External Publications

Apr 12, 2021

Die Radikalisierung eines radikalen Systems

Share

Für Iran markierte der Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen im Mai 2018 eine Zäsur. Wirtschaft und Regierung des Landes wurden durch Washingtons Sanktionen in eine tiefe Krise gestürzt. Präsident Hassan Rouhani vermochte es nicht, sein zentrales Versprechen von wirtschaftlichem Aufschwung auf Grundlage des Atomabkommens einzulösen.

Politisch Auftrieb erhielten in der Folge jene radikalen Kräfte, die seit jeher gegenüber Atomabkommen und Annäherung an den Westen skeptisch waren. Bezeichnenderweise radikalisierte sich jedoch auch das ursprünglich moderate Lager selbst. Die aktuell zu beobachtenden Umbrüche Irans gehen somit über den herkömmlichen politischen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Faktionen der Islamischen Republik hinaus. Die iranische Politik wird in ihrer Gesamtheit zunehmend (noch) radikaler.

Die Folgen dieser Entwicklungen untersucht die aktuelle Analyse „Radicalization in the Rouhani Years“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Renommierte Expert_innen aus Europa, Iran und den Vereinigten Staaten beleuchten die politischen Umbrüche Irans, erörtern die Dynamiken innerhalb der radikalen Kräfte und analysieren die Auswirkungen auf Atom-, Regional- und Wirtschaftspolitik

Den ganzen Bericht (EN) gibt es hier zum Download. 

Bibliographic data

Jalilvand, David. “Die Radikalisierung eines radikalen Systems.” April 2021.

Dieser Text ist Teil eines Berichts (EN) , der am 31.03.2021 von der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht wurde.