Ostdeutschland, Außenpolitik und die (Anti)Zeitenwende

Mit Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Markus Franke, Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund
Date
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-
Event location
DGAP, Berlin, Germany

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Grenzschild hin zu Bundesrepublik Deutschland, aufgenommen am Grenzuebergang vom polnischen Radomierzyce nach Hagenwerder

Deutschland steht inmitten einer außen- und sicherheitspolitischen Zeitenwende: Seit der russischen Vollinvasion der Ukraine verändert sich die deutsche Außenpolitik grundlegend. Während im politischen Berlin über Budgets, Bündnisse und strategische Prioritäten diskutiert wird, empfinden viele Menschen ihre Lebensrealität als davon entkoppelt – auch in Ostdeutschland. Diese Entfremdung gefährdet den gesellschaftlichen Rückhalt für außenpolitisches Handeln. In Teilen scheint diese Distanzierung eine „Anti-Zeitenwende” zu stützen, aus der Antiestablishment-Bewegungen von AfD bis BSW politisches Kapital schlagen. 

Die DGAP hat in den vergangenen Monaten vielfältig Gespräche mit Menschen in Ostdeutschland geführt, um deren Sichtweisen auf die deutsche Außenpolitik und die Rolle Europas in der Welt besser zu verstehen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten haben wir im Anschluss Politikempfehlungen entwickelt.

Wir freuen uns, Ihnen – zwei Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt – die Ergebnisse vorzustellen und mit einem hochkarätigen Panel zu diskutieren. Wir betrachten Ostdeutschland dabei nicht als exotischen Sonderfall, sondern wollen diskutieren, wie Außenpolitik regionale Perspektiven so einbeziehen kann, dass eine stärkere Rückbindung entsteht.

Begrüßung:

Thomas Kleine-Brockhoff, Otto Wolff-Direktor, DGAP

Vorstellung der Studienergebnisse:

Friedrich Opitz, Projektleiter „Außenpolitik in Ostdeutschland“, DGAP

Panel:

Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt

Markus Franke, Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund

Christian Tretbar, Chefredakteur Tagesspiegel

Friedrich Opitz, Projektleiter „Außenpolitik in Ostdeutschland“, DGAP

Moderation:

Dr. Linn Selle, Alfred-von-Oppenheim-Leiterin, Europa-Zentrum, DGAP