Globalisierung und Weltwirtschaft

Entwicklungen wie die jüngste Finanz- und Schuldenkrise oder der Aufstieg neuer Volkswirtschaften zu globalen Akteuren unterstreichen die Bedeutung ökonomischer Fragen in den internationalen Beziehungen.

Im Mittelpunkt der Programmarbeit stehen die Veränderungen in den internationalen Wirtschafts- und Finanzbeziehungen als Folge der Finanzkrise. Außerdem konzentriert sich das Programm auf die Welthandelspolitik und untersucht die Chancen eines erfolgreichen Abschlusses der „Doha Development Agenda“ der WTO. Die EU-Handelspolitik und die transatlantischen Handelsbeziehungen bilden einen weiteren Schwerpunkt.

Ziel des Programms ist es, an der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik den Austausch und die Bildung von Netzwerken zu fördern. Gleichzeitig stellt es wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Die Forschungsarbeit erfolgt vor allem im Rahmen der DGAP-Studiengruppen und wird anhand von Veröffentlichungen und Vorträgen auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Schwerpunkte

  • Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)
  • Europäische Handelspolitik
  • Die Rolle der WTO und der Doha Runde
  • Governance-Fragen der internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen (G7/G20, IWF)
  • Der wirtschaftliche Einfluss und die internationale Rolle der großen Schwellenländer (BRIC-Staaten)

Bitte beachten: Leider vergeben wir keine Praktika im Programm Globalisierung und Weltwirtschaft.

Publikationen

  • „Stronger together“

    Im Handelsstreit mit den USA sollten Deutschland und Frankreich gemeinsam eine europäische Politik vertreten

    von Claire Demesmay, Claudia Schmucker | Vereinigte Staaten von Amerika, Freihandel
    DGApstandpunkt 14, 18. Mai 2018, 3 S.

    „Stronger together“

    Die Europäer agieren im Handelsstreit mit den USA bisher falsch: Statt mit bilateralen Angeboten vorzupreschen, sollten Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Linie finden, damit die EU ihre Macht von 28 Staaten nutzt und mit Washington auf Augenhöhe verhandeln kann. Paris und Berlin können damit beweisen, dass sie Europas gemeinsame Interessen ernst nehmen. Im Gespräch mit Washington sollte es um ein umfassendes Abkommen mit den USA gehen. Dabei sollten auch Handelsungleichgewichte offen angegangen werden.

  • How Donald Trump drives Europe towards China

    von Philipp Liesenhoff | Vereinigte Staaten von Amerika, Wirtschaft & Finanzen

    The US under Trump is presenting itself to Europe as a less attractive ally for trade and climate policy, and China as a more attractive one, a German foreign policy expert writes.

  • Die Risiken des amerikanischen Protektionismus für Europa

    von Philipp Liesenhoff | Vereinigte Staaten von Amerika, Wirtschaft & Finanzen
    DGAPkompakt 8, 28. März 2018, 9 S.

    Die Risiken des amerikanischen Protektionismus für Europa

    US-Präsident Trumps Strafzölle sind riskant für Europa, das Welthandelssystem und die Welthandelsorganisation (WTO). Auf europäische Firmen kämen Absatzeinbußen zu, wenn z.B. China Überkapazitäten nach Europa lenkt. Makroökonomisch würde ein Handelskrieg Preise, Wachstum und Finanzstabilität schwächen. Die EU sollte gemeinsam gegen den US-Protektionismus agieren und bereit sein, auch andere Politikfelder für einen Kompromiss zu nutzen. Die Reform der Eurozone drängt, um wirtschaftlich resilient zu sein.

Veranstaltungen

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DGAP in den Medien
  • Trump bedeutet Bruch für die G20

    9. June 2017 - 0:00 | Kommentare von Claudia Schmucker | Tagesspiegel

    Im Tagesspiegel verdeutlicht Claudia Schmucker, wie grundlegend Donald Trump die G20 destabilisiert.

  • Weltordnung im Krisenmodus

    16. February 2017 - 0:00 | Kommentare von Claudia Schmucker | Deutsche Welle

    Claudia Schmucker äußert sich zur deutschen G20-Präsidentschaft mit Blick auf die schwierige Weltwirtschaftslage.

  • Gäbe es die G20 nicht, müsste man sie erfinden

    30. November 2016 - 0:00 | Kommentare von Claudia Schmucker | Tagesschau.de, BR5

    Bei Tagesschau.de betont Claudia Schmucker, dass sich die G20-Präsidentschaft für Deutschland lohnen wird.