Archiv DGAP in den Medien

  • „Trump ist jemand, der sich überzeugen lässt“

    Interview mit Henning Riecke | 15. March 2017 - 0:00 | Münchner Merkur

    Henning Riecke geht davon aus, dass Angela Merkel gut vorbereitet in das Treffen mit Donald Trump geht, um ihn davon zu überzeugen die Zusammenarbeit fortzusetzen. Trump sei jemand, der zuhöre und sich überzeugen lasse. „Er ist bereit, alles auf den Prüfstand zu stellen, aber wenn er versteht, dass etwa die wirtschaftliche Kooperation mit uns sehr gesund ist für Amerika, wird er seine Kritik an Europa und Deutschland zurückfahren“, so Riecke.

  • Neuer Außenminister, neue Russlandpolitik?

    Kommentare von Stefan Meister | 9. March 2017 - 0:00 | Tagesschau.de

    Außenminister Sigmar Gabriel trifft Sergeij Lawrow und Präsident Wladimir Putin. Gabriel folgt Willy Brandts Ostpolitik mit „Wandel durch Annäherung“. Auch Frank-Walter Steinmeier folgte dieser Ausrichtung. Laut Stefan Meister, sei Steinmeier bezüglich Russland in den letzten zwei Jahren realistischer geworden. Ihm sei klar, dass Putin nicht an Modernisierung interessiert sei. Das System Putin sehe Europa eben nicht „als Modell für sich“ an, sondern es stellt einen „Problemnachbar“ dar.

  • Gemeinsamkeiten von Le Pen und Petry

    Kommentare von Claire Demesmay | 8. March 2017 - 0:00 | Deutschlandfunk

    Claire Demesmay identifiziert einige Gemeinsamkeiten zwischen AfD-Frau Frauke Petry und Marine Le Pen. Beide verkörperten eine Mischung aus Wertekonservatismus mit traditionellem Familienbild einerseits und Modernität andererseits. Es seien beide „Frauen, die arbeiten, die Karriere machen, die was erreichen wollen, und Kinder haben“, so Demesmay. Sie sieht darin die Mischung, die beide so erfolgreich mache oder machen könne.

  • Es bleibt spannend

    Diskussionsrunde mit Claire Demesmay | 8. March 2017 - 0:00 | Deutschlandfunk

    Laut Claire Demesmay verliert der konservative Präsidentschaftskandidat François Fillon durch seine Affären an Glaubwürdigkeit. Demesmay stellt die Frage, ob Fillon bei der Wahl nur seine Kernwählerschaft erreiche oder auch andere Wähler bekomme. Weiterhin schließt Demesmay nicht aus, dass Fillon dennoch ins Rennen geht und möglicherweise noch neuer Präsident Frankreichs wird. Nach Ansicht von Demesmay komme Le Pen klar in die Stichwahl um das Präsidentenamt.

  • Alle Zeichen auf Sieg für Macron?

    Interview mit Claire Demesmay | 3. March 2017 - 0:00 | WDR 5

    Macron stellte sein Programm vor, während bald ein Untersuchungsverfahren gegen Fillon eingeleitet wird und die Immunität von Marine Le Pen aufgehoben worden ist. Demesmay zögert, Macron bereits jetzt als möglichen Sieger der Wahl zu setzen. Bis zur Wahl könne noch viel passieren. Für Demesmay will Macron keinen radikalen Umbruch für das Land. Es sei eine Mischung aus liberalen Reformen und Maßnahmen für mehr soziale Gerechtigkeit. Macron plane zwar Reformen, aber sie seien nicht revolutionär.

  • Das richtige Maß finden

    3. March 2017 - 0:00

    Obwohl sich das Außenministerium, der Verfassungsschutz, der BND, mittlerweile alle mit Desinformation beschäftigen, fehle eine Koordination, was läuft alles. Meister sieht eine Tendenz, Russlands Einfluss zu überschätzen. „Während wir bis zum Lisa-Fall unterschätzt haben, was da läuft, glaube ich, überschätzen wir jetzt, was Russland alles macht und kann“, so Meister. Dadurch bestehe die Gefahr in eine Art Panikspirale, eine Angstspirale zu geraten: Angst, was alles manipuliert werden könnte.

