Die Türkei ist ein wichtiger NATO-Partner – allerdings verfolgt sie klare eigene Interessen. Als Gastgeberin des NATO-Gipfels am 7./8. Juli in Ankara erhofft sich das Land eine Aufwertung im Verhältnis zu den USA und eine stärkere geostrategische Rolle. Die Regierung Erdoğan setzt auf „Hard Power“ und plädiert für militärischen und wirtschaftlichen Druck gegenüber Gegnern. Eine NATO, die Stärke demonstrieren will, ist auf die Türkei angewiesen – nicht zuletzt wegen ihrer zweitgrößten Armee im Bündnis. Zugleich pflegt die Türkei enge Kontakte zu Moskau, tritt im Ukraine-Krieg als Vermittlerin auf und spielt auch im Konflikt mit dem Iran eine wichtige Rolle. Dennoch sorgen Konflikte mit Griechenland, ihre zeitweilige Blockade-Haltung beim NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens sowie die Menschenrechtslage und der Umgang mit der Opposition im Land für Spannungen. Wie also sollte Europa mit der Türkei innerhalb der NATO umgehen? Darüber diskutiert Sascha Hingst kurz vor dem Gipfel im rbb24 Inforadio Forum – in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).
Panelist:innen:
Brigadegeneral a.D. Rainer Meyer zum Felde
Dr. Patrick Keller, Leiter des Zentrums für Sicherheit & Verteidigung und stellvertrender Forschungsdirektor, DGAP
Sofie Lilli Stoffel, Leiterin des Referats für Außen- und Sicherheitspolitik, Heinrich Böll Stiftung
Moderation:
Sascha Hingst, Fernsehmoderator und Journalist (rbb)
Im Anschluss laden wir Sie ein, bei einem Empfang miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an events@dgap.org.