Gemeinsamkeiten und Unvereinbares

Wo die Präsidentschaftskandidaten außenpolitisch stehen

19. April 2017 - 0:00 | von Claire Demesmay, Julie Hamann, Stefan Meister, Christian Mölling, Claudia Schmucker, Daniela Schwarzer, Sylke Tempel

DGAPkompakt 4, 20. April 2017, 11 S.

Kategorie: Wahlen, Internationale Politik/Beziehungen, Frankreich

François Fillon und Benoît Hamon haben zur Wahl von Emmanuel Macron in der Stichwahl aufgerufen, der Linke Jean-Luc Mélenchon hat keine solche Wahlempfehlung ausgesprochen. Ein Vergleich der außenpolitischen Positionen aller Kandidaten zeigt, warum das so ist.

© Reuters/Patrick Kovarik/Pool

François Fillon, Emmanuel Macron, Jean-Luc Mélenchon, Marine Le Pen und Benoît Hamon, März 2017.

Dieses DGAPkompakt schlüsselt die Positionen der fünf aussichtsreichsten Kandidaten zu den wichtigsten außenpolitischen Themen auf: Die Zukunft der Eurozone und Wirtschafts- und Haushaltspolitik, Handelspolitik, Migration, die Syrienfrage, das Verhältnis zu Russland und die Verteidigungspolitik.

Die Autoren zeichnen die Konfliktlinien und Debatten in den jeweiligen Politikfeldern nach und arbeiten heraus, welche Divergenzen und gemeinsamen Handlungsansätze sich je nach Wahlausgang mit Deutschland ergeben würden.

Während sich Macrons Positionen in vielen Aspekten mit denen der Bundesregierung decken, wäre eine konstruktive Zusammenarbeit mit Marine Le Pen aufgrund ihrer Ablehnung der EU und einer multilateral eingebetteten französischen Außenpolitik nur schwer vorstellbar – sollte die Populistin im Falle eines Wahlsiegs tatsächlich an ihren Positionen festhalten.

 
DGAP in den Medien