale Sicherheitslage bestimmte die Münchener Sicherheitskonferenz. Die Konferenz machte ebenso deutlich: Der Westen und Europa haben keine nennenswerten politischen Strategien, um neue Lösungen und Wege zu mehr Stabilität zu finden. Mehr Engagement, Ideen und Leistung sind nötig.

zum thema

Kommentar

Trump im Aufwind: Mit der Wirtschaft wuchern, von Problemen ablenken
Trump im Aufwind: Mit der Wirtschaft wuchern, von Problemen ablenken

von Henning Riecke | Vereinigte Staaten von Amerika

Diese Gelegenheit hat sich Trump nicht entgehen lassen. Früh im Jahr hält der US-Präsident eine Rede über die Lage der Nation vor dem Kongress. Trotz aller Kritik steht Trump nicht schlecht da: Er reklamiert den Wirtschaftsaufschwung für sich und lenkt damit von Problemen ab. Mit Reformen in der Immigrationspolitik und Investitionen in die Infrastruktur setzte er auf Projekte, in denen Kompromisse mit dem Kongress greifbar sind. Damit nimmt Trump auch die Zwischenwahlen im November in den Blick.

Kurzanalyse

Trumps Angriff auf die UN
Trumps Angriff auf die UN

Deutschland sollte manche Einwände Amerikas aufgreifen – trotz aller Kritik an der Demontagepolitik Washingtons

von Josef Braml | Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinte Nationen

Das Verhältnis der USA zu den Vereinten Nationen zielt seit jeher darauf ab, die Weltorganisation als Werkzeug zu erhalten, das den eigenen Interessen dienen kann. Auch US-Präsident Trumps ‚transaktionale‘ Außenpolitik entspricht diesem instrumentalistischen Verständnis. Trotz aller Kritik daran sollten Deutschland und Europa pragmatisch die US-Reforminitiativen unterstützen, die im gemeinsamen transatlantischen Interesse liegen. Ein effektiver Multilateralismus ist gerade für Deutschland wichtig.

Ausschreibung

Ausschreibung des Goerdeler-Kollegs 2018/2019
Ausschreibung des Goerdeler-Kollegs 2018/2019

Ein Weiterbildungsprogramm der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der DGAP

Bis zum 19. Februar können sich junge Führungskräfte aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, Russland, Serbien, der Türkei und der Ukraine für das deutschsprachige Weiterbildungsprogramm bewerben, das die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung durchführt.

Veranstaltung

„Ein beherzter Neustart für Europa“

Neue deutsch-französische Dynamik zum 55. Jubiläum des Elysée-Vertrags

Humboldt-Universität zu Berlin, Bibliothek des Walter Hallstein Instituts für Europäisches Verfassungsrecht | Frankreich, Europäische Union

Deutschland und Frankreich sollen in Europa nicht nur Brückenbauer sein, sondern auch aktiv und mit Ambitionen vorangehen, forderte Staatsminister für Europa Michael Roth vor den Ehemaligen des Deutsch-Französischen Zukunftsdialogs und Studierenden der Humboldt European Law School am Montag. Gemeinsam mit Claire Demesmay (DGAP) und Yoan Vilain (Humboldt-Universität) diskutierte er über die Zukunft des Elysée-Vertrags und die Rolle der deutsch-französischen Zusammenarbeit für die EU.

Zeitschrift IP

IP im Januar/Februar: Die neue Unsicherheit
IP im Januar/Februar: Die neue Unsicherheit

Rezepte für eine Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint

Ein Jahr nach Donald Trumps Wahlsieg ist klar: Die USA haben den Anspruch auf globale Führung aufgegeben. Die Folge ist eine unsicherere Welt – in Zeiten, in denen das russisch-westliche Verhältnis „so schlecht ist wie seit dem Amtsantritt Michail Gorbatschows nicht mehr“ (Angela Stent), der Westen sich mit Antworten auf Cyber-Attacken schwertut (Toomas Ilves) und die Zukunft nuklearer Rüstungskontrolle auf dem Spiel steht (Steven Pifer). Ein Titelthema in Zusammenarbeit mit der MSC.

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