Prioritäten setzen, Lasten teilen

Der Aufstieg Chinas erfordert von den USA ein sicherheitspolitisches Umdenken

19.09.2011 | 12:30 - 14:00 | DGAP | Nur für geladene Gäste

Studiengruppen und Task Forces

Kategorie: China, Sicherheitspolitik

Sind die USA in der Lage, sich schnell genug den neuen sicherheitspolitischen Bedingungen anzupassen? Die angestammte Rolle der USA wird heute vielfach herausgefordert. Das Land steckt tief in wirtschaftlichen Problemen, mit China wächst ein neuer Konkurrent heran. Im DGAP-Gesprächskreis Transatlantische Beziehungen plädierte Prof. Stephen Walt (Harvard University) für ein neues Konzept der Interessenwahrnehmung und Machtprojektion.

Transatlantische sicherheitspolitische Zusammenarbeit ist heute für die USA wichtiger denn je, so das Fazit der Sitzung des DGAP-Gesprächskreises Transatlantische Beziehungen mit Prof. Stephen Walt (Harvard University).

Der Niedergang der USA wurde bereits in der Zeit der Sputnik-Krise beschworen. Chinas Aufstieg bedeutet nun eine neue, ungleich größere Herausforderung. Um ihre machtpolitische Stellung zu wahren müssten die USA ein neues Konzept der Interessenwahrnehmung und Machtprojektion erarbeiten, so Walt. Nach dem Ende der kurzen unipolaren Phase könnten die USA nicht länger in allen Weltregionen die gleiche militärische Präsenz zeigen und ihre Ausgaben dafür auf einem derart hohen Niveau halten.

Die Zeichen stehen daher auf Kooperation. Washington wird seine regionalen Partner in Europa, Asien und Nahost künftig zu einer stärkeren Lastenteilung anhalten. Langfristig müssen die Vereinigten Staaten vor allem den Strukturwandel ihrer Wirtschaft bewältigen, um Wohlstand und Sicherheit des Landes zu wahren. Entscheidend sei, so Walt, ob die USA in der Lage seien, sich schnell genug den neuen Bedingungen anzupassen.

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