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30. Dez. 2025

Die Europäische Union und Russland

Dr. Mario Baumann
Flagge Russlands und Flagge der Europäischen Union an einer alten beschädigten Mauer
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Seit Russlands Vollinvasion der Ukraine bezeichnet die Europäische Union (EU) ihre Russlandpolitik selbst als „Ansatz in Kriegszeiten“ („war-time approach“), um die tiefgreifende Zäsur, die dieser Akt für die Beziehungen der Union zu Russland darstellt, hervorzuheben. Im dritten Kriegsjahr war diese Politik maßgeblich geprägt von einer neuen Kommission, erneut unter der Führung von Ursula von der Leyen, sowie der radikalen Kehrtwende in der US-amerikanischen Ukraine- und Russlandpolitik mit Donald Trumps Amtsantritt im Januar 2025.

Der Ansatz der EU gegenüber Russland ruht auf sechs Säulen. An vorderster Stelle steht die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland sowie eine umfassende Sanktionspolitik mit dem Ziel, die russische Wirtschaft durch das Abschneiden von kritischen Technologien und Märkten zu schwächen und somit Russlands Kriegsfähigkeit einzuschränken. Weitere Elemente sind die Unterstützung von Staaten in der östlichen Nachbarschaft, die Isolation Russlands in internationalen Gremien, wie dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Stärkung der eigenen Resilienz, zum Beispiel gegen hybride Angriffe oder Abhängigkeiten im Energiesektor, sowie die Unterstützung der russischen Zivilgesellschaft, unabhängiger Medien und der Opposition.

Den kompletten Text können Sie hier nachlesen. 

Bibliografische Angaben

Baumann, Mario. “Die Europäische Union und Russland.” December 2025.

Dieser Ausschnitt stammt aus dem Kapitel „Die Europäische Union und Russland“ im Jahrbuch der Europäischen Integration 2025, erschienen am 30.12.2025.

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