  • Geringe Chancen für Le Pen

    Interview mit Claire Demesmay | 2. March 2017 - 0:00 | Deutschlandfunk

    Trotz der Ermittlungen gegen Francois Fillon kandidiert er weiterhin in der Präsidentschaftswahl. „Die Lage ist ernst, aber Fillon macht trotzdem weiter“, sagt Demesmay. Es bleibe spannend und es sei noch nicht absehbar, wie es sich weiter entwickle, da jeden Tag von einer neuen Überraschung auszugehen sei. Unter den derzeitigen Umständen erwartet Demesmay, dass Le Pen nicht gewinnt: „Die Chance oder die Wahrscheinlichkeit, dass Marine Le Pen Präsidentin wird, ist nach wie vor gering.“

  • Der Erlass von Putin

    Interview mit Wilfried Jilge | 27. February 2017 - 0:00 | Ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform

    Während der Münchner Sicherheitskonferenz hat der russische Präsident Putin einen Erlass herausgegeben, wonach Russland Dokumente der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ (DNR) und „Luhansker Volksrepublik“ (LNR) anerkennt. Wilfried Jilge kommentierte die Anerkennung von „DNR“/„LNR“-Dokumenten für die ukrainische Nachrichtenagentur „Ukrinform“ und betonte dabei die Bedeutung der Geschlossenheit der EU und der USA im Russland-Ukraine-Konflikt.

  • Moskau versucht, rote Linien zu verschieben

    Interview mit Wilfried Jilge | 27. February 2017 - 0:00 | Heute im Osten, MDR

    Per Dekret von Präsident Putin erkennt Russland Dokumente der selbst ernannten Donbasser Volksrepubliken an. Ein Motiv für das Dekret könnte sein, die amerikanische Administration unter Trump zu testen, wie sie darauf reagiert. „Oder man versucht, rote Linien zu verschieben, um die eigene Position zu verbessern“, solange die EU mit sich selbst beschäftigt sei und die USA ihre administrativen Posten für Osteuropa noch nicht besetzt hätten.

  • Russische Trump-Liebe schwindet

    Kommentare von Stefan Meister | 24. February 2017 - 0:00 | n-tv online

    In Moskau vor der Propaganda-Agentur Rossija Segodnja formierten sich erste Proteste gegen den Trump-Kult in den Medien. Stefan Meister erklärt, dass die Russen jetzt in der Realität angekommen seien. Nun werde deutlich, „dass Trump wie in jeder anderen Beziehung auch in der Russlandpolitik keinen Plan hat.“

  • Intelligent verteidigen

    Gastbeitrag von Christian Mölling | 22. February 2017 - 0:00 | Süddeutsche Zeitung

    Die USA erwarten, dass die Europäer zukünftig mehr für ihre Verteidigung ausgeben. Konkret sollen zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung investiert werden. Christian Mölling erklärt, dass dies rein analytisch Unsinn ist: „Es misst nur, was Staaten für ihre Armeen ausgeben, aber nicht, wie viel Schlagkraft sie dafür bekommen.“ Aber obwohl diese zwei Prozent unsinnig sein mögen, müsse Europa liefern.

  • Ein Dekret an der Grenze der 'Legalität'

    Interview mit Stefan Meister | 22. February 2017 - 0:00 | Focus Online

    Am Wochenende unterzeichnete Putin ein Dekret. Damit erkennt Russland in den ostukrainischen Separatistengebieten ausgestellte Dokumente an. Das Dekret sei laut Meister sehr kurz und erhöhe die Mobilität der dortigen Bevölkerung. Gleichzeitig würden die selbsternannten Volksrepubliken in der Ostukraine nicht genannt, sondern „als Regionen in den entsprechenden ukrainischen Oblasten“ bezeichnet. Damit zweifle Moskau nicht den offiziellen Status an, dass diese Gebiete zur Ukraine gehörten.

  • Globale Ordnung muss sich erstmal neu schütteln

    Interview mit Christian Mölling | 17. February 2017 - 0:00 | Deutschlandfunk

    Mit Blick auf das G20-Treffen in Bonn geht Christian Mölling davon aus, dass die G20 wieder auseinandergeht und nicht mehr Gemeinsamkeiten gefunden hat. Zudem ist es für Mölling eher unwahrscheinlich, dass Trumps Politik mehr Gemeinsamkeit schafft. Aktuell spiele die US-Regierung mit der Idee, Staaten bilaterale Möglichkeiten anzubieten.

  • Ein Aus der Zwei-Staaten-Lösung?

