Wenn Zwei sich streiten, verliert der Dritte
Wenn Zwei sich streiten, verliert der Dritte

Die EU sollte im Handelskonflikt zwischen USA und China nicht Zaungast bleiben

15. May 2019 - 0:00 | von Dr. Claudia Schmucker, Stormy-Annika Mildner | Welthandel

Trotz Verhandlungen eskalierte Trump am 10. Mai den Handelsstreit mit China. Mittlerweile bezeichnet auch die EU China als systemischen Rivalen. Damit nähert sie sich den USA an. Doch die transatlantische Kooperation hat Grenzen. Trump scheint durch unilaterale Maßnahmen die wirtschaftliche Verflechtung mit China aufbrechen zu wollen. Die EU setzt auf multilaterale Regeln. Gleichzeitig muss sie aktiver den Dialog mit China – und den USA – vorantreiben. Ansonsten droht sie, zum Verlierer zu werden.

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EU cooperation can move forward – flexibly

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Das Treffen des Europäischen Rates in Sibiu sollte eigentlich die Europäische Union stärken, die in zwei Wochen an die Wahlurnen geht und zu diesem Zeitpunkt ursprünglich bereits den Brexit vollzogen zu haben dachte. Die Mitgliedsstaaten sind jedoch zerstritten und zögern vor nennenswerten Verpflichtungen für die Zukunft der EU zurück, obwohl die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zur EU steigt. Der Gipfel spiegelt den Zustand der EU, muss aber nicht ihre Zukunft nach der Wahl bestimmen.

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„Die Europäische Union: Was auf dem Spiel steht.“
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Daniela Schwarzer im Forum Bellevue bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Die deutsch-französische Zusammenarbeit kann ein Kern der Europäischen Zusammenarbeit bleiben – gerade, weil sie Diversität impliziert, betonte DGAP-Direktorin Daniela Schwarzer im Forum Bellevue bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in dieser Woche.

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IP im Mai/Juni: Europa – Griff nach den Sternen
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Welche Union wollen wir?

Es steht nicht gut um die EU. Und jetzt muss sie auch noch wählen. Die Wahl zum Europäischen Parlament Ende Mai wird weder Spontanheilung noch Schlusspfiff sein. Aber sie wird Antworten geben: Welche Europäische Union wollen wir? Mit diesen Fragen beschäftigen sich u.a. Heinrich August Winkler, Jan Zielonka (Oxford), Brendan Simms (Cambridge), Almut Möller (European Council on Foreign Relations), Jan Techau (German Marshall Fund) und der EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger in der aktuellen IP. 

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Rupture in Kiev
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von Cristina Gherasimov | Ukraine, Wahlen

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