Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Alter und neuer Jahrgang des Goerdeler-Kollegs für Good Governance treffen sich in Mittenwalde

4. October 2017 - 0:00

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Am 8. September beging das Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg für Good Governance seinen feierlichen Abschluss für den Kollegjahrgang 2016/2017 mit der jährlichen Projektmesse in Mittenwalde (Brandenburg). Während für den ausscheidenden Jahrgang ein intensives Jahr zu Ende ging, markierte die Veranstaltung für den neuen Jahrgang 2017/2018 den Auftakt des neuen Kollegjahres.

©DGAP/Stephan Röhl

„Ein Goerdeler-Kollegiat zu sein, bedeutet ein moderner Held zu sein: Eingefahrene Muster zu unterbrechen, mit Widerständen umzugehen, gemeinsam mit anderen gesellschaftliche Transformation praktisch umzusetzen.“ Mit diesen Worten verabschiedte das Goerdeler-Kolleg seinen letztjährigen Kollegjahrgang. Die Kollegiatinnen und Kollegiaten präsentierten auf der Projektmesse ihre Good Governance-Projekte, die sie in ihren Ländern im Kollegjahr durchgeführt hatten. 

Die Good Governance-Projekte im Goerdeler-Kolleg behandeln traditionell eine große Bandbreite von Themen. In diesem Jahr ging es beispielsweise um eine Erhöhung der Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen in der Republik Moldau, eine größere Bürgerbeteiligung in der Planung regionaler Entwicklungsprogramme in der Ukraine, die Einführung eines modernen Beschwerdemanagements in der öffentlichen Verwaltung Aserbaidschans oder eine Informationskampagne zur Tätigkeit der Wettbewerbsbehörde Georgiens. Die Vielfalt der Projekte spiegelt die Vielfalt an Herausforderungen wieder, der sich Transformationsgesellschaften gegenüber sehen – aber auch die Kreativität und das Engagement der nächsten Generation von Führungskräften, die für die Welt von morgen Verantwortung übernehmen will.

Traditionellerweise treffen sich auf der Projektmesse, die das Kollegjahr abschließt, der alte und der neue Kollegjahrgang. Während der Seminarwoche außerhalb von Berlin bieten sich viele Gespächsmöglichkeiten und ein wertvoller Erfahrungsaustausch für die Kollegiatinnen und Kollegiaten. Für den neuen Jahrgang, der aus 20 Kollegiatinnen und Kollegiaten besteht, bedeutet dies aber nur den Anfang eines intensiven dreiwöchigen Programms, in dem sie sich mit verschiedenen Facetten von Good Governance auseinandersetzten, Trainings zu Projektmanagement sowie ein begleitendes Projektcoaching Projektcoaching erhalten und an ihren Projektideen feilen können.

Das Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg ist ein einjähriges berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Es qualifiziert junge engagierte Führungskräfte aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, Russland, Serbien, der Türkei und der Ukraine für verantwortliches Handeln im öffentlichen Sektor (Verwaltung und gemeinnützige Organisationen) sowie in der Wirtschaft. Im Laufe des Kollegjahres nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an drei Seminaren in Deutschland und in Europa teil, hospitieren bei deutschen Organisationen, erhalten individuelles Coaching und setzen ein eigenes Good Governance-Projekt in ihrem Heimatland um. Dabei vertiefen sie ihr Wissen über politische Zusammenhänge und transsektorale Zusammenarbeit. Themen des Kollegs sind u.a. Demokratie und Partizipation, Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung, nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility. Prof. Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission a.D., begleitet die Kollegiat/innen als Kollegdirektor.

Ansprechpartner

  • Anna Quirin

    Anna Quirin

    Programmmitarbeiterin, Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien
    quirin@dgap.org

  • Claire Luzia Leifert

    Claire Luzia Leifert

    Programmmitarbeiterin, Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien
    leifert@dgap.org

 
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