14. März 2022

Krieg in der Ukraine

Informationen für unsere Alumni und Partner vor Ort sowie DGAP-Mitglieder, die helfen möchten

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik engagiert sich für eine nachhaltige deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik, die auf Demokratie, Frieden und Rechtsstaatlichkeit ausgerichtet ist. Diese Werte müssen angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine erst recht mit allen Mitteln verteidigt werden. Im Rahmen unserer langjährigen Arbeit zur Region haben wir ein Netzwerk von Partnern und Alumni in der Ukraine aufgebaut. Mit ihnen fühlen wir uns in diesen Zeiten besonders verbunden.

Informationen für unsere Alumni und Partner vor Ort sowie DGAP-Mitglieder, die helfen möchten

  • Mitglieder der DGAP, die sich für Betroffene engagieren möchten, laden wir dazu ein, die LinkedIn-Gruppe der DGAP zur Vernetzung untereinander zu nutzen.
  • Alumni des Carl Friedrich Goerdeler-Kollegs können sich an Claire Luzia Leifert (leifert@dgap.org) wenden.
  • Vom Krieg in der Ukraine betroffene Forschende können das Informationszentrum der DGAP nutzen. Rechercheanfragen können an iz@dgap.org gerichtet werden.
  • Unser langjähriger Partner und Alumniverein des Goerdeler-Kollegs, ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Ukraine aktiv und arbeitet dort mit über 80 Organisationen und 400 Einzelpersonen in den Bereichen Demokratie und Menschenrechte, Kunst und Kultur, (nicht-formale) Bildung und Medien zusammen. Seit Beginn des Krieges leistet MitOst e.V. mit dem "Ukraine Solidarity Fund" direkte Unterstützung über diese Partner in der Ukraine und in den Nachbarländern sowie europaweit für ukrainische Vertriebene. Eine Übersicht der Angebote von MitOst e.V. sowie weiterer Ressourcen für Betroffene z.B. zur Vermittlung von temporären Unterkünften für Geflüchtete, rechtliche und medizinische Unterstützung findet sich hier. MitOst e.V. freut sich über Spenden und Kooperationen zur Unterstützung der Arbeit in der Ukraine.

Liste der deutschen Institutionen, die Fördermittel für bedrohte Forscher:innen anbieten

Wissenschaftler:innen, die vom russischen Krieg gegen die Ukraine betroffen sind, möchten wir auf folgende deutsche Institutionen hinweisen, die Fördermittel für bedrohte Forscher:innen anbieten. Dies ist keine abschließende Liste - es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Wochen weitere Angebote von deutschen und internationalen Organisationen geschaffen werden:

  • Die Konrad-Adenauer-Stiftung bietet Stipendien für Geflüchtete an. Bewerben können sich Studierende und Doktorand:innen. Die Bewerbungsfristen sind in jedem Jahr der 15. Januar und der 15. Juli.
  • Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet Studierenden und Nachwuchsforschenden, die politische Geflüchtete sind, finanzielle Unterstützung in Form eines Solidaritätsfonds. Anträge können jederzeit gestellt werden.
  • Die Philipp-Schwartz-Initiative (Alexander von Humboldt-Stiftung) ermöglicht es Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, bedrohte ausländische Forschende für einen Zeitraum von 24 Monaten mit einem voll finanzierten Forschungsstipendium aufzunehmen.
  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt Fördermöglichkeiten für geflüchtete Wissenschaftler:innen zur Verfügung. Zu DFG-geförderten Forschungsprojekten können Ergänzungsanträge für geflüchtete und gefährdete Forschende gestellt werden, die über ein abgeschlossenes Studium verfügen. Außerdem können Förderungen beantragt werden, die eine Integration von Geflüchteten in ein Projekt ermöglichen. Anträge können jederzeit formlos eingereicht werden. Kontakte und Informationen für Flüchtlinge aus der Ukraine oder Russland finden Sie hier.
  • Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) weitet das laufende Fellowship-Programm, um Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Mittel- und Osteuropa (MOE) im Umwelt- und Naturschutz weiterzuqualifizieren, aus. Das Sonderprogramm ermöglicht dem ukrainischen wissenschaftlichen Nachwuchs einen sechs- bis zwölfmonatigen Aufenthalt bei deutschen Gastgeber-Institutionen. Dazu gehören Universitäten, Forschungseinrichtungen, Umwelt- und Naturschutzbehörden, Verbände und Nicht-Regierungsorganisationen.
  • Die Volkswagen-Stiftung bietet zwei Fördermöglichkeiten an: Stipendiat:innen können geflüchtete Forschende in ihre von der Stiftung geförderten Projekte integrieren (zusätzlich zu den bereits gewährten Stipendien). Darüber hinaus haben Wissenschaftler:innen, die in den letzten zehn Jahren von der Stiftung gefördert wurden, die Möglichkeit, bedrohte ausländische Forschende in ihre Förderung mit aufzunehmen. Die gefährdeten Kolleg:innen können für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren gefördert werden. Als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine bietet die Volkswagen-Stiftung nun eine spezielle Förderung für Wissenschaftler:innen an, die aus dem Land fliehen. Geflüchtete aus Afghanistan finden hier weitere Informationen.
  • Der Scholar Rescue Fund (IIE-SRF) unterstützt Gastaufenthalte von bedrohten Wissenschaftler:innen, damit diese ihre Arbeit an akademischen Partnereinrichtungen weltweit sicher fortsetzen können.
  • Scholars at Risk ist ein internationales Netzwerk von Institutionen und Einzelpersonen, deren Aufgabe es ist, Forschende zu schützen und die akademische Freiheit zu fördern.
  • Die Website #ScienceForUkraine bietet eine Übersicht von Fellowships, Stellenausschreibungen und Unterstützungsprogrammen für ukrainische Wissenschaftler:innen weltweit.

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