Gerade jetzt: EU-Erweiterung nach dem Brexit

Abschlussseminar des TRAIN 2016-Programms in Brüssel

06.11.2016 - 10.11.2016 | 09:00 - 18:00 | Brüssel | Nur für geladene Gäste

Kategorie: Balkan, Staat und Gesellschaft

In den letzten Monaten hat der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU die Debatten bestimmt. Ungeachtet dessen streben die Staaten des Westlichen Balkans an, möglichst bald der EU beizutreten; eine klare EU-Perspektive ist die Bedingung für eine nachhaltige Demokratisierung der Region. Mit dem Ziel, Bewusstsein für den Reformprozess in ihren Ländern zu schaffen, präsentierten Think-Tank-Vertreter aus der Region vom 6.-10. November 2016 ihre Forschungsergebnisse in Brüssel.

Das Seminar in Brüssel bildete den Abschluss des diesjährigen TRAIN-Programms. Unter dem Leitthema Grundrechte/„Fundamental Rights“ forschten die zwölf Teilnehmenden aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Serbien ein Jahr lang zu Themen, die für die EU-Integration ihrer Länder zentral sind, darunter z. B. die Gleichberechtigung der Geschlechter, Meinungsfreiheit und Korruptionsbekämpfung. Nach Workshops und Gesprächen in Belgrad und Berlin diskutierten die Think-Tank-Vertreter ihre Ergebnisse auf europäischer Ebene mit Entscheidungsträgern in Brüssel.

Neben Treffen in der Europäischen Kommission, dem Rat der EU und mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments besuchte die Gruppe die Deutsche Ständige Vertretung bei der EU. Während einer gemeinsam mit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) organisierten Diskussionsveranstaltung kamen die Teilnehmenden ins Gespräch mit Brüsseler Politik-Analysten – zentrales Thema war, wie man die derzeitige Stagnation im EU-Erweiterungsprozess überwinden kann. Ein Höhepunkt des Seminars war die Teilnahme an einem Treffen des Auswärtigen Ausschusses im Europäischen Parlament: Hier präsentierte Johannes Hahn, EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik, die diesjährigen Fortschrittsberichte.

TRAIN steht für „Think Tanks Providing Research and Advice through Interaction and Networking“ und richtet sich an unabhängige Politikforschungsinstitute aus dem Westlichen Balkan. Das Programm hat zum Ziel, einen Beitrag zur Unterstützung der Zivilgesellschaft zu leisten und den nationalen und europäischen Politikdialog zu zentralen Themen des EU-Integrationsprozesses zu stärken.

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