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Ausgewählte Publikationen

Heiße Luft
Warum das Streubombenverbot von Dublin kein Erfolg ist
von David Bosold
DGAPstandpunkt 8, 09. Juni 2008, 4 S.
Das Verbot von Streubomben ist nach Ansicht des Auswärtigen Amts ein „Meilenstein zur Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts“. Der tatsächliche Nutzen einer solchen Form der Verrechtlichung wird jedoch allgemein überschätzt. Ein Vergleich mit dem als Erfolgsmodell bezeichneten Ottawa-Vertrag zum Verbot von Antipersonenminen zeigt, dass die tatsächlichen Fortschritte hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Europäische Streitkräfte im Treibsand
Ein zweifelhafter „europäischer“ Einsatz im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik
von Kathrin Brockmann
DGAPstandpunkt 7, 26. Mai 2008, 5 S.
Die EUFOR Tschad/ZAR ist in ihrer gegenwärtigen Konzeption ein zweifelhafter Einsatz mit geringen Erfolgsaussichten. Schlecht geplante Einsätze mit unklaren Zielen dienen weder der Sichtbarkeit noch der Stärkung der EU als internationalem Krisenmanager. Eine strategische Herangehensweise, in der die zu erreichenden Ziele mit den entsprechenden Kapazitäten in Einklang stehen, ist bei der Planung zukünftiger Einsätze oberstes Gebot.
Ein Erdbeben als Chance für die westliche Welt?
Leitlinien für die deutsche China-Politik
von Eberhard Sandschneider, May-Britt U. Stumbaum
DGAPstandpunkt 6, 19. Mai 2008, 4 S.
Die gewalttätigen Unruhen in Tibet, der Eklat um den olympischen Fackellauf und die Erdbebenkatastrophe im Südwesten Chinas haben erneut zu einer heftigen Debatte um die deutsche China-Politik geführt. In dem gegenwärtigen Schlagabtausch treten die langfristigen Ziele deutscher Außenpolitik zugunsten innenpolitisch motivierter Kampagnen in den Hintergrund.
Die Handelspolitik des künftigen US-Präsidenten
Was vom Wahlkampf übrig bleibt
von Katharina Gnath, Claudia Schmucker
DGAPstandpunkt 5, 06. Mai 2008, 4 S.
Die Handelspolitik ist ein wichtiges Thema in den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2008. Obwohl die jeweiligen Positionen stark von der Wahlkampflogik geprägt sind, lassen sich im Zusammenspiel mit den Aussagen vor dem Wahlkampf, der Wahl der Wirtschaftsberater sowie des Wahlverhaltens im Kongress Schlüsse über die zukünftige Handelspolitik der einzelnen Kandidaten ziehen.
Volles Engagement in Afghanistan!
Redliche Debatte daheim!
von Jan Techau, Alexander Skiba
DGAPstandpunkt 3, 05. Februar 2008, 4 S.
Die Entscheidung der Bundesregierung, der amerikanischen Bitte an die Bündnispartner um Entsendung von Bundeswehreinheiten in den Süden Afghanistans nicht nachzukommen, ist ein schwerwiegender außenpolitischer Fehler. Sie dient weder dem Ziel eines dauerhaft stabilen Afghanistans noch bringt sie die dringend erforderliche Redlichkeit in die deutsche außenpolitische Debatte. Sie wird erheblichen politischen Schaden im Verhältnis zu den Bündnispartnern erzeugen.
Rudy’s Improbable Run
von John C. Hulsman
DGAPstandpunkt 10, 05. Dezember 2007, 3 S. (in englischer Sprache)
Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani ist der ungewöhnlichste Präsidentschaftskandidat in einem insgesamt schwachen republikanischen Bewerberfeld. Zwar verfügt er als Reformer einer schwer regierbaren Stadt und als Krisenmanager nach den Anschlägen vom 11. September 2001 über exzellente politische Führungserfahrung. Andererseits liegt er in allen gesellschaftspolitischen Fragen (Waffenrecht, Abtreibung, Rechte von Homosexuellen) quer zu seiner eigenen Partei.
Die unbekannte Macht der Staatsfonds
Protektionismus ist die falsche Erwiderung
von Katharina Gnath
DGAPstandpunkt 7, 29. Oktober 2007, 3 S.
Der Schutz einheimischer Industrien vor ausländischen Staatsfonds ist nur dann gerechtfertigt, wenn die nationale Sicherheit und direkte Daseinsvorsorge betroffen sind – industrie- oder standortpolitische Gründe reichen nicht aus. Eine generelle Abwehrhaltung gegenüber internationalem Staatskapital schadet Deutschland langfristig. Dennoch sollte sich die deutsche Regierung weiterhin auf europäischer und internationaler Ebene für mehr Transparenz von Staatsfonds einsetzen.
Prüfstein Kosovo
Die EU ist kontinentale Ordnungsmacht. Darauf muss sie ihre Erweiterungspolitik einstellen.
von Cornelius Adebahr
DGAPstandpunkt 6, 12. September 2007, 4 S.
Fünfzehn Jahre nach Ausbruch der Kriege im ehemaligen Jugoslawien ist die „Stunde Europas“ nun endgültig gekommen. Diesmal geht es nicht um militärische Intervention sondern um politisches Engagement am Verhandlungstisch, zugespitzt in der Statusfrage des Kosovo. Die selbst verschuldete Schwäche der Amerikaner und Russen bringt die Europäische Union innerhalb der so genannten Troika in eine Schlüsselposition. Sie darf diese Stunde nicht ein zweites Mal verpassen.
Der Raketenstreit wächst sich zu einer internationalen Krise aus
von Ulrich Weisser
DGAPstandpunkt 5, 06. Juni 2007, 6 S.
What did U.S. officials expect would come from … the development of U.S. bases in Central Asia or from the program to install a new anti-missile system in Central Europe? Even American analysts find bizarre and provocative this plan to put an unproven system of unreliable defence against a threat that does not yet exist, in places where it is certain to be interpreted as hostile by the Russians... William Pfaff – New York Times
Deutschland diskutiert am strategischen Nutzen der Raketenabwehr vorbei
von Jan-Friedrich Kallmorgen
DGAPstandpunkt 4, 14. Mai 2007, 4 S.
Die deutsche Debatte um das von den USA geplante Raketenabwehsystem leidet unter drei Faktoren, die eine nüchterne Analyse der Situation erschweren: Außenpolitische Pläne der USA stehen seit dem Irak-Krieg unter Generalverdacht, Moskaus Interessen wird überproportional viel Rücksichtnahme gewährt und die iranische Bedrohung wird heruntergespielt.
DGAP in den Medien
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