DGAP Core Expertise Publication page

  • „Ein Silicon Valley entsteht nicht auf Knopfdruck der Regierung“

    Jane Zavalishina über die Entwicklung der Tech-Industrie in Russland

    von Alena Epifanova | Russische Föderation

    „Ein Silicon Valley entsteht nicht auf Knopfdruck der Regierung“

    Das innovative Potenzial für Digitalisierung ist in Russland enorm hoch, Talente sind genug vorhanden und Banken wie auch die staatliche Administration arbeiten im Endkundenbereich viel digitaler als Europa. Doch die Rahmenbedingungen, die der russische Staat schafft, hemmen auch die Wettbewerbsfähigkeit und blockieren dringend benötigte Investitionen für russische Startups. Diese brauchen aber den globalen Markt, um ihre Technologien im Businessbereich erfolgreicher zu implementieren.

  • Die Tagung der Angespannten

    Nach der Münchner Sicherheitskonferenz

    von Daniela Schwarzer, Martin Bialecki, Christian Mölling
    DGAPstandpunkt 4, 18. Februar 2019, 3 S.

    Die Tagung der Angespannten

    Deutschlands außen- und sicherheitspolitische Entscheiderinnen und Entscheider sind derzeit getrieben von neuen Realitäten, etwa durch technologische Entwicklungen, Risse in den Rüstungskontrollregimen und die Perspektive möglicher Rüstungswettläufe. Der Zerfall der internationalen Ordnung im strategischen Wettbewerb der Großmächte sowie die innere und äußere Schwäche der EU erschüttern den Glauben an die eigene Gestaltungskraft. Bei der MSC deutete sich Bewegung an, doch Entspannung ist nicht geboten.

  • Die Sackgasse der deutschen Ostpolitik

    Wie die Bundesregierung ihre eigene Russland- und Ukrainepolitik torpediert

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Rohstoffe & Energie
    DGAPstandpunkt 3, 11. Februar 2019, 3 S.

    Die Sackgasse der deutschen Ostpolitik

    Nachdem sich Frankreich und andere EU-Mitgliedstaaten über neue EU-Vorschriften für das umstrittene Projekt Nord Stream 2 geeinigt haben, scheint der Weg frei für den Bau der Pipeline. Trotzdem irrt sich die Bundesregierung, wenn sie glaubt, damit die Kritiker zu befrieden. Deutschland hat von Anfang an unterschätzt, welchen Imageschaden dieses Projekt anrichten wird.

  • „Informationen lassen sich nicht aufhalten“

    Andrej Soldatow zur Digitalisierung in Russland

    von Alena Epifanova | Russische Föderation, Cyber Security

    „Informationen lassen sich nicht aufhalten“

    Digitalisierung ist einer der innovativen Wirtschaftsbereiche in Russland, der das intellektuelle Potential des Landes verdeutlicht. Im Vergleich zu Deutschland ist es in russischen Städten oft leichter, Zugang zum Internet zu bekommen. Russland ist eine Vernetzungsgesellschaft, die sozialen Netzwerke boomen. Gleichzeitig versucht der russische Staat, auch diesen Bereich systematisch unter Kontrolle zu bringen, was technisch nicht immer gelingt und zu mehr technologischer Kooperation mit China führt.

  • Streit um Meerenge von Kertsch

    Osteuropa-Experte Stefan Meister: "Die russische Seite bereitet die Eskalation systematisch vor"


    stern.de, 28. November 2018

    Streit um Meerenge von Kertsch

    Eine kleine Meerenge provoziert einen großen Konflikt: Russland und die Ukraine rüsten nach dem Zusammenstoß im Asowschen Meer verbal immer weiter auf. Der Osteuropa-Kenner Stefan Meister erklärt im stern-Interview, wer welche Interessen verfolgt.

  • Drohender US-Ausstieg aus dem INF-Vertrag

    Europa braucht eine neue Sicherheitsordnung

    von Christian Mölling | Rüstung
    DGAPkompakt 27, 25. Oktober 2018, 5 S.

    Drohender US-Ausstieg aus dem INF-Vertrag

    Die US-Regierung möchte den INF-Vertrag zur Beschränkung von landgestützten Mittelstreckenwaffen verlassen. Die Folgen wird vor allem Europa spüren. Der Ausstieg beschleunigt den Wandel der europäischen Sicherheitsordnung. Denn Russland hat trotz des Vertrages ein nukleares Arsenal aufgebaut, mit dem es heute schnell und massiv den europäischen Kontinent angreifen kann. Deutschland sollte sich für mehr Zusammenhalt in der NATO einsetzen, Russland zur Vertragseinhaltung auffordern und die US-Bedenken aufnehmen.

  • Zwischen alter und neuer Weltordnung

    Die Logik der Russischen Außen- und Sicherheitspolitik

    von Stefan Meister, Pavel Baev, Pavel Felgenhauer, Alexander Golts, Alexander Kolbin, Peter Pomerantsev | Russische Föderation, Sicherheitspolitik
    DGAPkompakt 20, 21. September 2018, 32 S.

