Sicherheitsglossar

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 Im Glossar Sicherheit können Sie mehr über sicherheits- und verteidigungspolitische Termini erfahren. Darunter über die Unterschiede zwischen "Auslandseinsatz" und "Anerkannten Missionen", über Abschreckung und die Nationale Sicherheitsstrategie sowie Frieden undr Cybersicherheit erfahren. Viel Spaß beim Stöbern!

Abschreckung

Die Strategie der Abschreckung existiert schon, seitdem es Kriege gibt und zeichnet sich dadurch aus, dass eine Partei versucht, die Gegenpartei durch die Androhung bestimmter Maßnahmen von Handlungen abzuhalten.

Auslandseinsatz und anerkannte Missionen

Anerkannte Missionen dienen der Verteidigungsbereitschaft im gesamten NATO-Bündnis und erfordern keine vorherige Zustimmung des Bundestages. Auslandseinsätze werden meist von den Vereinten Nationen (VN), der Europäischen Union (EU) oder der NATO geleitet und benötigen zunächst ein Mandat und damit die Zustimmung des Deutschen Bundestages.

Bundeswehr

Unter „Bundeswehr“ versteht man die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Die 1955 gegründete Bundeswehr ist eine sogenannte „Parlamentsarmee“, da grundlegende Entscheidungen vom Bundestag getroffen werden, der auch die Budgethoheit hat.

Cybersicherheit

Cybersicherheit befasst sich laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) „mit allen Aspekten der Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik“ (S.36). Sie umfasst den Schutz von Computersystemen, Netzwerken und Daten gegen Angriffe von böswilligen Akteuren.

Frieden

Frieden ist ein komplexer Begriff, der in verschiedenen Kontexten unterschiedlich interpretiert wird und differenziert zu betrachten ist. In der Sicherheitspolitik Deutschlands spielt der Friedensbegriff eine zentrale Rolle. Die Bundesregierung verfolgt eine „werteorientierte Außen- und Sicherheitspolitik. Das heißt, sie setzt sich für den Schutz der Grundsätze des Völkerrechts und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein.“ Basierend auf diesem Verständnis wird der Friedensbegriff in der deutschen Sicherheits- und Friedenspolitik...

Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP)

Die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, kurz GSVP, ist ein Teil der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Die GSVP wurde 2009 im Vertrag von Lissabon festgelegt und hat das Ziel, die EU zu einem globalen Akteur im internationalen Krisenmanagement zu machen.

Harte und weiche Macht

„Harte Macht“ beruht in der Regel auf militärischen Ressourcen. „Weiche Macht“ ist eine Form der Machtausübung eines Staates oder politischen Akteurs gegenüber anderen Staaten. 

Landes- und Bündnisverteidigung

Sowohl die Landes- als auch die Bündnisverteidigung sind zentrale Aufgaben der Streitkräfte eines Landes und oft eng miteinander verknüpft. Die Landesverteidigung bezieht sich auf Maßnahmen, die ein Land ergreift, um seine Souveränität, sein Territorium und seine Bevölkerung vor externen Bedrohungen zu schützen. Die Bündnisverteidigung hingegen bezieht sich auf die kollektive Verteidigung von Mitgliedstaaten innerhalb eines Verteidigungsbündnisses wie etwa der NATO.

Nationale Sicherheitsstrategie

Die Nationale Sicherheitsstrategie ist ein umfassendes Dokument, das die strategische Ausrichtung und inhaltliche Gestaltung der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik festlegt. Sie wurde zum ersten Mal am 14. Juni 2023 von der Bundesregierung im Kabinett beschlossen.

NATO

Die NATO (North Atlantic Treaty Organization), dt. „Organisation des Nordatlantikvertrags“ bzw. Nordatlantikpakt, ist ein Verteidigungsbündnis, das 1949 in Reaktion auf die aufkommende Bedrohung durch die Sowjetunion gegründet wurde. Damals noch aus 12 Staaten bestehend, sind es heute mittlerweile 31 Mitgliedstaaten aus Europa und Nordamerika (Stand: Dezember 2023).

Rahmennationenkonzept

Das Rahmennationenkonzept, auch Framework Nations Concept (FNC) genannt, ist ein Konzept für die militärische Zusammenarbeit innerhalb der NATO. Deutschland hat das Konzept 2013 in die der NATO eingebracht und, ein Jahr später, wurde es von den Staats- und Regierungschefs der NATO bei ihrem Gipfeltreffen in Wales 2014 verabschiedet.

Resilienz

Im Kontext der Sicherheitspolitik bezieht sich Resilienz auf die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit des Gemeinwesens oder eines Staates gegenüber sicherheitspolitischen Gegebenheiten, Herausforderungen, Krisen und Veränderungen.