Programm Naher Osten und Nordafrika

Seit 2011 befinden sich der Nahe Osten und Nordafrika im Umbruch. Die Entwicklungen sind, mit wenigen Ausnahmen, alarmierend. Eine selbst für die konfliktträchtige Region beispiellose Gewaltwelle und innergesellschaftliche, zwischenstaatliche und regionale Konflikte bereiten sowohl den Menschen vor Ort als auch im Westen größte Sorgen. Bevor eine sinnvolle arabische sowie deutsche und europäische Strategie zum Umgang mit diesen Herausforderungen entwickelt werden kann, gilt es, diese zu verstehen und einzuordnen.

Ziel des Programms Naher Osten und Nordafrika ist es, sicherheitspolitische, wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen in den arabischen Ländern nachzuvollziehen. Dafür arbeitet das Programm gemeinsam mit Experten und Multiplikatoren aus den betroffenen Ländern.

Workshops, Hintergrundgespräche und Publikationen sollen Komplexitäten aufbrechen, Wissen generieren, Lösungsansätze entwickeln und Verständnis für Interessen und Bedürfnisse sowohl der arabischen als auch der europäischen Seite schaffen.

Seit 2011 bilden innenpolitische Entwicklungen in Ägypten, Tunesien, Marokko und der Türkei einen Schwerpunkt sowie für diese Länder relevante regionale Dynamiken und die Antwort der internationalen Politik. Im Jahr 2014 kam ein Forschungsprojekt zum Engagement der Golfstaaten in Ägypten und Tunesien dazu.

Aktivitäten und Initiativen

Schwerpunkte

Publikationen

  • Beyond Closing Mosques and Shutting Down Facebook Pages

    How Tunisia Can Address the Threat of Online and Offline Terrorist Recruitment

    von Marwa Fatafta | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Terrorismus
    DGAPkompakt 24, 23. Dezember 2016, 5 S. (auf Englisch)

    Beyond Closing Mosques and Shutting Down Facebook Pages

    Tunisian nationals make up the largest number of foreign fighters affiliated with ISIS in Syria, Iraq, and Libya. ISIS is highly effective at using sophisticated online propaganda strategies to target young Tunisians. The government's fight against online and offline terrorist recruitment should include not only monitoring content that incites violence but also more constructive measures such as using social media to encourage civic engagement and bringing crowdsourcing to policy making.

  • Tunisia’s Postcolonial Identity Crisis

    A Key to Understanding the Lure of Extremism

    von Youssef Cherif | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel
    DGAPkompakt 23, 22. Dezember 2016, 5 S. (auf Englisch)

    Tunisia’s Postcolonial Identity Crisis

    In Tunisia today, the hotly debated question of national identity opens up a vacuum for radical groups to fill. After years of repression, the post-2011 period of democracy and freedom of speech has allowed Tunisians to conduct grass-roots discussions of what they identify with. As political groups play different identity cards, and as jihadists cast a wide net for disaffected youth, defining what it means to be Tunisian turns out to be a divisive practice indeed.

  • Auf Sand gebaut

    Saudi-Arabien – ein problematischer Verbündeter

    von Sebastian Sons | Saudi-Arabien, Internationale Politik/Beziehungen
    Propyläen Verlag (Ullstein Buchverlage), November 2016, ISBN 9783549074824, 288 S.

    Auf Sand gebaut

    Saudi-Arabien spielt eine Schlüsselrolle in den Konflikten des Nahen Ostens, doch über seine Regierung, seine Gesellschaft, seine Wirtschaft oder Religion wissen wir kaum etwas. Sebastian Sons, Saudi-Arabien-Experte der DGAP, informiert nicht nur gründlich über das Land, seine Bewohner und seine Herrscher. Er kritisiert auch offen die Fehler des Westens gegenüber dem saudischen Königreich, insbesondere die fragwürdige Nachsicht gegenüber der destabilisierenden Rolle der Saudis in der Region.

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