    Zwischen alter und neuer Weltordnung

    Politische Entscheidungen im System von Präsident Wladimir Putin folgen einer militärisch-technischen Logik und militärische Stärke ist ein Hauptinstrument russischer Außenpolitik. Die Modernisierung des nuklearen Potentials wird als Faustpfand in der Abschreckung vor allem gegenüber den USA gesehen, das Russland zugleich auf Augenhöhe mit dem Gegner bringt. Ebenso legitim ist für den Kreml die hybride Kriegsführung mit Desinformation, Cyber-Angriffen, Fake-News und von Russland gesteuerten Auslandsmedien.

  • Risiko Report Russland

    Politische Risikoszenarien für Russland

    von Sarah Pagung | Russische Föderation
    Conias Risk Intelligence, Risiko Report (08/2018), 32 S.

    Nach seiner Wiederwahl am 18. März sitzt Russlands Präsident Wladimir Putin unverändert fest im Sattel. Aus Investorensicht steht er trotz autokratischem Herrschaftsstil für Planungssicherheit, Verlässlichkeit und eine äußerst unternehmerfreundliche Wirtschaftspolitik. Zudem ist Russland ressourcenreich und gilt als unbestrittenes Zentrum des postsowjetischen Raumes. Die Entwicklung globaler Rohstoffpreise und die Nachfolge Putins nach 2024 werden in den kommenden Jahren entscheidend sein.

  • Merkel und Putin im Dialog

    Die Rückkehr des Pragmatismus

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Internationale Politik/Beziehungen
    DGAPstandpunkt 19, 16. August 2018, 2 S.

    Merkel und Putin im Dialog

    Die Begegnung zwischen Angela Merkel und Wladimir Putin am Samstag in Meseberg markiert einen Wendepunkt in den deutsch-russischen Beziehungen. Obwohl der Ukraine-Konflikt ungelöst ist, erfordern Themen wie Nord Stream 2, der Krieg in Syrien, das Iran-Abkommen und die US-Handelspolitik unter Präsident Donald Trump eine pragmatische Interessenpolitik auf beiden Seiten. Das Treffen ist eine Chance, das deutsch-russische Verhältnis auf der Arbeitsebene zu normalisieren, ohne grundsätzliche Differenzen aufzugeben.

  • Russland auf Partnersuche im Osten

    US-Sanktionen verfehlen ihr Ziel

    von Josef Braml | Vereinigte Staaten von Amerika
    DGAPkompakt 13, 19. Juli 2018, 7 S.

    Russland auf Partnersuche im Osten

    Eine Annäherung zwischen den USA und Russland wird weiter auf sich warten lassen. Innenpolitisch viel zu nützlich sind für beide Seiten die gegenseitigen Drohgebärden: Putin kann von der schlechten wirtschaftlichen Lage im Land ablenken und Trump bei den anstehenden Kongresswahlen Stärke zeigen. Im Windschatten der westlichen Sanktionen gegen Russland sucht China neue Partner. Ein Interessenausgleich zwischen Trump und Putin ist schon deshalb notwendig, um Chinas raumgreifende Aktivitäten einzudämmen.

  • Gipfel in Helsinki

    Plattform für Putins innenpolitische Manöver

    von Sarah Pagung | Russische Föderation, Transatlantische Beziehungen
    DGAPstandpunkt 17, 18. Juli 2018, 3 S.

    Gipfel in Helsinki

    Wladimir Putin kann sich nach dem Gipfel mit Donald Trump als Sieger fühlen. Er hat von Präsident Trump die Anerkennung bekommen, die er für die Systemstabilität in Russland benötigt und kann von unbeliebten innenpolitischen Reformen ablenken. Trump selbst fliegt ohne konkrete Ergebnisse nach Hause. Europa, verbannt zum Zaungast in einem internationalen Medienspektakel, kann trotzdem aufatmen.

  • Russlands neue Außen- und Sicherheitspolitik

    Präsident Wladimir Putin verabschiedet sich von der liberalen Weltordnung

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Sicherheitspolitik
    DGAPkompakt 12, 4. Juli 2018, 7 S.

    Russlands neue Außen- und Sicherheitspolitik

    Russlands Außen- und Sicherheitspolitik erscheint im Moment sehr erfolgreich: Die Regierung in Moskau setzt auf militärische Stärke, um ihre außenpolitischen Interessen in den post-sowjetischen Staaten, aber auch in Syrien durchzusetzen. Wichtigstes Ziel bleibt, mit den USA auf Augenhöhe zu verhandeln, was der russischen Führung mit Donald Trump gelingen könnte. Dabei sind es vor allem die von den USA hinterlassenen Räume, in die Moskau trotz geringerer Ressourcen mit Erfolg hineinstößt.

