11. März 2022

Bruegel-Direktor Guntram Wolff wechselt an die Spitze der DGAP

Guntram Wolff übernimmt zum 1. August 2022 das Amt des Direktors und CEO der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Der DGAP-Vorstand hat den Direktor des Forschungsinstituts Bruegel auf einstimmige Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats berufen.

Dr. Guntram Wolff ist Direktor des renommierten Bruegel Institut in Brüssel und lehrt, forscht und publiziert zu Themen der europäischen politischen Ökonomie und Governance, zu Klimawandel und Geoökonomie sowie zu Geld- und Fiskalpolitik. Die Brüsseler Denkfabrik Bruegel hat er als Direktor seit 2013 zu einem weltweit führenden Think Tank entwickelt.

Zu seiner neuen Position als Direktor der DGAP sagt Guntram Wolff: „Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist es klar, dass die deutsche und europäische Außenpolitik vor massiven Veränderungen steht. Die DGAP spielt eine zentrale Rolle, die strategische Debatte in Deutschland zu prägen und Außen-, Europa-, Wirtschafts-, Klima-, Technologie- und Sicherheitspolitik zu verknüpfen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen politikrelevante Empfehlungen zu formulieren.“

DGAP-Präsident Tom Enders erklärt: „Mit Guntram B. Wolff bekommt die DGAP einen renommierten Ökonomen und erfahrenen Manager an ihre Spitze, der die Vernetzung von Entscheidungsträgern von Politik und Wirtschaft mit Think Tanks und gesellschaftlichen Stakeholdern vorantreibt und den Weg der DGAP zu einem international relevanten Think Tank fortführen wird. Sein Track Record bei Bruegel ist sehr beeindruckend. Mit ihm wollen wir Rolle und Bedeutung der DGAP als einer führenden außenpolitischen Einrichtung in Europa weiter ausbauen.”

Seit 2013 spricht Guntram Wolff regelmäßig bei den informellen Treffen der EU-Finanzminister und Zentralbankgouverneure (ECOFIN). Er lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Brüssel als Teilzeitprofessor, war zuvor an der Universität Pittsburgh und hält regelmäßig Vorträge auf wissenschaftlichen Konferenzen, an Universitäten, in Unternehmensvorständen und bei zivilgesellschaftlichen Foren. Seine Arbeiten wurden in wissenschaftlichen Fachzeitschriften wie Nature, Journal of European Public Policy, Journal of Money, Credit, and Banking, European Journal of Political Economy, Energy Policy und Foreign Affairs publiziert. Das Magazin Business Insider zählte Wolff 2020 zu den 28 einflussreichsten „Power Playern“ in Europa.

Im Jahr 2021 wurde er in das unabhängige G20-Gremium für die Finanzierung von Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion berufen. Im Jahr 2018 berief die damalige geschäftsführende Direktorin des IWF, Christine Lagarde, Wolff in die externe Beratergruppe für Überwachung, um die Prioritäten des Fonds zu überprüfen. Zuvor war er von 2012 bis 2016 Mitglied des französischen Sachverständigenrats „Conseil d'Analyse Economique“ des Premierministers.

Wolff kam von der Europäischen Kommission zu Bruegel, wo er sich mit der Makroökonomie des Euroraums und der Reform der Eurozonen Governance befasste. Seine berufliche Karriere begann er in der Forschungsabteilung der Deutschen Bundesbank, wo er nach Abschluss seiner Promotion in Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn eintrat.

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