Programm Naher Osten und Nordafrika

Seit 2011 befinden sich der Nahe Osten und Nordafrika im Umbruch. Die Entwicklungen sind, mit wenigen Ausnahmen, alarmierend. Eine selbst für die konfliktträchtige Region beispiellose Gewaltwelle und innergesellschaftliche, zwischenstaatliche und regionale Konflikte bereiten sowohl den Menschen vor Ort als auch im Westen größte Sorgen. Bevor eine sinnvolle arabische sowie deutsche und europäische Strategie zum Umgang mit diesen Herausforderungen entwickelt werden kann, gilt es, diese zu verstehen und einzuordnen.

Ziel des Programms Naher Osten und Nordafrika ist es, sicherheitspolitische, wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen in den arabischen Ländern nachzuvollziehen. Dafür arbeitet das Programm gemeinsam mit Experten und Multiplikatoren aus den betroffenen Ländern.

Workshops, Hintergrundgespräche und Publikationen sollen Komplexitäten aufbrechen, Wissen generieren, Lösungsansätze entwickeln und Verständnis für Interessen und Bedürfnisse sowohl der arabischen als auch der europäischen Seite schaffen.

Seit 2011 bilden innenpolitische Entwicklungen in Ägypten, Tunesien, Marokko und der Türkei einen Schwerpunkt sowie für diese Länder relevante regionale Dynamiken und die Antwort der internationalen Politik. Im Jahr 2014 kam ein Forschungsprojekt zum Engagement der Golfstaaten in Ägypten und Tunesien dazu.

Aktivitäten und Initiativen

Schwerpunkte

Publikationen

  • Außenpolitische Herausforderungen für die nächste Bundesregierung

    Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken

    von Josef Braml, Claire Demesmay, Dina Fakoussa, Ali Fathollah-Nejad, Wilfried Jilge, Laura Lale Kabis-Kechrid, Stefan Meister, Christian Mölling, Jana Puglierin, Henning Riecke, Claudia Schmucker, Daniela Schwarzer, Svenja Sinjen, Sebastian Sons, Sarah Wohlfeld | Deutschland, Internationale Politik/Beziehungen
    DGAPkompakt 6, 20. Juli 2017, 43 S.

    Außenpolitische Herausforderungen für die nächste Bundesregierung

    Die neue Bundesregierung wird ab Herbst 2017 im nationalen wie im europäischen Rahmen wichtige Entscheidungen treffen müssen. DGAP-ExpertInnen skizzieren für zwölf Themenfelder, wo Deutschland jeweils außenpolitisch steht, mit welchen Partnern die Bundesregierung welche Interessen verfolgen sollte und mit welchen Zielen anderer Akteure diese kollidieren könnten.

  • Die Transformation der Türkei zum Ein-Mann-Staat

    Der Entwurf zur Verfassungsreform bedroht Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Pluralismus

    von Laura Lale Kabis-Kechrid | Türkei, Politisches System
    DGAPkompakt 3, 12. April 2017, 3 S.

    Die Transformation der Türkei zum Ein-Mann-Staat

    Der AKP-Entwurf zur Verfassungsänderung sieht eine drastische Verschiebung der exekutiven Befugnisse zugunsten des Staatspräsidenten vor. Selbst ohne die notwendige Zustimmung im Referendum am 16. April wäre die Einführung des Präsidialsystems Erdoğans oberste Priorität geblieben. Die EU könnte trotz ihrer beschränkten Einflussmöglichkeiten zumindest das Ausmaß der autokratischen Ausprägung dieses Systems eindämmen – vor allem in ihrer Funktion als weiterhin wichtigster Handelspartner der Türkei.

  • Beyond Closing Mosques and Shutting Down Facebook Pages

    How Tunisia Can Address the Threat of Online and Offline Terrorist Recruitment

    von Marwa Fatafta | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Terrorismus
    DGAPkompakt 24, 23. Dezember 2016, 5 S. (auf Englisch)

    Beyond Closing Mosques and Shutting Down Facebook Pages

    Tunisian nationals make up the largest number of foreign fighters affiliated with ISIS in Syria, Iraq, and Libya. ISIS is highly effective at using sophisticated online propaganda strategies to target young Tunisians. The government's fight against online and offline terrorist recruitment should include not only monitoring content that incites violence but also more constructive measures such as using social media to encourage civic engagement and bringing crowdsourcing to policy making.

Veranstaltungen

  • Human Rights in Iran

    MENAP hosts panel discussion on the price of Realpolitik

    20.02.2017 | 18:00 - 20:00 | DGAP | Iran, Menschenrechte

  • Rome Med Konferenz 2016: Mediterranean Dialogues

    Beyond Turmoil: A Positive Agenda

    01.12.2016 - 03.12.2016 | 09:00 - 18:00 Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

  • Saudi-Arabien und Iran:

    Teil der Lösung oder Teil des Problems?

    21.11.2016 | 18:30 - 20:00 | DGAP | Saudi-Arabien, Internationale Politik/Beziehungen

dgap info
DGAP in den Medien