Wilfried Jilge

Programmmitarbeiter, Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien

FACHGEBIETE

  • Zeitgeschichte und Politik der Ukraine und Russlands
  • Deutsch/europäisch-ukrainische Beziehungen im Rahmen von EU-Integration und Europäischer Nachbarschaftspolitik
  • Innen- und außenpolitische Aspekte der Ukraine-Russland-Krise
  • Nationalismus und geopolitische, neo-slawophile und identitätspolitische Konzepte im postsowjetischen Russland
  • Erforschung der völkisch-antidemokratischen Bewegung in den böhmischen Ländern

SPRACHEN

Ukrainisch, Russisch, Englisch, Polnisch

KONTAKT

Tel.: +49 (0)30 25 42 31-62
E-Mail: jilge@dgap.org

Bei Interesse an einem Praktikum im Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien wenden Sie sich bitte an Juulia Barthel: barthel@dgap.org.

Wilfried Jilge, Osteuropahistoriker, ist seit März 2016 Mitarbeiter im Programm Russland, Osteuropa und Zentralasien am Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa der DGAP. Er ist zudem seit Anfang 2015 assoziierter Wissenschaftler am „Center for Governance and Culture in Europe“ der Universität St. Gallen.

Hauptschwerpunkte seiner Arbeit sind die Erforschung der völkisch-antidemokratischen Bewegung in den böhmischen Ländern, der er sich zwischen 2012 und 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Slawistik der Universität Leipzig widmete („Heroischer Nationalismus: Der Sudetendeutsche Kameradschaftsbund und die Konstruktion sudetendeutscher Identität in der Ersten Tschechoslowakischen Republik“, Projekt gefördert vom Beauftragten der deutschen Bundesregierung für Kultur und Medien), sowie die Zeitgeschichte und Politik der Ukraine und Russlands. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig“ forschte er zwischen 2001 und 2010 zur postsowjetischen Ukraine (z.B. Geschichtspolitik, Nationsbildung und kollektive Erinnerungskulturen und politische und kollektive Identitäten in der Ukraine und Ostmitteleuropa, auch die Geschichte der nachstalinistischen Sowjetukraine).

Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die deutsch/europäisch-ukrainischen Beziehungen im Rahmen von EU-Integration und Europäischer Nachbarschaftspolitik, innen- und außenpolitische Aspekte der Ukraine-Russland-Krise und die Erforschung von Strömungen des russischen Nationalismus und geopolitischer, neo-slawophiler und identitätspolitischer Konzepte („Russische Welt“) im postsowjetischen Russland.

Wilfried Jilge ist auch in der Lehre tätig (zuletzt: Seminar „Nationsbildung und Geschichtspolitik in der modernen Ukraine“ am Slavischen Seminar der Universität Basel, Herbstsemester 2014/15). Er berät Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Europaparlaments in Fragen zur Ukraine. 2014 war er Mitglied der von der Deutschen Gesellschaft Osteuropakunde koordinierten und vom Auswärtigen Amt geförderten Expertengruppe Osteuropapolitik, die Empfehlungen für die deutsche Außenpolitik gegenüber der Ukraine und Osteuropa erarbeitete. Seit 2005 ist er Vorstands- und Gründungsmitglied des deutsch-ukrainischen zivilgesellschaftlichen Forums „Kiewer Gespräche“. Er hat mehrere Jahre in Kiew sowie von 2013 bis 2014 in Moskau gelebt und geforscht.

Publikationen

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Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken
von Josef Braml, Claire Demesmay, Dina Fakoussa, Ali Fathollah-Nejad, Wilfried Jilge, Laura Lale Kabis-Kechrid, Stefan Meister, Christian Mölling, Jana Puglierin, Henning Riecke, Claudia Schmucker, Daniela Schwarzer, Svenja Sinjen, Sebastian Sons, Sarah Wohlfeld
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Kategorie: Sicherheitspolitik, Ukraine, Russische Föderation
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