Mit Beginn von Russlands Krieg gegen die Ukraine sind Sicherheit und Verteidigung auch ins Zentrum deutscher und europäischer Politik gerückt. Zusätzliche Dringlichkeit hat das Thema dadurch bekommen, dass die USA unter Trump kein verlässlicher Partner mehr sind. Im Gegenteil, Trumps Abschied von der regelbasierten internationalen Ordnung sowie sein Denken in Einflusszonen und Machtpolitik erhöhen den Handlungsdruck. So ist auch Deutschland nach Jahrzehnten gezwungen, eine neue europäische Sicherheitsordnung mitzugestalten und seine Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen. Wie an die Stelle einer lange praktizierten Kultur der Zurückhaltung Entschlossenheit und sicherheitspolitischer Gestaltungswille treten können, möchten wir mit unserem Gast Ekkehard Brose, Botschafter a.D., diskutieren.
Referent:
Ekkehard Brose arbeitete vier Jahrzehnte im Dienst der deutschen Diplomatie, u. a. an den deutschen Botschaften in Moskau, Washington und Brüssel/NATO. Er vertrat die Bundesrepublik Deutschland von 2014 bis 2016 als Botschafter im Irak und war bis 2023 Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin. 2025 veröffentlichte er das autobiografisch inspirierte Buch „Szenenwechsel. Deutschlands langer Abschied von der Seitenlinie“.
Moderation:
Dr. Marc Uhlarz, Leiter des DGAP-Regionalforums Sachsen.
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