Frankreich/deutsch-französische Beziehungen

Das Programm Frankreich/deutsch-französische Beziehungen ist eine wissenschaftlich fundierte und gut vernetzte beratende Einrichtung für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit. Es wurde 1989 gegründet.

Das Team des Programms untersucht hauptsächlich die französische Europa- und Außenpolitik. Die Programmarbeit berücksichtigt auch immer wieder Themen der Innenpolitik Frankreichs. Darüber hinaus befasst sie sich mit der laufenden Analyse der deutsch-französischen Beziehungen. Die Funktionsweise dieser Zusammenarbeit im europapolitischen Kontext ist dabei von besonderem Interesse. Außerdem ist es wichtig, Optionen für die deutsch-französische Kooperation in der EU-28 zu identifizieren. Das Programm Frankreich/deutsch-französische Beziehungen versteht sich nicht zuletzt als Mittlerorganisation zwischen deutschen und französischen Positionen in Fragen der Europapolitik.

Mehrmals im Jahr organisiert das Programm Expertentreffen des Ständigen Gesprächskreises Frankreich/deutsch-französische Beziehungen. Neben öffentlichen Podiumsdiskussionen veranstaltet es auch informelle Diskussionsrunden. Außerdem veröffentlicht es regelmäßig „DGAPanalysen“ zu Themen, die für die deutsch-französische Zusammenarbeit relevant sind. Publikationen in Fachzeitschriften und in der Tagespresse machen die Arbeitsergebnisse zudem einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Seit 2007 schreibt das Programm Frankreich/deutsch-französische Beziehungen für die DGAP jährlich den Deutsch-französischen Zukunftsdialog aus. Dieses Nachwuchsförderungsprogramm organisiert es gemeinsam mit dem Institut français des relations internationales (Ifri) und in Zusammenarbeit und mit Förderung der Robert Bosch Stiftung. Zielgruppe sind junge Deutsche und Franzosen, die nach ihrem Studium in den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien oder Technik tätig sind. Auch Doktoranden können an dem Programm teilnehmen.

Schwerpunkte

  • Solidarität und Zusammenhalt in der EU
  • Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS
  • EU-Flüchtlingspolitik
  • Radikalisierung und Integration
  • Wahlkampf in Frankreich

Publikationen

  • Französische Träume und deutscher Pragmatismus

    Fünf Fragen an Claire Demesmay zu Merkels Antwort auf Macrons EU-Visionen

    von Claire Demesmay | Europäische Union

    Französische Träume und deutscher Pragmatismus

    Bei Themen des EU-Grenzschutzes und der Asylpolitik herrscht Einigkeit, doch hinsichtlich der Reform der Währungsunion und in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik gab es nur eine vorsichtige Annäherung. Angela Merkels langerwartete Reaktion auf Emmanuel Macrons Sorbonne Rede fiel verhalten aus. In fünf Fragen und fünf Antworten bewertet DGAP-Expertin Claire Demesmay, was Macron in dieser Woche eine „erste Antwort“ der Bundeskanzlerin nannte.

  • „Stronger together“

    Im Handelsstreit mit den USA sollten Deutschland und Frankreich gemeinsam eine europäische Politik vertreten

    von Claire Demesmay, Claudia Schmucker | Vereinigte Staaten von Amerika, Freihandel
    DGApstandpunkt 14, 18. Mai 2018, 3 S.

    „Stronger together“

    Die Europäer agieren im Handelsstreit mit den USA bisher falsch: Statt mit bilateralen Angeboten vorzupreschen, sollten Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Linie finden, damit die EU ihre Macht von 28 Staaten nutzt und mit Washington auf Augenhöhe verhandeln kann. Paris und Berlin können damit beweisen, dass sie Europas gemeinsame Interessen ernst nehmen. Im Gespräch mit Washington sollte es um ein umfassendes Abkommen mit den USA gehen. Dabei sollten auch Handelsungleichgewichte offen angegangen werden.

  • Unruhe im System

    Seit Macrons Wahl wandelt sich die französische Parteienlandschaft

    von Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar, Sara Jakob | Frankreich, Politisches System
    DGAPanalyse 2, 7. Mai 2018, 8 S., plus Infografik als separater Anhang: Parteien und Bewegungen in Frankreich (Autorin: Nicole Walter)

    Unruhe im System

    Seit der Präsidentschaftswahl 2017 kalibrieren sich die französischen Parteien neu. Während sie zuvor klassischen Links-/Rechts-Lagern folgten, entsprechen weder Macrons La République En Marche noch Le Pens Front National dieser Polarisierung. Neue Konfliktlinien, die sich an Identitätsfragen und der Rolle Europas orientieren, prägen zudem die Parteienlandschaft. In Zukunft ist ein Vierer-Szenario von extremer Rechter, moderaten Konservativen, radikalen Linken und sozialliberalen Kräften wahrscheinlich.

Veranstaltungen

Frankreich-Blog

  • Wie wählt Frankreich? Die DGAP und der Deutsch-französische Zukunftsdialog begleiten den Wahlkampf mit Beobachtungen, Analysen und Meinungen.

 

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