Intelligent verteidigen

Die Europäer sollten amerikanische Forderungen nach höheren Militärausgaben als Chance begreifen

22. February 2017 - 0:00 | von Christian Mölling

Süddeutsche Zeitung, 21. Februar 2017

Kategorie: Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen, Internationale Politik/Beziehungen

Die USA fordern konkret, dass die Europäer mehr für ihre Verteidigung zahlen. Christian Mölling schreibt hierzu in der Süddeutschen Zeitung, weshalb das Zwei-Prozent-Ziel der NATO rein analytisch Unsinn ist: „Es misst nur, was Staaten für ihre Armeen ausgeben, aber nicht, wie viel Schlagkraft sie dafür bekommen.“

© Reuters/Francois Lenoir

Europäische Verteidigungsministerinnen bei einem NATO-Treffen in Brüssel: Roberta Pinotti (Italien), Jeanine Hennis-Plasschaert (Niederlande), Ursula von der Leyen (Deutschland), Maria Dolores de Cospedal (Spanien) und Ine Marie Eriksen Soreide (Norwegen). 15. Februar 2017.

Trotzdem müsse Europa liefern: Die ausgehöhlten Armeen der Europäer können wichtige Aufgaben nicht ohne Hilfe der USA bewältigen, kurz- und mittelfristig kann Europa seine Sicherheit ohne die USA nicht garantieren.

Denn Europas Armeen sind „auf Bonsai-Format“ geschrumpft: „Alles dran, aber viel zu klein, um militärisch schlagkräftig zu sein.“ So gilt es vor allem, gemeinsam zu investieren und keinen nationalen Träumen nachzuhängen. Und effizientere Ausgaben sind letztendlich im Eigeninteresse der Europäer – auch, weil nicht klar ist, ob sie sich künftig auf die USA werden verlassen können. Deutschland könnte hier die Initiative zur Aufstellung einer Europa-Division ergreifen.

Lesen Sie den kompletten Artikel auf www.sueddeutsche.de.

 
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