Vom Strukturwandel zur Wahlentscheidung:

Die junge Generation in Ostdeutschland und im US-amerikanischen Rust Belt vor den Wahlen 2026
Datum
30 Juli 2026
Uhrzeit
-
Ort der Veranstaltung
Deutschland

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Visual Event Vom Strukturwandel zur Wahlentscheidung

Nach 1990 brachen in Ostdeutschland ganze Industriezweige weg; im US-amerikanischen Rust Belt – Pennsylvania, Michigan, Ohio, Wisconsin – stehen stillgelegte Werke bis heute sinnbildlich für den Verlust gut bezahlter Industriearbeit und für ein tiefes Gefühl des Abgehängtseins. Dass daraus auf beiden Seiten des Atlantiks Globalisierungskritik, Protektionismus und nationalstaatliche Angebote erwachsen sind, ist seit Jahren bekannt. Weniger klar ist, was dieser Strukturwandel mit denen gemacht hat, die ihn nie selbst durchlebt haben: mit einer jungen Generation, die in diesen Regionen aufgewachsen ist – und für die es 2026 an die Wahlurnen geht. 

Genau hier setzt dieser Expert-Talk an. Statt die bekannte Diagnose zu wiederholen, gehen wir einen Schritt weiter und fragen, was das Erbe deindustrialisierter Regionen aus jungen Menschen gemacht hat: Verschiebt sich ihre Haltung eher in Richtung Weltoffenheit und internationaler Zusammenarbeit – oder in Richtung nationaler Abschottung und „den eigenen Leuten zuerst“? Und vor allem: Wie schlägt sich das in ihrer Wahlentscheidung nieder, bei den US-Midterms ebenso wie bei den Wahlen im Osten Deutschlands? Wir fragen, inwiefern der Einfluss von Strukturbruch und Zukunftssorge auf die Stimme junger Menschen östlich der Elbe mit dem im Rust Belt vergleichbar ist. Und was heißt es für die transatlantische Beziehung, wenn eine ganze Generation ihr Verhältnis zwischen gemeinsamen Werten und nationalen Interessen neu bestimmt? 

Nach einem kurzen Impuls unseres Gastes geht der Abend in eine offene, interaktive Diskussion über. Wir freuen uns auf vielfältige Perspektiven und einen lebhaften Austausch.

Speaker:

Friedrich Opitz, Associate Fellow, Zentrum für Klima und Außenpolitik der DGAP. Er forscht er an der Universität Leipzig vergleichend zum Strukturwandel in Ostdeutschland und im Mittleren Westen der USA.

Moderation:

Vianne Uhl, Leiterin der AG Demokratie (Junge DGAP) Jan Kjell Lange, Mitglieder der AG-Demokratie (Junge DGAP) Bitte beachten Sie: Für die Veranstaltung gilt die Chatham House Rule.

Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um Anmeldung unter folgendem Link.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Florian Friedrich Schulz (schulz@junge.dgap.org). Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine lebhafte Diskussion.