„Wir wollen die Bürger zu einem eigenen Urteil befähigen“

9. Kollegtag des Diplomatenkollegs in Berlin

Mit Joachim Förster, Leiter der Abteilung Auskunft in der Stasiunterlagen-Behörde, diskutierten die Diplomatinnen und Diplomaten über Diktaturerfahrungen im östlichen Teil Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Wie die Behörde zur Aufarbeitung der einstigen kommunistischen Strukturen beiträgt, davon konnten sich die Teilnehmer zudem bei einer Führung durch das Archiv ein Bild machen.

Viele Akten und Beweisstücke für die Arbeit des Staatssicherheitsdienstes wurden beim Untergang der DDR zerstört. Bei einem Besuch des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik lernten die Kollegiaten ein weltweit einmaliges Verfahren kennen, mit dem diese Papiere einscannen und virtuell wieder zusammensetzen lassen.

Um allgemeine Fragen der politischen Bildung in Deutschland ging es im Gespräch mit Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung. „Mit unserer Arbeit“, so Krüger, „wollen wir die Bürger zu einem eigenen Urteil befähigen“.

Dieses Thema wurde im Expertengespräch mit Vertretern aller politischen Stiftungen in Deutschland weiter vertieft. Im Mittelpunkt der Diskussion standen das Selbstverständnis der Stiftungen, ihre Unabhängigkeit gegenüber Parteien und Projekte im Ausland.

Das Diplomatenkolleg ist ein Weiterbildungsangebot des Auswärtigen Amts und der Robert Bosch Stiftung, das sich an junge, in Deutschland akkreditierte Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa, dem Südkaukasus, Zentralasien und China richtet. Das Diplomatenkolleg wird mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) durchgeführt.

 

 

 

Datum
31 Mai 2012
Uhrzeit
-
Einladungstyp
Nur für geladene Gäste
Zielgruppe
Think Tank Event

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