Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht. Russland will die annektierten ukrainischen Gebiete vollständig unter Kontrolle bringen. Da seine Truppen nur langsam vorankommen, wird Moskau den Gewalteinsatz eher steigern. Selbst ein Waffenstillstand würde nichts an einer dauerhaften Rivalität beider Länder ändern. Daher will die Ukraine verlässliche Zusagen, dass sie bei einem erneuten Angriff militärischen Beistand erhält. Fast alle NATO- und EU-Staaten aber wollen eine direkte Konfrontation mit Russland unbedingt vermeiden.
Wir wollen darüber sprechen, auf welche Szenarien wir uns für ein Ende des Krieges einstellen müssen. Welche Lehren können aus diplomatischen Bemühungen gezogen werden, welche Verhandlungsspielräume gibt es? Wie könnten Sicherheitsgarantien aussehen, wie sehen Worst-Case-Szenarien aus, was folgt daraus für die deutsche und europäische Politik? Vorgestellt werden auch Ergebnisse des Projektes „Den Krieg vom Ende her denken. Einsichten für den Ukraine-Krieg“, gefördert durch die Deutsche Stiftung Friedensforschung.
Panel:
Generalleutnant a.D. Rainer Glatz, ehem. Senior Distinguished Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Prof. Dr. Helmut Aust, Freie Universität Berlin & Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht Heidelberg
Lyudmyla Melnyk, Präsidentin, Deutsch-Ukrainische Gesellschaft
Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder, Research Fellow, Global Public Policy Institute
Moderator:
Dr. Stefan Meister, Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland, und Zentralasien, DGAP
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Bei Interesse an einer Teilnahme, wenden Sie sich bitte an events@dgap.org. Ein Teilnahme ist erst mit einer offiziellen Bestätigung möglich.