Das neue Misstrauen gegenüber Freihandelsabkommen

Eine effektive EU-Handelspolitik braucht das Vertrauen der Bevölkerung

12. December 2016 - 0:00 | von Claudia Schmucker

DGAPkompakt 20, 12. Dezember 2016, 6 S.

Kategorie: Welthandel, Freihandel, Europäische Union, Politische Kultur

Die EU läuft Gefahr, ihre handelspolitische Handlungsfähigkeit zu verlieren. Das haben die Debatten um TTIP und CETA gezeigt. Ein Grund für den gesellschaftlichen Widerstand ist ein Vertrauensverlust der Bevölkerung in die EU-Institutionen und in die USA. Vertrauensbildende Maßnahmen sind vonnöten, damit die EU in künftigen Freihandelsverhandlungen glaubwürdig auftreten kann. Dies gilt auch für ihre Verhandlungen mit Japan, Indien, Mexiko und zahlreichen weiteren Staaten.

© Reuters/Pascal Rossignol

Anti-TTIP-Demonstration europäischer Landwirte, Brüssel, Dezember 2014.

Die EU erfährt derzeit auf mehreren Ebenen einen Vertrauensverlust – worin liegen dessen Gründe und was sind seine Auswirkungen auf die EU? Dies ist das Thema einer kurzen Reihe von DGAP-Kompakt-Analysen, konzipiert von Claire Demesmay, Leiterin des Programms Frankreich/deutsch-französische Beziehungen und Jana Puglierin, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen.

Der Vielfalt des Phänomens entsprechend beleuchtet die Reihe den Vertrauensverlust unter unterschiedlichen Aspekten. Den Anfang machte ein Beitrag von Julie Hamann zu Elitenwahrnehmung und gesellschaftlicher Spaltung in Europa („Das Volk“ und „Die da oben“: Misstrauen und Entfremdung in Europa).

Hier schreibt Claudia Schmucker über die Auswirkungen innereuropäischen Misstrauens auf die EU-Handelspolitik.

 
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