Deutscher Nationalstolz – ein schwindendes Tabu?

Patriotische Perspektiven und ihre Implikationen für Deutschlands Rolle in der EU

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Kooperation mit dem Open Society European Policy Institute (OSEPI) und d|part – Think Tank für Politische Partizipation

Im Vorfeld der Europawahlen im Mai 2019 wird die Rolle des Nationalstaats im Verhältnis zur Europäischen Union kontrovers diskutiert. Einige Staats- und Regierungschef, wie der französische Präsident Emmanuel Macron, sehen die Zukunft der EU in engerer Integration. Andere, wie Ungarns Premierminister Victor Orbán, setzen auf eine Stärkung der Mitgliedsstaaten und der nationalen Souveränität. Während patriotische Perspektiven und eine emotionale Bindung zum Staat in vielen Ländern offen diskutiert werden, werden Formen von Nationalstolz in Deutschland vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte von vielen nach wie vor skeptisch betrachtet.

Anhand der neuen Studie Voices on Values http://voicesonvalues.dpart.org/ von OSEPI und d|part, für die 6.000 Menschen in sechs Ländern befragt wurden, diskutieren wir, wie Menschen in Deutschland über das Thema Nationalstolz denken. Im Fokus steht, ob sie das Konzept grundlegend ablehnen oder befürworten und mit welchen sozio-politischen Dimensionen es gegebenenfalls aufgeladen ist. Wir fragen, ob Nationalstolz zwangsläufig die Ablehnung offener Gesellschaftswerte und internationaler Perspektiven impliziert und welche Auswirkungen dies möglicherweise auf die europäische Debatte hat. Die Studie setzt sich zudem mit der Frage auseinander, ob politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger und die organisierte Zivilgesellschaft diese Einstellungen richtig einschätzen können.

Nach einer Einführung von Heather Grabbe, Direktorin des Open Society European Policy Institute (OSEPI), präsentieren Luuk Molthof und Magali Mohr (d|part) die Studie. Jana Puglierin (DGAP) gibt einen Impuls zu den Ergebnissen und ihren Implikationen für die Europawahl.

Podiusmdiskussion:

Dr. Jana Puglierin
Leiterin, Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische Zukunftsfragen (DGAP)

Thea Dorn
Autorin von „deutsch nicht dumpf: Ein Leitfaden für aufgeklärte Patrioten“

Selmin Çalışkan
OSF Berlin

Christine Hoffmann
Stellvertretende Leiterin Hauptstadtbüro, Der Spiegel 

Jan Eichhorn
Forschungsdirektor von d|part

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt (mit simultaner englischer Übersetzung).

Datum
19 Februar 2019
Uhrzeit
-
Ort der Veranstaltung

DGAP
Berlin
Deutschland

Einladungstyp
Nur für geladene Gäste
Diskussion
Zielgruppe
Program Event
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