„Stronger together“
„Stronger together“

Im Handelsstreit mit den USA sollten Deutschland und Frankreich gemeinsam eine europäische Politik vertreten

von Claire Demesmay, Claudia Schmucker | Vereinigte Staaten von Amerika, Freihandel

Die Europäer agieren im Handelsstreit mit den USA bisher falsch: Statt mit bilateralen Angeboten vorzupreschen, sollten Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Linie finden, damit die EU ihre Macht von 28 Staaten nutzt und mit Washington auf Augenhöhe verhandeln kann. Paris und Berlin können damit beweisen, dass sie Europas gemeinsame Interessen ernst nehmen. Im Gespräch mit Washington sollte es um ein umfassendes Abkommen mit den USA gehen. Dabei sollten auch Handelsungleichgewichte offen angegangen werden.

zum thema

Standpunkt

Iran-Abkommen ohne die USA
Iran-Abkommen ohne die USA

Europa betreibt Schadensbegrenzung

von Henning Riecke

Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran macht eine schwierige Situation noch schwieriger. Das Ziel der USA, den Iran durch Sanktionen zu isolieren, spaltet den Westen und wird im Iran zu Verhärtung führen. Europas Interessen sind durch die drohende Instabilität direkt in Gefahr. Die Europäer müssen den USA Paroli bieten, das Abkommen am Leben und den Iran bei der Stange halten – und Amerika trotzdem einbinden.

Analyse

Unruhe im System
Unruhe im System

Seit Macrons Wahl wandelt sich die französische Parteienlandschaft

von Sabine Ruß-Sattar, Sara Jakob | Frankreich, Politisches System

Seit der Präsidentschaftswahl 2017 kalibrieren sich die französischen Parteien neu. Während sie zuvor klassischen Links-/Rechts-Lagern folgten, entsprechen weder Macrons La République En Marche noch Le Pens Front National dieser Polarisierung. Neue Konfliktlinien, die sich an Identitätsfragen und der Rolle Europas orientieren, prägen zudem die Parteienlandschaft. In Zukunft ist ein Vierer-Szenario von extremer Rechter, moderaten Konservativen, radikalen Linken und sozialliberalen Kräften wahrscheinlich.

Standpunkt

Der gebremste Präsident
Der gebremste Präsident

Ein Jahr Macron

von Claire Demesmay, Julie Hamann | Frankreich, Europäische Union

Vor einem Jahr wurde Emmanuel Macron mit einem ehrgeizigen Reformprogramm gewählt: Innenpolitische Reformen sollen die französische Wirtschaft und das Sozialsystem tiefgreifend ändern; die EU will er in der Verteidigungs-, Währungs- und Migrationspolitik voranbringen. Während Paris die Strukturreformen des französischen Sozial- und Wirtschaftssystems anging, stockt die Europapolitik. Die deutsche Politik verharrt in alten Denkmustern und zögert – obwohl Macron mit seiner Agenda ein hohes Risiko eingeht.

Zeitschrift IP

Wie Deutschlands Rolle in der EU aussehen könnte

Wer behauptet, auf die neue Bundesregierung warte in Europa ein schwieriger Balanceakt, der untertreibt. In der an Aufbrüchen und Fehlschlägen nicht armen Geschichte der Europäischen Union steht so viel auf dem Spiel wie lange nicht mehr. Warum das kein Grund ist, in Schwermut zu verfallen, und was jetzt zu tun ist, erklären u.a. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und DGAP-Direktorin Daniela Schwarzer in der aktuellen IP.

Analyse

In der Eskalationsspirale
In der Eskalationsspirale

Russland und der Westen nach der Wahl

von Stefan Meister, Sarah Pagung, Wilfried Jilge | Russische Föderation, Wahlen

Russlands Präsident Putin ist seit seiner Wiederwahl gestärkt. In den Beziehungen Russlands zum Westen ist daher auf Entspannung kaum zu hoffen. Die Eskalationsspirale, zuletzt angeheizt durch den Anschlag auf den früheren Doppelagenten Skripal, wird sich weiterdrehen. DGAP-Experten skizzieren in diesem DGAPkompakt, wie sich die russischen Beziehungen zu Deutschland, EU und USA sowie im Konfliktthema Ukraine fortentwickeln werden, welchen Dynamiken sie unterliegen und wie der Westen reagieren sollte.

DGAP in den Medien
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Pressemitteilung