Die Tagung der Angespannten
Die Tagung der Angespannten

Nach der Münchner Sicherheitskonferenz

18. February 2019 - 0:00 | von Daniela Schwarzer, Martin Bialecki, Dr. Christian Mölling

Deutschlands außen- und sicherheitspolitische Entscheiderinnen und Entscheider sind derzeit getrieben von neuen Realitäten, etwa durch technologische Entwicklungen, Risse in den Rüstungskontrollregimen und die Perspektive möglicher Rüstungswettläufe. Der Zerfall der internationalen Ordnung im strategischen Wettbewerb der Großmächte sowie die innere und äußere Schwäche der EU erschüttern den Glauben an die eigene Gestaltungskraft. Bei der MSC deutete sich Bewegung an, doch Entspannung ist nicht geboten.

zum thema

Kompakt

Abschreckung und Rüstungskontrolle
Abschreckung und Rüstungskontrolle

Europas Sicherheit ohne INF-Vertrag: Politische und strategische Handlungsoptionen für Deutschland und die NATO

von Christian Mölling, Heinrich Brauß | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

Als Reaktion auf Russlands Bruch des INF-Vertrags werden die USA das Abkommen verlassen. Damit entfällt ein zentraler Pfeiler europäischer Sicherheit. Gleichzeitig wächst Russlands Bedrohungspotenzial durch Mittelstreckenwaffen: Sie teilen die NATO in zwei Sicherheitszonen und könnten Moskau Eskalationsdominanz verleihen. Deutschland und die NATO sollten ihre verteidigungspolitischen Optionen überprüfen. Die Einheit der NATO und die Ergänzung von Abschreckung durch Dialog gegenüber Moskau sind wesentlich.

Standpunkt

Die Sackgasse der deutschen Ostpolitik
Die Sackgasse der deutschen Ostpolitik

Wie die Bundesregierung ihre eigene Russland- und Ukrainepolitik torpediert

von Stefan Meister | Russische Föderation, Rohstoffe & Energie

Nachdem sich Frankreich und andere EU-Mitgliedstaaten über neue EU-Vorschriften für das umstrittene Projekt Nord Stream 2 geeinigt haben, scheint der Weg frei für den Bau der Pipeline. Trotzdem irrt sich die Bundesregierung, wenn sie glaubt, damit die Kritiker zu befrieden. Deutschland hat von Anfang an unterschätzt, welchen Imageschaden dieses Projekt anrichten wird.

forsa-Studie

Unternehmen wollen mehr Europa
Unternehmen wollen mehr Europa

Vereinigtes Königreich, Europäische Union

Die Wirtschaft in Deutschland bekennt sich zu Beginn des wichtigen Europawahljahres 2019 eindeutig zur Europäischen Union. Nach einer Forsa-Studie im Auftrag der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, der DGAP und des DIW ist eine Mehrheit der Unternehmen dafür, mehr wirtschafts- und finanzpolitische Kompetenzen auf die europäische Ebene zu übertragen. Neben dem Brexit betrachten die Unternehmen den fehlenden Zusammenhalt in der EU und den wachsenden Nationalismus als die größten Herausforderungen für Europa.

Statement

Schicksalsjahr für Europa
Schicksalsjahr für Europa

von Daniela Schwarzer, Guntram B. Wolff, Marcel Fratzscher | Europäische Union

Der Brexit, Krise in Frankreich und Italien – Europa ist in einem schlechten Zustand. Es ist Zeit, sich auf die Stärken des Kontinents zu besinnen, meinen Marcel Fratzscher, Daniela Schwarzer und Guntram Wolff.

Strategiegruppe

Ein Europa, das schützt und stärkt – Une Europe qui protège et renforce
Ein Europa, das schützt und stärkt – Une Europe qui protège et renforce

Empfehlungen der Strategiegruppe für deutsch-französische Initiativen in der Europapolitik

Frankreich, Europäische Union

Die enge Zusammenarbeit in Europa ist wichtig, weil Populisten in allen Mitgliedstaaten die EU angreifen. In Deutschland und Frankreich gibt es unterschiedliche Europa-Vorstellungen, die in kollektiven Denkmustern verankert sind und aus historischen Erfahrungen gespeist werden. Dies führt oft zu Missverständnissen. Um diese aufzulösen, kamen Expert/innen aus beiden Ländern 2018 regelmäßig zusammen. Sie diskutierten kontrovers und erarbeiteten Empfehlungen für Initiativen in drei zentralen Bereichen.

DGAP in den Medien
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