Perzeption und Instrumentalisierung
Perzeption und Instrumentalisierung

Eine Serie zu Russlands nicht-militärischer Einflussnahme in Europa

von Stefan Meister, Jana Puglierin | Russische Föderation, Medien/Information

Mit der Krim-Annexion und dem Krieg in Teilen der Ostukraine hat die russische Führung in einem für den Westen völlig unerwarteten Umfang Instrumente hybrider Kriegsführung eingesetzt. Diese finden nicht nur als „kleine grüne Männchen“ in der Ukraine Anwendung, sondern auch mittels Medienpropaganda und Unterstützung von EU-kritischen Parteien innerhalb der EU-Staaten. Deutschland und die EU müssen in ihrer Werte- und Reformpolitik und im Umgang mit Moskau mehr Konsequenz zeigen.

Länderstudie: Griechenland

Auf der Suche nach Alternativen
Auf der Suche nach Alternativen

Griechenland zwischen Europa-Frust und russischer Versuchung

von Julian Rappold | Griechenland, Internationale Politik/Beziehungen

Durch die Schuldenkrise hat die EU in Griechenland an Ansehen eingebüßt. Als Alternative zum „Brüsseler Spardiktat“ kam Russland ins Spiel – doch Moskau kann und will gar keine finanzielle Unterstützung bieten. Auch aus griechischer Perspektive wäre eine Umkehr der EU- und NATO-Einbettung schwierig. Dennoch sollte die EU Russlands Einfluss ernst nehmen: Nur wenn sie ihr Versprechen auf Solidarität und Wohlstand erneuert, kann sie einziger Anziehungspunkt für Griechenland bleiben.

Länderstudie: Serbien

Ohne Kompass Richtung Brüssel?
Ohne Kompass Richtung Brüssel?

Serbien zwischen EU-Annäherung und russischer Vereinnahmung

von Sarah Wohlfeld | Serbien, Medien/Information

Serbien strebt einen möglichst baldigen EU-Beitritt an, doch die Vernachlässigung der Erweiterungspolitik seitens der EU hat zu Enttäuschung geführt. Gleichzeitig gelingt es Russland auch in Zeiten der Ukrainekrise, seinen Einfluss in Serbien geltend zu machen, obwohl es ihm keine wirkliche Zukunftsperspektive anzubieten hat. Zeigt Brüssel keine glaubhafte Beitrittsperspektive auf, würde weniger ein Serbien im russischen Orbit drohen als ein fragiler Staat inmitten Europas.

Länderstudie: Frankreich

„Die Wahrheit hat immer zwei Seiten“
„Die Wahrheit hat immer zwei Seiten“

Frankreichs offenes Ohr für russische Propaganda

von Claire Demesmay | Frankreich

Frankreichs außenpolitisches Gewicht und die traditionell russlandfreundliche Haltung seiner Eliten machen das Land zu einem vorrangigen Ziel Moskaus nicht-militärischer Einflussnahme. Antiamerikanismus und Misstrauen gegenüber der Globalisierung sind stärker ausgeprägt als in vielen anderen EU-Ländern; Kritik gegenüber Brüssel führte bei der letzten Europawahl zum großen Erfolg des rechtsradikalen Front National – und keine andere französische Partei zeigt sich derzeit begeisterter von Moskau.

Länderstudie: Ungarn

Der Einfluss des Kremls in Ungarn
Der Einfluss des Kremls in Ungarn

Russlands nicht-militärische Einflussnahme in Europa – die Länderstudie zu Ungarn

von Dániel Hegedüs | Mittel- und osteuropäische Länder, Medien/Information

Russland hat dank seiner engen Beziehungen zu Viktor Orbáns Fidesz-Partei einen einzigartigen Zugang zur Regierung eines EU-Staats, der wertvoller ist als alle seine Verbindungen zu rechtsextremen EU-skeptischen Parteien wie etwa der ungarischen Jobbik-Partei. Moskau schätzt das destabilisierende Potenzial der ungarischen Regierung auf EU- und NATO-Ebene. Im Gegenzug profitieren die ungarischen Machthaber von der wirtschaftlichen Kooperation mit Russland.

Veranstaltungen
DGAP in den Medien
  • Weg mit den Mächtigen

    25. April 2017 - 0:00 | Interview mit Claire Demesmay | n-tv online, WirtschaftsWoche, Handelszeitung, EurActiv

    Im Interview von n-tv beschreibt Claire Demesmay das gespaltene Frankreich und kommentiert den Wahlkampf in Frankreich.

  • Russische Propaganda gegen Deutschland immer offensiver

    24. April 2017 - 0:00 | Interview mit Stefan Meister | Le Monde

    In einem ausführlichen Interview mit „Le Monde“ spricht Stefan Meister über die russische Propaganda in Deutschland.

  • Frankreich: Die Wahl nach der Wahl

    21. April 2017 - 0:00 | Kommentare von Claire Demesmay | ZDF heute.de

    Claire Demesmay erklärt, dass die Parlamentswahl Frankreichs im Juni 2017 entscheidend sei.