Dr. Ali Fathollah-Nejad

Associate Fellow, Programm Naher Osten und Nordafrika

Fachgebiete

  • Staat-Gesellschafts-Verhältnis in Iran; Außenpolitik (Denkschulen, Beziehungen zu Nachbarn sowie zu Großmächten); das Iran-Sanktions-Regime und seine Folgen (innenpolitisch, geopolitisch und geo-ökonomisch)
  • Globalisierung und Entwicklung in der MENA-Region; sozioökonomische Hintergründe und geopolitische Auswirkungen der Arabischen Revolten; Politik von (westlichen und nicht-westlichen) Großmächten in der MENA-Region
  • Die Weltordnung im 21. Jahrhundert: Folgen für Außenpolitik und Diplomatie
  • Rechtspopulismus im Westen und in der MENA-Region

Sprachen

Englisch, Französisch, Persisch (Farsi)

Kontakt

E-Mail: fathollah-nejad@dgap.org

Praktikumsanfragen

Bei Interesse an einem Praktikum im Programm Naher Osten und Nordafrika wenden Sie sich bitte an Laura Lale Kabis-Kechrid: kabis@dgap.org.

Dr. Ali Fathollah-Nejad ist seit Juni 2015 Associate Fellow der DGAP. Seit November 2016 ist er zudem Associate des Iran-Projekts an der Harvard Kennedy School. Nach einem multilingualen und pluridisziplinären Studium in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden promovierte er in Internationalen Beziehungen an der School of Oriental and African Studies (SOAS, University of London) mit einer Arbeit über Irans internationale Beziehungen vor dem Hintergrund globaler Machtverschiebungen. Zudem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre of International Cooperation and Development Research (CECID) der Université libre de Bruxelles sowie beim Deutschen Orient-Institut. 2015/16 war er Experte im Forschungsprogramm Kultur und Außenpolitik des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), wo er die Hauptstudie zu den zukünftigen deutsch-iranischen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen verfasste.

Im Sommersemester 2016 gab er das Hauptseminar „Globalization and Development in West Asia and North Africa“ an der Freien Universität Berlin und das Proseminar „Arabische Revolte“ an der Universität Duisburg-Essen. 2014/15 lehrte er an der Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients der FU den einzigen Universitätskurs zum gegenwärtigen Iran in Berlin. Zuvor unterrichtete er mit Schwerpunkt Globalisierung und Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten an der University of Westminister in London und an der SOAS.

Er ist ein regelmäßiger Redner auf politischen Foren (darunter die Europäischen, Britischen und Französischen Parlamente, die Londoner University of Law und die Diplomatische Akademie Wien) und wissenschaftlichen Tagungen sowie Kommentator für internationale Medien. Neben zwei Monographien zum US-Iran-Konflikt hat er über 80 Beiträge auf Englisch, Deutsch und Französisch verfasst, die in ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden. Diese erschienen u. a. in The Guardian, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Deutschlandradio Kultur, openDemocracy, World Policy Journal, Huffington Post, Géostratégiques, Insight Turkey, Iranian Diplomacy und im Palestine–Israel Journal of Politics, Economics and Culture.

Website: fathollah-nejad.eu

Twitter: @AFathollah-Nejad

Publikationen

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Ausgewählte Publikationen

Außenpolitische Herausforderungen für die nächste Bundesregierung
Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken
von Josef Braml, Claire Demesmay, Dina Fakoussa, Ali Fathollah-Nejad, Wilfried Jilge, Laura Lale Kabis-Kechrid, Stefan Meister, Christian Mölling, Jana Puglierin, Henning Riecke, Claudia Schmucker, Daniela Schwarzer, Svenja Sinjen, Sebastian Sons, Sarah Wohlfeld
DGAPkompakt 6, 20. Juli 2017, 43 S.
Außenpolitische Herausforderungen für die nächste Bundesregierung
Die neue Bundesregierung wird ab Herbst 2017 im nationalen wie im europäischen Rahmen wichtige Entscheidungen treffen müssen. DGAP-ExpertInnen skizzieren für zwölf Themenfelder, wo Deutschland jeweils außenpolitisch steht, mit welchen Partnern die Bundesregierung welche Interessen verfolgen sollte und mit welchen Zielen anderer Akteure diese kollidieren könnten.
Kategorie: Internationale Politik/Beziehungen, Deutschland
Der Doppelschlag von Teheran
Wie das Regime die Attacken innen- und außenpolitisch instrumentalisiert
von Ali Fathollah-Nejad
Internationale Politik 4, Juli-August 2017, S. 103-107
Der Doppelschlag von Teheran
Obwohl Schiiten dem so genannten Islamischen Staat als Ungläubige gelten, blieb der Iran vom IS-Terror lange verschont – bis zum 7. Juni. Ungereimtheiten bei den Anschlägen wecken aber Zweifel, wer dahintersteckt. Jedenfalls schlachtet das Regime die Ereignisse aus – zur Legitimierung von Repression nach innen und Aggression nach außen.
Kategorie: Terrorismus, Sicherheitspolitik, Staat und Gesellschaft, Iran, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika
Der Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien
Welche Gründe und Folgen hat die Rivalität?
von Ali Fathollah-Nejad, Sebastian Sons
Der Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien
Was bedeutet die Eskalation zwischen den beiden Regionalmächten für die Krisenregionen im Nahen Osten? Wieviel Einfluss hat der Westen, und wie positioniert er sich zwischen der neuen Annäherung an Iran und dem „Business as Usual“ mit den Saudis? Die DGAP-Experten Ali Fathollah-Nejad und Sebastian Sons im Gespräch über die Instrumentalisierung von Konfessionen, geopolitische Ziele und Machtkonsolidierung.
Kategorie: Sicherheitspolitik, Iran, Saudi-Arabien
Atomdeal mit Iran
Die Hardliner werden nicht stillhalten
von Ali Fathollah-Nejad
Huffington Post, 6. Juli 2015
Am 7. Juli soll der langersehnte Deal zwischen Iran und den sechs Großmächten (E3+3) unterzeichnet werden. Nachdem das Abkommen von Lausanne vom 2. April gar keines war, sondern lediglich eine Erklärung, haben wir es diesmal mit einem Abkommen zu tun, das den Rahmen des Prozesses gegenseitiger Schritte abstecken soll. Um den kommenden Deal besser einordnen zu können, ist ein Blick auf die Lausanner Erklärung unerlässlich.
Kategorie: Kernenergie, Iran
Vom Atomdeal geblendet
Weshalb beschönigende Iran-Analysen nicht weiterhelfen
von Ali Fathollah-Nejad
Internationale Politik und Gesellschaft (IPG), 6. Juli 2015
Vom Atomdeal geblendet
Seit der Amtsübernahme des neuen Präsidenten Hassan Rohani im August 2013 lässt sich eine deutliche Umkehr bei der Tendenz politischer Analysen konstatieren: Während Iran zu Zeiten seines Vorgängers Mahmoud Ahmadinedschad als nichts weniger als die Inkarnation des Bösen porträtiert wurde, erscheint dasselbe Land nunmehr in nahezu gleißendem Licht positiver Berichterstattung. Beide Narrative sind kaum geeignet, um die komplexen Realitäten in der Islamischen Republik zu erfassen.
Kategorie: Kernenergie, Iran
DGAP in den Medien
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