„Ich bin überzeugter Föderalist“

Das Diplomatenkolleg in Rheinland-Pfalz und Hessen

26.01.2012 - 27.01.2012 | 09:00 - 18:00 | | Nur für geladene Gäste

Kategorie: Deutschland

„Ich bin überzeugter Föderalist“ – mit diesen Worten brachte Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, seine Einschätzung der Bedeutung regionaler Autonomie auf den Punkt. Die Besonderheiten des deutschen Föderalismus waren eins der Themen der Studienreise des 7. Diplomatenkollegs nach Rheinland-Pfalz und Hessen.

Zum Auftakt der Exkursion besuchten die Diplomatinnen und Diplomaten zunächst die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Neben den allgemeinen Aufgaben und dem Selbstverständnis der Organisation war auch die Arbeit in den Heimatländern der Programmteilnehmer Thema der Diskussion.

Anschließend traf Kurt Beck die Gruppe zu einem Gespräch in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei und gab offen Auskunft über regionale, aber auch bundespolitische Themen. Um die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Unabhängigkeit der Medien ging es am Nachmittag bei einem Treffen mit Theo Koll, Leiter der Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen beim ZDF. Zum Abschluss des Tages besuchten die Teilnehmer des Diplomatenkollegs die Sektkellerei Henkell & Co, wo sie mehr über die Bedeutung des Weinanbaus für die Region und die Struktur des weltweit tätigen Konzerns erfuhren.

Am zweiten Tag der Exkursion stand das Thema Finanzen im Vordergrund. Bei Besuchen bei der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Börse diskutierte die Gruppe Ursachen der Euro-Finanzkrise sowie Strategien der Krisenbewältigung. Bei einem Treffen in der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ging es vor allem um die wichtigsten Instrumente der bilateralen finanziellen Zusammenarbeit und konkrete Projektbeispiele.

Das Diplomatenkolleg ist ein Weiterbildungsangebot des Auswärtigen Amts und der Robert Bosch Stiftung, welches sich an junge, in Deutschland akkreditierte Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa, dem Südkaukasus, Zentralasien und China richtet. Das Diplomatenkolleg wird mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) durchgeführt.

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