„Stärker, fairer und tödlicher“ soll die NATO nach dem Willen ihres neuen Generalsekretärs Mark Rutte werden. Auf dem NATO-Gipfel im Juni wird dieses Ziel in konkrete Pläne umgesetzt, militärisch und finanziell. Dafür sollen die Mitgliedsstaaten bis zu 5 Prozent ihres BIP für Verteidigung auszugeben. Auch ein massiver Ausbau der Streitkräfte steht auf der Agenda. Alles auf das Ziel ausgerichtet, einen möglichen russischen Angriff abzuwehren. Und darauf, die USA als größtes NATO-Mitglied zu halten.
Die EU und Deutschland wollen da mitziehen: mit umfangreichen Aufrüstungsplänen bei Waffen und Streitkräften – inklusive einer möglichen Rückkehr zur Wehrpflicht. Wir diskutieren über Chancen und Risiken des massiven Kraftakts Aufrüstung im rbb24 Inforadio Forum. Vor allem geht es um die künftige strategische Rolle Europas in der NATO, europäische Eigenständigkeit gegenüber den USA und die sicherheitspolitischen Folgen für Deutschland.
Auf dem Podium:
Henning Otte, MdB (CDU)
Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages
Dietmar Bartsch, MdB (Die Linke)
Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages
Heinrich Brauß
Generalleutnant a.D. der Bundeswehr, Senior Associate Fellow bei der DGAP
Sabine Fischer
Senior Fellow, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Moderation: Sandra Schwarte
rbb24 Inforadio