  • Iran-Abkommen ohne die USA

    Europa betreibt Schadensbegrenzung

    von Henning Riecke

    Iran-Abkommen ohne die USA

    Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran macht eine schwierige Situation noch schwieriger. Das Ziel der USA, den Iran durch Sanktionen zu isolieren, spaltet den Westen und wird im Iran zu Verhärtung führen. Europas Interessen sind durch die drohende Instabilität direkt in Gefahr. Die Europäer müssen den USA Paroli bieten, das Abkommen am Leben und den Iran bei der Stange halten – und Amerika trotzdem einbinden.

  • These von „einem Volk“

    In seinen Reden zeigt Putin, was er von der Unabhängigkeit der Nachbarländer hält

    von Wilfried Jilge | Russische Föderation
    Der Text ist bei Focus Online am 24. April 2018 erschienen.

    Seit der Annexion der Krim herrscht in vielen Ländern an Russlands Grenze die Angst, dass ihnen ein ähnliches Schicksal drohen könnte. Hört man bei den Reden von Russlands Präsident Putin genauer hin, ist die Angst nicht ganz unbegründet: Putin sieht die Russen als geteiltes Volk.

  • In der Eskalationsspirale

    Russland und der Westen nach der Wahl

    von Stefan Meister, Sarah Pagung, Wilfried Jilge | Russische Föderation, Wahlen
    DGAPkompakt 7, 28. März 2018, 11 S.

    In der Eskalationsspirale

    Russlands Präsident Putin ist seit seiner Wiederwahl gestärkt. In den Beziehungen Russlands zum Westen ist daher auf Entspannung kaum zu hoffen. Die Eskalationsspirale, zuletzt angeheizt durch den Anschlag auf den früheren Doppelagenten Skripal, wird sich weiterdrehen. DGAP-Experten skizzieren in diesem DGAPkompakt, wie sich die russischen Beziehungen zu Deutschland, EU und USA sowie im Konfliktthema Ukraine fortentwickeln werden, welchen Dynamiken sie unterliegen und wie der Westen reagieren sollte.

  • Der Geschichtenerzähler

    Um Moskaus Macht auszudehnen, beschwört Putin eine „russische Welt“ jenseits nationaler Grenzen

    von Wilfried Jilge | Russische Föderation, Wahlen
    DGAPstandpunkt 8, 2018, 2 S.

    Der Geschichtenerzähler

    Wladimir Putin tritt seine vierte Amtszeit als russischer Präsident an, hat aber Russland wirtschaftlich und innenpolitisch bisher wenig vorangebracht. So baut er zunehmend auf außenpolitisches Prestige und eine Legendenbildung, um seine Macht im Land und darüber hinaus zu stärken. Indem er eine „russische, orthodoxe Welt“ jenseits von Ländergrenzen projiziert, nivelliert er die Unabhängigkeit der Nachbarländer, insbesondere der Ukraine. Deren Stabilisierung wäre für ihn sogar gefährlich.

  • Putins Wiederwahl wird gesellschaftlichen Wandel in Russland nicht aufhalten

    Gastkommentar in der NZZ

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Wahlen

    Das Regime des Wladimir Putin lebt von Stabilität und Repression, Ölexport und der militärisch-patriotischen Mobilisierung gegen den «dekadenten» Westen. Für die jüngere Generation ist die Kultur der Korruption und der Angst keine Option mehr.

  • Putins Russland – stabil in der Krise

    von Stefan Meister | Russische Föderation
    Politikum Heft 1/2018, S. 58-61

    Russland ist ein „konsolidiertes autoritäres Regime“ mit systematischer Einschränkung von politischem Wettbewerb auf allen Ebenen des Staates. Der Präsident nimmt eine zentrale Rolle ein und ermöglicht die Selbstbereicherung der Eliten auf Kosten eines ökonomisch stagnierenden Staates. Wandel kann langfristig nur von innen kommen.

  • Stabil instabil

    Putins Wiederwahl wird den gesellschaftlichen Wandel nicht aufhalten

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Wahlen
    DGAPstandpunkt 4, 22. Februar 2018, 3 S.

    Stabil instabil

    Seit 18 Jahren regiert Wladimir Putin Russland: Eine ganze Generation junger Erwachsener kennt nur ihn als nationale Integrationsfigur. Gerade diese Generation aber hat Putin abgehängt, indem er sich immer mehr als Führungsfigur der konservativen, vor allem kleinstädtischen und ländlichen Mehrheit positioniert hat. Den gesellschaftlichen Wandel wird er damit nicht stoppen können – und auf ihn sollte der Westen setzen.

  • Putins schöne neue Weltordnung gewinnt mehr und mehr an Realität

    von Stefan Meister | Russische Föderation
    Dieser Text ist zuerst als Gastkommentar in der NZZ erschienen, 2. Februar 2018.

    Als klarer Underdog angetreten, lässt Wladimir Putin den Westen immer öfter nach seinen Ideen von Weltordnung tanzen. Wo Demokratien mit Situationen hadern und um Entscheidungen ringen, spielt er geschickt die Stärke der Macht aus.

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