Programm Sicherheit, Verteidigung und Rüstung

Das Programm Sicherheit, Verteidigung und Rüstung setzt auf einen umfassenden Ansatz in der Sicherheitsforschung – denn in der Debatte um mehr Verantwortung und gestärkte Verteidigungsstrukturen lässt sich keines dieser Elemente als Einzelthema betrachten. Langjährige empirische Forschung begründet die Kernarbeit/das Herzstück des Programms. Diese wird durch Projektarbeit mit institutionellen, wissenschaftlichen und industriellen Partnern ergänzt. Neben dem Ausbau und der Vermittlung von Expertise agiert das Programm als neutraler Akteur und Mittler in öffentlichen sowie informellen Diskussionsrunden.

  • Das Programm führt unregelmäßig vertrauliche Hintergrundgespräche in kleiner Runde mit ausgewählten Gästen durch, zu denen wir auch MdBs einladen.
  • Hinzu kommen größere Workshops mit bis zu 25 Personen, die Wissen und Perspektiven von Akteuren aus Bundestag, Regierung, Think Tanks und privater Wirtschaft zusammentragen und in der Diskussion nach Optionen der Weiterentwicklung suchen.
  • Podiumsdiskussionen und Konferenzen helfen, politikrelevante Forschungsergebnisse und aktuelle Themen in einem größeren Kreis öffentlich zu diskutieren.

Vertraulichkeit, Expertise und kleine Runden sichern nicht nur eine konstruktive Diskussionsatmosphäre, sondern auch relevante Ergebnisse. Wir möchten, dass alle Teilnehmer mit Gewinn teilnehmen und wiederkehren. Deshalb laden wir zu vielen Veranstaltungen des Programms gezielt Teilnehmer ein. Wenn sie zu solchen Runden eingeladen werden möchten, dann schreiben Sie uns gern, auch mit thematischen Vorschlägen und Schwerpunkten.

Gerne können Sie Ihren Teilnahmewunsch an uns richten. (Ansprechpartnerin: Alicia von Voss, vonvoss@dgap.org)

In 2018 konzentrieren sich die Arbeiten des Programms „Sicherheit Verteidigung Rüstung“ auf drei wesentliche Bereiche:

  • Deutschlands strategische Herausforderungen, seine Verteidigungspolitik und die Zukunft der Bundeswehr und der verteidigungsindustriellen Basis, inklusive Rüstungsexporten.
  • Technologische Innovation und Rüstungskontrolle
  • Die politisch-strategischen, militärischen und industriellen Bedingungen Europäischer Handlungsfähigkeit und strategischer Autonomie; mit Schwerpunkten auf
    • den EU Initiativen (PESCO, CARD, EDF, Civilian CSDP Compact)
    • multinationalen Kooperationen (insbesondere mit Frankreich, Norwegen und den Niederlanden)
    • und dem Rahmennationenkonzept.

Thematische Spannbreite

  • Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP)
  • Europäische Verteidigungskooperationen/ Kooperationsformate
  • NATO und das transatlantische Verteidigungsbündnis
  • Bundeswehr; innerdeutsche Sicherheitsdebatte
  • Deutsche und europäische Rüstungspolitik und -industrie
  • Sicherheits- und Verteidigungstechnologien; Rüstungsinnovation
  • Rüstungskontrolle; Nonproliferation

 

Publikationen

  • Leinen los für eine EU-Mission am Persischen Golf!

    von Christian Mölling, Torben Schütz, Carlo Masala | Iran, Konflikte und Strategien
    Gastbeitrag, FAZ, 12.08.2019

    Die Amerikaner patrouillieren. Russland und China denken darüber nach. Berlin aber könnte am Ende mit Anspruch und ohne Partner dastehen. Es ist höchste Zeit, das zu verhindern.

  • Technologie und Strategie

    Die sich verändernde Sicherheitslage im Weltraum erfordert neue diplomatische und militärische Antworten

    von Torben Schütz | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen
    DGAPkompakt 14, 25. Juli 2019, 7 pp.

    Technologie und Strategie

    Der Weltraum steht kurz vor seiner Militarisierung. Die Zunahme von Anti-Satellitenwaffen bedroht die Sicherheit im Weltraum und macht Angriffe gegen militärische Weltraumressourcen möglich. Das wirkt sich auf die globale strategische Landschaft aus und verringert die Krisenstabilität der Großmächte. Da die derzeitigen Rüstungskontrollmechanismen unzureichend sind, sollten Deutschland und die NATO neue Initiativen ergreifen, um den Weltraum friedlich zu gestalten.

  • Die neue Qualität von luftbasierten Bedrohungen

    Neue politische Initiativen und militärische Verteidigungssysteme für Deutschland, EU und NATO sind erforderlich

    von Torben Schütz, Christian Mölling, Zoe Stanley-Lockman
    DGAPkompakt 9, 3. Juni 2019, 6 S.

    Die neue Qualität von luftbasierten Bedrohungen

    Mit erheblicher Geschwindigkeit und Intensität erweitert sich das Spektrum von luftbasierten Bedrohungen. Grund dafür ist vor allem die Weitergabe von Technologien und Waffensystemen. Deutschland könnte bei der notwendigen Anpassung der Rüstungskontrolle und beim Aufbau von Luftverteidigungsfähigkeiten eine Führungsrolle übernehmen. Dazu sollte Deutschland ein PESCO-Projekt zur Kurzstreckenluftverteidigung und einen Fähigkeitscluster „Luftverteidigung“ in der NATO initiieren.

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