    Diskussion mit Josef Braml | 17. February 2017 - 0:00 | Deutschlandradio Kultur, Wortwechsel

    Die Zwei-Staaten-Lösung galt lange Zeit als Grundvoraussetzung für einen möglichen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Doch unter Donald Trump könnte sich das ändern, der von der Zwei-Staaten-Lösung abrückt.

  • Weltordnung im Krisenmodus

    Kommentare von Claudia Schmucker | 16. February 2017 - 0:00 | Deutsche Welle

    Aufgrund der Weltwirtschaft steht laut Claudia Schmucker die deutsche G20-Präsidentschaft unter einem schlechten Stern. Der Weltwirtschaft gehe es nicht gut und die Unberechenbarkeit des neuen US-Präsidenten trägt dazu bei. Zusätzlich stehen in Deutschland die Wahlen an. „Wir haben einen sehr frühen G20-Gipfel im Juli, weil in Deutschland Wahlen anstehen. Das alles wird es sehr schwer machen, bedeutende Entscheidungen zu treffen“, sagt Schmucker.

  • Das Zwei-Prozent-Ziel für Deutschland

    Kommentare von Christian Mölling | 16. February 2017 - 0:00 | Die Welt

    Die USA verlangen von Deutschland, dass es mehr für Verteidigung ausgibt als bisher mit nur 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Es geht um eine Erhöhung von 45 Milliarden Dollar auf 75 Milliarden Dollar. Damit fordern die USA eine Verdopplung des Verteidigungsbudgets von Deutschland. Christian Mölling ist davon nicht überzeugt. „Das Ziel macht an sich keinen Sinn“, so Mölling, da es zu viele Länder über einen Kamm schere.

  • Vom Fehlen roter Linien und eines roten Telefons

    Kommentare von Stefan Meister | 15. February 2017 - 0:00 | Focus Online

    Zu Beginn von Trumps Amtsantritt wurde über eine mögliche Achse zwischen Washington und Moskau spekuliert. Doch Stefan Meister sagt, dass jetzt ein Ringen um das zukünftige Verhältnis zwischen Russland und den USA sichtbar werde. Zudem werde deutlich, dass die strukturellen Differenzen zu groß seien, als dass sie durch einen Personalwechsel einfach beseitigt werden könnten.

  • Die Verwirrungsstrategie des Kremls

    Interview mit Stefan Meister | 15. February 2017 - 0:00 | Deutsche Welle

    Ob Russland im Wahlkampf Le Pen unterstützt oder gegen Merkel arbeitet, sei schwer nachzuweisen. Meister ist der Ansicht, dass Putin Verwirrung stiften wolle. Dieses Ziel verfolgt er in den verschiedenen Ländern auf die Weise, „die Kräfte zu stärken, die das System in Frage stellen.“ Teil der Strategie ist es, Wähler zu verunsichern und die Glaubwürdigkeit von Medien und staatlichen Institutionen anzuzweifeln, um die Handlungsfähigkeit der Politik in zentralen Ländern der EU zu schwächen.

  • Friedensinstrument oder Propagandawerkzeug

    Kommentare von Stefan Meister | 13. February 2017 - 0:00 | Deutschlandradio Kultur

    Der von Wladimir Jakunin finanzierte russische Think Tank "Dialogue of Civilizations" (DOC) in Berlin wird von deutschen Wissenschaftlern und Politikern beobachtet. Jakunin, Ex-Chef der russischen Eisenbahngesellschaft, steht wegen der Krim-Annexion auf der Sanktionsliste. Stefan Meister steht dem Forschungsinstitut mit Blick auf Jakunin skeptisch gegenüber. Er stehe laut Meister „für das System Putin“.

  • Trump macht ernst - ist dieser Präsident zu stoppen?

    Kommentare von Josef Braml | 9. February 2017 - 0:00 | ZDF, Mabrit Illner

    Wenn ein Richter mit einer einstweiligen Verfügung ein Dekret von Trump stoppt, gehe es laut Braml nicht nur um die Gewaltenkontrolle auf horizontaler Ebene, also zwischen Oberstem Gericht, Kongress und Präsident, sondern auch um die vertikale Gewaltenteilung zwischen den Einzelstaaten und dem Bund. Als Oberbefehlshaber, der für die nationale Sicherheit zuständig ist, habe Trump gute Argumente: „Wenn der Fall auf die Bundesebene des Supreme Court gehoben wird, kann er möglicherweise am längeren Hebel sitzen.“

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