Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien

Das Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien versteht sich als zentraler Ansprechpartner für Fragen der Beziehungen Deutschlands und der Europäischen Union (EU) zu den Mitgliedstaaten in Mitteleuropa und den östlichen Nachbarn der EU.

Russland nimmt aufgrund seiner sicherheitspolitischen, ökonomischen und energiepolitischen Bedeutung für die EU und Deutschland eine besondere Rolle in der Arbeit des Zentrums ein. Ein weiterer Schwerpunkt in den Bereichen Analyse und Netzwerke liegt auf den Staaten der Östlichen Partnerschaft – Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und die Ukraine –, da deren Reform- und Transformationsprozesse sowie ihr Verhältnis zu EU und Russland zentral für die Nachbarschaftspolitik der EU sind. In diesem Kontext hat die DGAP auch den Anspruch, die Staaten Zentralasiens in ihre Arbeit einzubeziehen. Daneben bearbeitet das Zentrum die EU-Staaten Mitteleuropas (vor allem die Visegrád-Staaten), ihre Integration in die euroatlantische Strukturen und postkommunistische Transformation.

Aufgaben des Programms sind es, anwendungsorientierte Analysen und Beratung für Politik, Wirtschaft, Medien und Fachöffentlichkeit zu erarbeiten und zielgruppenorientiert zu verbreiten, als aktive Plattform zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu dieser Region zu dienen und Netzwerke in die Zielländer zu entwickeln und zu pflegen.

Das Zentrum verknüpft damit

  • Wissenschaftliche Expertise und Analyse
  • Politikberatung für deutsche Entscheidungsträger
  • Veranstaltungen (Konferenzen, Strategiedebatten, Hintergrundgespräche, Briefings,…)
  • Publikationen (Analysen, Standpunkte, Policy Paper, …)
  • Netzwerke (Wissenschaft, Politik, Medien, Wirtschaft, Zivilgesellschaft)
  • Internationale Kooperationen

 

Publikationen

  • Is Populism on the Run?

    Judy Dempsey Asks Milan Nič and Other Experts

    von Milan Nič
    Carnegie Europe Blog, April 2017

    Milan Nič argues that relief at the first round of the French presidential elections might be misguided: not only did populist candidates altogether receive almost half the vote, the Front National could also win June’s parliamentary elections. While several European countries are in fact already governed by populists, Europe continues to face the danger of populism seeping into the mainstream and shaping agendas – irrespective of whether populists win an election.

  • Große Hungersnot in der Ukraine 1932/33

    Wilfried Jilge erklärt die Bedeutung der Hungersnot von 1932/33 in der Ukraine für das Geschichtsbild vieler Ukrainer

    von Wilfried Jilge

    Der Film „Holodomor – Bittere Ernte“ wurde am 30. März 2017 im Kulturzentrum Brotfabrik in Berlin vorgestellt. Der Film handelt von der Großen Hungersnot 1932/33 in der sowjetischen Ukraine. Wilfried Jilge gibt in einem Vortrag und in einer Bonus-CD geschichtliche Hintergrundinformationen zum Film.

  • Chinas vertieftes Engagement in Ostmitteleuropa

    Regionale und globale Auswirkungen auf Deutschland und die EU

    von Dr. Jacopo Maria Pepe | Mitteleuropa, Europäische Union
    DGAPanalyse 3, 23. März 2017, 11 S. (auf Englisch)

    Chinas vertieftes Engagement in Ostmitteleuropa

    Langsam, aber stetig erweitert China sein Engagement in Ostmitteleuropa. Sicher ist, dass Peking die Region als Zugangskanal für die westeuropäischen Märkte betrachtet. Die Vertiefung eines Handelsdreiecks zwischen China, Deutschland und ostmitteleuropäischen Staaten, vorwiegend den Visegrad-Ländern, birgt die Gefahr, dass einige EU-Länder ökonomisch aus dem Blickfeld geraten. Deutschland muss dabei die Balance zwischen nationalem Interesse und europäischem Zusammenhalt halten.

Veranstaltungen

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