Offene Vorwahlen der Parti Socialiste in Frankreich

Ein politisches Experiment

21.11.2011 | 18:00 - 19:30 | Friedrich-Ebert-Stiftung Hiroshimastraße 17 Berlin 10785 | Nur für geladene Gäste

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Nach drei verlorenen Präsidentschaftswahlen und einer tiefen innerparteilichen Krise, beschloss die Parti Socialiste erstmals in der Geschichte Frankreichs offene Vorwahlen durchzuführen, um die Kandidatin bzw. den Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 2012 zu ermitteln. Knapp 2,8 Millionen Wahlberechtigte haben an den Primärwahlen im Oktober teilgenommen, aus denen der ehemalige Parteivorsitzende François Hollande als klarer Sieger hervorging.

Diese Vorwahlen werden in Frankreich als Erfolg gefeiert, weil sie viele Wähler/innen mobilisieren konnten, die Medien diesem Verfahren große Aufmerksamkeit schenkten und Umfrageergebnisse zeigen, dass sich eine Mehrheit der Franzosen für diese Methode der Kandidatenwahl aussprechen.

Welchen Einfluss haben die Vorwahlen auf die zukünftige Parteiorganisation? Kann diese Form der Bürgerbeteiligung die Partei nachhaltig erneuern? Sind die offenen Vorwahlen ein positives Beispiel für andere Parteien in Frankreich und weitere Länder?

Diskussion mit:         

Laurent Bouvet, Professor für Politikwissenschaften an der Université de Versailles; Direktor des Arbeitskreises „Observatoire de la social-démocratie“ der Stiftung Jean-Jaurès, Paris

Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD, MdB, Berlin

Henri Rey, Forschungsdirektor am Zentrum für Politikforschung (CEVIPOF), Sciences Po, Paris

Michaela Wiegel, FAZ-Korrespondentin, Paris

Moderation:            

Vito Cecere, Auswärtiges Amt

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