Schwierige Kooperation

Amerikanische und europäische Nachrichtendienste im Umbruch

26.09.2011 | 12:30 - 14:00 | DGAP | Nur für geladene Gäste

Studiengruppen und Task Forces

Kategorie: Sicherheitspolitik

Die technischen Anforderungen an die nachrichtendienstliche Arbeit steigen. Eine Herausforderung besteht auch darin, eine weltumspannende Präsenz aufrecht zu erhalten. So setzen amerikanische Dienste über die Hälfte ihrer Ressourcen im Nahen und Mittleren Osten und in Afghanistan und Pakistan ein. Prof. Joseph Wippl (Boston University) sprach dazu im DGAP-Gesprächskreis Transatlantische Beziehungen.

Die Rolle der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit als Teil der transatlantischen Beziehungen wird viel zu selten behandelt! Mit diesem Satz eröffnet Prof. Joseph Wippl (Boston University) seinen Beitrag zur Sitzung des DGAP-Gesprächskreises Transatlantische Beziehungen am 26. September 2011 im Internationalen Club des Auswärtigen Amts. Unter dem Vorsitz von Karsten D. Voigt wurden aktuelle Fragen der Zusammenarbeit europäischer und amerikanischer Nachrichtendienste diskutiert.

Mehr und mehr entwickeln sich verdeckte Operationen zum Kerngeschäft der Geheimdienste. Die Einsätze unbemannter Drohnen zur Aufklärung und zum Kampf, wie in Afghanistan und Pakistan, sind beispielhaft für diese Entwicklung. Außerdem wächst der technische Anteil der Nachrichtengewinnung deutlich, was sich in höheren Beschaffungskosten für die Ausrüstung der Dienste niederschlägt.

Etwa 80 Mrd. USD wenden die USA für die Nachrichtendienste jährlich auf. Mehr als die Hälfte der US-Geheimdienstressourcen werden dabei zur Zeit für die Arbeit in Afghanistan, Pakistan, Iran und Irak genutzt. Um den Rest der Welt nicht zu vernachlässigen, riet Wippl zu mehr multilateraler Kooperation, was allerdings in diesem sensiblen Bereich staatlichen Handelns nur schwer umsetzbar ist.

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