21. September 2021

Kira Vinke leitet das neue DGAP-Zentrum für Klima und Außenpolitik

Die Klimakrisenexpertin ist Ko-Vorsitzende des Beirats der Bundesregierung Zivile Krisenprävention und Friedensförderung. Sie forscht parallel weiterhin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), wo sie bereits zuvor tätig war.

Dr. Kira Vinke ist Leiterin des neu gegründeten Zentrums für Klima- und Außenpolitik der DGAP. Das Zentrum, das vom SUN Institute Environment & Sustainability für die nächsten fünf Jahre finanziert wird, ist eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden interdisziplinären Programmen, mit denen die DGAP außenpolitische Debatten im Land anstoßen möchte.

Als Wissenschaftlerin wird sie auch weiterhin dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) verbunden sein, wo sie vor ihrem Wechsel zur DGAP das Projekt „East Africa Peru India Climate Capacities“ (EPICC) leitete.

Zu Vinkes Fachgebieten gehören Klimamigration, zivile Krisenprävention und die Auswirkungen des Klimas auf die menschliche Entwicklung und gewaltsame Konflikte, insbesondere in Südasien, dem Pazifik und der Sahelzone, wo sie in den vergangenen Jahren Feldforschung betrieben hat. In ihrer neuen Position wird sie interdisziplinäre Forschung betreiben und den wissenschaftlichen Austausch über die außenpolitischen Auswirkungen des Klimawandels fördern. Thematische Schwerpunkte des Zentrums sind die Auswirkungen der Klimafolgen auf Migration und Sicherheit sowie die Schnittstelle von Klimapolitik und Geoökonomie.

„Wir freuen uns sehr, dass Kira Vinke ihr fundiertes Wissen zu Klimawandel und Krisenprävention in die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik einbringt und damit die Expertise der DGAP zu den weitreichenden Auswirkungen der Klimafolgen auf unterschiedliche gesellschaftliche Systeme stärkt“, sagte DGAP-Direktorin Cathryn Clüver Ashbrook. „Deutschland muss eine führende Rolle bei der Gestaltung des Diskurses und der politischen Praxis in der Außen- und Klimapolitik einnehmen. Das Land braucht dringend eine vernetzte Politik in diesen Bereichen. Kira Vinke wird innovative Arbeit leisten, um mit ihrem Team Vorschläge zu erarbeiten, wie außenpolitische Instrumente zur Eindämmung des Fortschreitens und der Auswirkungen des Klimawandels am besten eingesetzt werden können – für Deutschland, Europa und gegenüber internationalen Partnern.“

Kira Vinke war bis 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin des PIK-Direktors tätig. In dieser Funktion arbeitete sie von 2014 bis 2016 als Analystin für den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Ihre Expertise stellte sie zudem als Beraterin für die Deutsche Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit (GIZ) und die Asiatische Entwicklungsbank zur Verfügung.

Ihre Dissertation (bewertet mit Summa cum laude) schloss sie an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema Klimawandel und Migration abgeschlossen. Gefördert wurde diese von der Studienstiftung des deutschen Volkes. Für ihre Dissertation erhielt sie den „Potsdamer Nachwuchswissenschaftler-Preis“ der Stadt Potsdam.

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