Perspektiven für Europa und Russland

Lesung mit Eberhard Sandschneider und Alexander Rahr in der Bibliothek der DGAP im Rahmen der bundesweiten Bibliothekswoche

24.10.2011 | 18:00 - 20:30 | DGAP | Nur für geladene Gäste

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Immer höhere Summen zur Stabilisierung von Euroland, Generalstreik in Griechenland, Reformstau in Italien – Europa sorgt derzeit für negative Schlagzeilen. „Der erfolgreiche Abstieg Europas. Heute Macht abgeben, um morgen zu gewinnen“ heißt passend dazu das neue Buch von Eberhard Sandschneider. Am 24. Oktober 20011 präsentierte er in der Bibliothek der DGAP Auszüge aus seinem Werk. Alexander Rahr trug in der gemeinsamen Lesung aus seinem Buch „Der kalte Freund. Warum wir Russland brauchen“ vor.

Die Lesung ist eine Initiative der Bibliothek und Dokumentationsstelle der DGAP (BiDok) im Rahmen der bundesweiten Bibliothekswoche. Die BiDok ist eine der bedeutendsten öffentlichen Spezialbibliotheken zur Außen- und Sicherheitspolitik in Deutschland. Sie umfasst derzeit 250 Zeitschriften sowie 80.000 Bücher und elektronische Publikationen. Die vorgestellten Bücher gehören ebenfalls zum Bestand.

„Die Europäische Union muss pragmatischere Bündnisstrategien entwickeln, um gegenüber aufstrebenden Mächten wie China auch in Zukunft  ihren Wohlstand und weltpolitischen Einfluss zu sichern,“ sagte Eberhard Sandschneider bei der Vorstellung seines Buches. Es sei deshalb klüger, wenn europäische Außenpolitiker stärker die wirtschaftspolitischen Interessen der Union zur Leitlinie ihres Handelns machten, statt auf die Anwendung vermeintlich gemeinsamer Werte zu pochen.

Auch Russland-Experte Rahr vertritt in seinem Buch die Ansicht, dass Brüssel wirtschaftlichen und energiepolitischen Aspekten einen höheren Stellenwert in der Außenpolitik einräumen sollte. Vor allem rohstoffreichen Ländern wie Russland werde im internationalen System immer mehr eine Schlüsselrolle zuwachsen. „Die EU darf nicht warten, bis Russland demokratischer wird. Wir müssen schon jetzt die Partnerschaft vertiefen, um auf der weltpolitischen Bühne gemeinsam zu agieren und damit ernst genommen zu werden“, sagte Rahr

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