Das Scheitern des Shanghai-„Deals“
Das Scheitern des Shanghai-„Deals“

Der Währungskonflikt zwischen den USA und China betrifft auch Europa

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China ist eskaliert und hat sich auf den Währungsbereich ausgeweitet. Damit wird Europa zu einer Antwort gezwungen, weil es in dem Konflikt kein unbeteiligter Zuschauer sein darf. US-Präsident Donald Trump hat China offiziell Währungsmanipulation vorgeworfen und neue Zollerhöhungen zum 1. September angekündigt. Damit soll China nach dem Scheitern der Handelsgespräche in Shanghai zu neuen Verhandlungen gedrängt werden.

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Kommentar

Unsere Währung, euer Problem
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von Josef Braml | Vereinigte Staaten von Amerika

US-Präsident Donald Trump und seine Berater wollen den USA mithilfe protektionistischer Maßnahmen zu neuer Stärke verhelfen – auf Kosten anderer, insbesondere exportstarker Länder wie Deutschland und China.

Analyse

Eurasien: Spielfeld oder Kampfzone?
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Deutschland und Europa müssen ein wirksames Konnektivitätskonzept im Wettstreit mit Russland und China entwickeln

von Jacopo Maria Pepe | Zentralasien, Welthandel

Eurasien entwickelt sich zu einem Mega-Kontinent, in dem Russland und China durch ihren Einfluss die westlich-liberale Ordnung an den Rand zu drängen versuchen. Beide Großmächte haben ihre Integrationsprojekte – die Neue Seidenstraßen-Initiative und die Eurasische Wirtschaftsunion – miteinander verbunden. Um nicht abgehängt zu werden, sollten die EU und Deutschland eine flexible und auf die unterschiedlichen Regionen zugeschnittene Strategie ausarbeiten, die sich auf Zentralasien und Osteuropa konzentriert.

  • Technologie und Strategie

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    Die sich verändernde Sicherheitslage im Weltraum erfordert neue diplomatische und militärische Antworten

    von Torben Schütz | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

Neue Ausgabe

IP im Juli/August: Neue Welt der Daten
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Außenpolitik im digitalen Zeitalter

Was ist im Cyberraum ein Staat? Welches Recht gilt dort, und wer spricht es? Sind Unternehmen und Netzwerke quasistaatliche Akteure, und, wenn ja: Wozu verpflichtet sie das? Wird das Rennen um 5G und die „klügsten“ Algorithmen zu einem neuen Kalten Krieg führen, einer Weltspaltung in Einflusssphären? Nach Antworten suchen in der aktuellen Ausgabe der IP u.a. Paul Triolo (Eurasia Group, Washington D.C.), Kaan Sahin (DGAP) und Jan-Peter Kleinhans (Stiftung Neue Verantwortung).

Standpunkt

Tech-Geopolitik auf dem Vormarsch
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Die zunehmende Verbindung von Technologie und Geopolitik fordert Deutschland heraus

von Kaan Sahin

Das geostrategische Denken entdeckt zunehmend Schlüsseltechnologien als zentrales Instrument für globalen Einfluss. Dies zeigt sich am Wettlauf der USA und Chinas um die Vorherrschaft bei der KI und beim zukünftigen Mobilfunkstandard 5G. Deutschland und Europa hingegen erwachen gerade aus dem technologischen Dornröschenschlaf. Sie stehen nun vor der Herausforderung, ihre Ambitionen und ihren Umgang mit Blick auf die Technologien, Partner und Wettbewerber zu definieren und politisch umzusetzen.

Analyse

Abschreckung und Rüstungskontrolle
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Europas Sicherheit ohne INF-Vertrag: Politische und strategische Handlungsoptionen für Deutschland und die NATO

von Christian Mölling, Heinrich Brauß | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

Als Reaktion auf Russlands Bruch des INF-Vertrags werden die USA das Abkommen verlassen. Damit entfällt ein zentraler Pfeiler europäischer Sicherheit. Gleichzeitig wächst Russlands Bedrohungspotenzial durch Mittelstreckenwaffen: Sie teilen die NATO in zwei Sicherheitszonen und könnten Moskau Eskalationsdominanz verleihen. Deutschland und die NATO sollten ihre verteidigungspolitischen Optionen überprüfen. Die Einheit der NATO und die Ergänzung von Abschreckung durch Dialog gegenüber Moskau sind wesentlich.

DGAP in den Medien