Iran bereit zu bilateralen Gesprächen über Nuklearprogramm?

Außenminister Ali Akbar Salehi hält Rede in der DGAP

04.02.2013 | 12:30 - 14:00 | DGAP Berlin | Nur für geladene Gäste

Diskussion

Kategorie: Iran, Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

Der Iran ist angeblich bereit, unter bestimmten Bedingungen bilaterale Gespräche über sein Nuklearprogramm mit den USA aufzunehmen. Das bekräftigte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi bei seiner Rede in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin, wie bereits tags zuvor im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz.

Irans Außenminister Ali Akbar Salehi am 4. Februar 2013 in der DGAP

Allein schon die religiösen Grundsätze würden dem Land den Besitz von Massenvernichtungswaffen verbieten. Salehi bezog sich auf eine entsprechende Fatwa des obersten religiösen Führers Ayatollah Khamenei, die das Land bereit sei zu „säkularisieren“ und eine „rechtlich bindende Garantie dafür zu geben, dass sich Iran niemals der nicht-friedlichen Nutzung von Nuklearenergie widmen wird“, sagte Salehi. Problematisch sei allerdings, dass beide Seiten das Vertrauen ineinander verloren hätten.

Auf die Frage, wie er sich diesen Vertrauensverlust in den Iran erkläre, sagte Salehi:„Das Misstrauen resultiert nicht aus der Nuklearfrage. Es resultiert aus dem Fakt, dass die USA fälschlicherweise denken, dass unsere eigene politische Vision im Widerspruch zu ihren Interessen steht – aber das ist nicht der Fall.“ Tatsächlich gebe es nur eine bedeutende Differenz zwischen dem Iran und den USA. „Und das ist unsere Haltung zurPalästinafrage”, sagte Salehi.

Dem Vortrag folgte eine kritische Diskussion, moderiert von Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift Internationale Politik (IP). Anbei stellen wir Ihnen die Audiomitschnitte von Rede und Diskussion zur Verfügung.

Rede von Irans Außenminister Ali Akbar Salehi

04.02.2013 | von DGAP | Länge: 36:9

Diskussion mit Irans Außenminister Ali Akbar Salehi

04.02.2013 | von DGAP | Länge: 41:45

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