Das Scheitern des Shanghai-„Deals“
Das Scheitern des Shanghai-„Deals“

Der Währungskonflikt zwischen den USA und China betrifft auch Europa

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China ist eskaliert und hat sich auf den Währungsbereich ausgeweitet. Damit wird Europa zu einer Antwort gezwungen, weil es in dem Konflikt kein unbeteiligter Zuschauer sein darf. US-Präsident Donald Trump hat China offiziell Währungsmanipulation vorgeworfen und neue Zollerhöhungen zum 1. September angekündigt. Damit soll China nach dem Scheitern der Handelsgespräche in Shanghai zu neuen Verhandlungen gedrängt werden.

zum thema

Analyse

Eurasien: Spielfeld oder Kampfzone?
Eurasien: Spielfeld oder Kampfzone?

Deutschland und Europa müssen ein wirksames Konnektivitätskonzept im Wettstreit mit Russland und China entwickeln

von Jacopo Maria Pepe | Zentralasien, Welthandel

Eurasien entwickelt sich zu einem Mega-Kontinent, in dem Russland und China durch ihren Einfluss die westlich-liberale Ordnung an den Rand zu drängen versuchen. Beide Großmächte haben ihre Integrationsprojekte – die Neue Seidenstraßen-Initiative und die Eurasische Wirtschaftsunion – miteinander verbunden. Um nicht abgehängt zu werden, sollten die EU und Deutschland eine flexible und auf die unterschiedlichen Regionen zugeschnittene Strategie ausarbeiten, die sich auf Zentralasien und Osteuropa konzentriert.

Analyse

Abschreckung und Rüstungskontrolle
Abschreckung und Rüstungskontrolle

Europas Sicherheit ohne INF-Vertrag: Politische und strategische Handlungsoptionen für Deutschland und die NATO

von Christian Mölling, Heinrich Brauß | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

Als Reaktion auf Russlands Bruch des INF-Vertrags werden die USA das Abkommen verlassen. Damit entfällt ein zentraler Pfeiler europäischer Sicherheit. Gleichzeitig wächst Russlands Bedrohungspotenzial durch Mittelstreckenwaffen: Sie teilen die NATO in zwei Sicherheitszonen und könnten Moskau Eskalationsdominanz verleihen. Deutschland und die NATO sollten ihre verteidigungspolitischen Optionen überprüfen. Die Einheit der NATO und die Ergänzung von Abschreckung durch Dialog gegenüber Moskau sind wesentlich.

  • Technologie und Strategie

    Technologie und Strategie

    Die sich verändernde Sicherheitslage im Weltraum erfordert neue diplomatische und militärische Antworten

    von Torben Schütz | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

Neue Ausgabe

IP im Juli/August: Neue Welt der Daten
IP im Juli/August: Neue Welt der Daten

Außenpolitik im digitalen Zeitalter

Was ist im Cyberraum ein Staat? Welches Recht gilt dort, und wer spricht es? Sind Unternehmen und Netzwerke quasistaatliche Akteure, und, wenn ja: Wozu verpflichtet sie das? Wird das Rennen um 5G und die „klügsten“ Algorithmen zu einem neuen Kalten Krieg führen, einer Weltspaltung in Einflusssphären? Nach Antworten suchen in der aktuellen Ausgabe der IP u.a. Paul Triolo (Eurasia Group, Washington D.C.), Kaan Sahin (DGAP) und Jan-Peter Kleinhans (Stiftung Neue Verantwortung).

Standpunkt

Tech-Geopolitik auf dem Vormarsch
Tech-Geopolitik auf dem Vormarsch

Die zunehmende Verbindung von Technologie und Geopolitik fordert Deutschland heraus

von Kaan Sahin

Das geostrategische Denken entdeckt zunehmend Schlüsseltechnologien als zentrales Instrument für globalen Einfluss. Dies zeigt sich am Wettlauf der USA und Chinas um die Vorherrschaft bei der KI und beim zukünftigen Mobilfunkstandard 5G. Deutschland und Europa hingegen erwachen gerade aus dem technologischen Dornröschenschlaf. Sie stehen nun vor der Herausforderung, ihre Ambitionen und ihren Umgang mit Blick auf die Technologien, Partner und Wettbewerber zu definieren und politisch umzusetzen.

Standpunkt

Was uns der Streit um die Besetzung der EU-Spitzenposten lehrt
Was uns der Streit um die Besetzung der EU-Spitzenposten lehrt

von Daniela Schwarzer

Der Streit über die Spitzenjobs hat die EU-internen Spannungen unterstrichen. Konsequenz der Schwierigkeiten sollte nicht der Abschied vom Spitzenkandidatenprinzip sein. Prioritär für die kommenden fünf Jahre ist zweierlei: Erstens Schritte, die das Parlament aufwerten, wobei auch die Europäische Kommission eine wichtige Rolle spielt. Zweitens eine Konzentration auf drängende politische Herausforderungen. Die gemäßigten Fraktionen haben dies bereits in den letzten Wochen sehr ernst genommen.

DGAP in den Medien