Die Kunst des Verhandelns – Diplomatie im 21. Jahrhundert

Staaten werden durch ihre Botschaften vertreten, Diplomaten handeln im Auftrag ihrer Regierungen. Dafür gelten international anerkannte Regeln, die sich über lange Zeit bewährt haben. Sie sichern den respektvollen, gleichberechtigten Umgang der Staaten miteinander. Das gilt auch, wenn es Streit gibt und Probleme zu lösen sind – wie in der aktuellen Corona-Krise.

Soweit die Theorie – aber wie funktioniert es in der Praxis? Im Zeitalter von Twitter und Co. befindet sich auch die Diplomatie in einem rasanten Wandel. Alte Formate der Streitschlichtung sind womöglich nicht mehr zeitgemäß. Die Digitalisierung wirkt sich auf den Umgang der Staaten miteinander aus. Wie verhält man sich „diplomatisch“, wenn Konflikte ausgetragen werden? Darf ein Botschafter eine eigene Meinung haben oder wird ihm jeder Satz vorgeschrieben?

Aus Anlass des 150. Gründungstages des Auswärtigen Amts diskutierte rbb-Moderator Dietmar Ringel mit folgenden Gästen:

Rainer Rudolph, Senior Fellow, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

Sarah Brockmeier, Research Fellow beim Global Public Policy Institute (GPPi) und Buchautorin

Thomas Matussek, ehemaliger deutscher Botschafter bei der UNO, im Vereinigten Königreich und Indien

Wegen der hohen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus wurde die Diskussion ohne Publikum im Haus des Rundfunks aufgezeichnet.

Hier können Sie die Diskussion auf rbb Inforadio nachhören.