Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien

Das Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien versteht sich als zentraler Ansprechpartner für Fragen der Beziehungen Deutschlands und der Europäischen Union (EU) zu den Mitgliedstaaten in Mitteleuropa und den östlichen Nachbarn der EU.

Russland nimmt aufgrund seiner sicherheitspolitischen, ökonomischen und energiepolitischen Bedeutung für die EU und Deutschland eine besondere Rolle in der Arbeit des Zentrums ein. Ein weiterer Schwerpunkt in den Bereichen Analyse und Netzwerke liegt auf den Staaten der Östlichen Partnerschaft – Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und die Ukraine –, da deren Reform- und Transformationsprozesse sowie ihr Verhältnis zu EU und Russland zentral für die Nachbarschaftspolitik der EU sind. In diesem Kontext hat die DGAP auch den Anspruch, die Staaten Zentralasiens in ihre Arbeit einzubeziehen. Daneben bearbeitet das Zentrum die EU-Staaten Mitteleuropas (vor allem die Visegrád-Staaten), ihre Integration in die euroatlantische Strukturen und postkommunistische Transformation.

Aufgaben des Programms sind es, anwendungsorientierte Analysen und Beratung für Politik, Wirtschaft, Medien und Fachöffentlichkeit zu erarbeiten und zielgruppenorientiert zu verbreiten, als aktive Plattform zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu dieser Region zu dienen und Netzwerke in die Zielländer zu entwickeln und zu pflegen.

Das Zentrum verknüpft damit

  • Wissenschaftliche Expertise und Analyse
  • Politikberatung für deutsche Entscheidungsträger
  • Veranstaltungen (Konferenzen, Strategiedebatten, Hintergrundgespräche, Briefings,…)
  • Publikationen (Analysen, Standpunkte, Policy Paper, …)
  • Netzwerke (Wissenschaft, Politik, Medien, Wirtschaft, Zivilgesellschaft)
  • Internationale Kooperationen

 

Publikationen

  • Die Sackgasse der deutschen Ostpolitik

    Wie die Bundesregierung ihre eigene Russland- und Ukrainepolitik torpediert

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Rohstoffe & Energie
    DGAPstandpunkt Nr. 3, 2019, 3 S.

    Die Sackgasse der deutschen Ostpolitik

    Nachdem sich Frankreich und andere EU-Mitgliedstaaten über neue EU-Vorschriften für das umstrittene Projekt Nord Stream 2 geeinigt haben, scheint der Weg frei für den Bau der Pipeline. Trotzdem irrt sich die Bundesregierung, wenn sie glaubt, damit die Kritiker zu befrieden. Deutschland hat von Anfang an unterschätzt, welchen Imageschaden dieses Projekt anrichten wird.

  • Shaking Up the 2019 European Election

    Macron, Salvini, Orbán, and the Fate of the European Party System

    von Julie Hamann, Milan Nič, Jana Puglierin | European Union, Wahlen
    DGAPanalysis 1 (February 2019), 11 pp.

    Shaking Up the 2019 European Election

    More fragmented than ever, Europe is at a crossroads, making the 2019 European Parliament election an immensely political event. Stakes are high for Emmanuel Macron, Matteo Salvini and Viktor Orbán, all of whom could shake up the balance of power in the EP. Macron has lost much of his initial vigor, and the disruptive potential of Salvini and Orbán is significant. If played well, their combined power could send shock waves across all European institutions.

  • „Informationen lassen sich nicht aufhalten“

    Andrej Soldatow zur Digitalisierung in Russland

    von Alena Epifanova | Russische Föderation, Cyber Security

    „Informationen lassen sich nicht aufhalten“

    Digitalisierung ist einer der innovativen Wirtschaftsbereiche in Russland, der das intellektuelle Potential des Landes verdeutlicht. Im Vergleich zu Deutschland ist es in russischen Städten oft leichter, Zugang zum Internet zu bekommen. Russland ist eine Vernetzungsgesellschaft, die sozialen Netzwerke boomen. Gleichzeitig versucht der russische Staat, auch diesen Bereich systematisch unter Kontrolle zu bringen, was technisch nicht immer gelingt und zu mehr technologischer Kooperation mit China führt.

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