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Ausgewählte Publikationen

Tunesiens Salafisten
Tunesiens SalafistenZiele – Strategien – Einfluss
von Sigrid Faath, Hanspeter Mattes
wuqûf Kurzanalysen 22, November 2012, 28 S.
In Tunesien – dem Land, in dem der „arabische Frühling“ begann – sind islamistische Parteien und Organisationen aktiv dabei, einen Religionsstaat zu errichten. Bei den Wahlen im Oktober 2011 trug die Ennahda-Partei mit einer starken salafistischen Fraktion den Sieg davon. Dadurch hat die islamistische Bewegung insgesamt an Einfluss gewonnen. Die Auswirkungen auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes sind fatal. Tunesien droht eine lange Periode der Instabilität.
Amerikas Energiewende
Amerikas EnergiewendeDer Druck auf die USA steigt, den Ölkonsum zu drosseln und auf Alternativen zu setzen
von Josef Braml
Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik 4, Oktober 2012, S. 551-561
Fast 40 Prozent ihres Energiebedarfs decken die USA mit Erdöl. Ein Großteil davon muss aus Krisenregionen importiert werden. Auch mit neuen Fördermethoden lässt sich die Eigenproduktion nicht im gewünschten Maße steigern. Die Abhängigkeit vom Importöl aber kostet die US-Wirtschaft wichtige Wachstumspunkte und macht sie krisenanfällig. Und sie schränkt die politische Handlungsfähigkeit Washingtons ein. Die USA müssen energiepolitisch umsteuern. Sie könnten dabei eine Vorreiterrolle übernehmen.
Abgeordnete auf fragwürdiger Iran-Mission
Abgeordnete auf fragwürdiger Iran-MissionDebatte um parlamentarische Delegation
von Cornelius Adebahr
Tagesspiegel (Online), 25.10.2012
Mitglieder des Bundestages und des Europäischen Parlaments wollen am Sonntag nach Iran reisen und werden dafür scharf kritisiert. Freies Mandat versus kluge Außenpolitik: Wann Parlamentarier derzeit nach Iran reisen sollten – und wann nicht; und welcher Zufall den Abgeordneten zu Hilfe kommen könnte, kommentiert Cornelius Adebahr im Tagesspiegel.
Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA
Wirtschafts- und Finanzkrise in den USAHausgemachte Probleme haben in die Krise geführt – und beschleunigen nun den Wandel, schreibt DGAP-Experte Josef Braml
von Josef Braml
Peter Lösche und Anja Ostermann (Hrsg.): Die Ära Obama. Erste Amtszeit, Bonn: Bundeszentrale für Politische Bildung, 19. Oktober 2012, S. 31-49
Kann der Umbau der US-Wirtschaft gelingen? Josef Braml analysiert, wie die strukturellen Schwächen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in den USA sich gegenseitig verstärken und wie schwierig daher ein Ausweg aus der Krise ist. Staatsverschuldung, steigende Armut und schwindende Kaufkraft gefährden Amerikas Rolle als Weltmacht. Die politischen Kräfte in Washington aber stehen sich kompromisslos gegenüber und beschränken so die Handlungsfähigkeit der Regierung.
EU–Ukraine: weniger Symbolpolitik, mehr Realpolitik, bitte!
EU–Ukraine: weniger Symbolpolitik, mehr Realpolitik, bitte!Brüssel sollte die Möglichkeiten des Freihandelsabkommens nutzen, statt unerreichbare Bedingungen zu stellen
von Stefan Meister
Deutsche Beratergruppe, Newsletter 50, 18. Oktober 2012
Die Parlamentswahl am 28. Oktober in der Ukraine lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Land, dessen Wirtschaft kriselt und dessen Staatsapparat reformbedürftig ist. Brüssels Ansinnen, durch Nicht-Unterzeichnung des fertigen Freihandelsabkommens der Führung in Kiew demokratische Zugeständnisse abzuringen, blieb erfolglos. Die EU sollte das Vertragswerk lieber so formulieren, dass sie damit Druck auf die Eliten ausüben und die Bevölkerung in die Modernisierung des Landes einbeziehen kann.
Islamische Akteure in Nordafrika
Islamische Akteure in NordafrikaWas sind ihre Ziele? Wie groß ist ihr Einfluss? Aktuelle Analysen zu Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien
von Sigrid Faath
Konrad Adenauer Stiftung, 15. Oktober 2012, 317 S.
Die Umbrüche in Nordafrika haben den politischen Akteuren neue Handlungsspielräume eröffnet, die sich vor allem islamische Organisationen zunutze machen konnten. Im Gegensatz zu den Zielen des arabischen Frühlings streben sie ein religiös-autoritäres Regiment an. Gesellschaftliche Konflikte sind vorprogrammiert. Die Kenntnis der neuen Kräfte ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Nachbarschaftspolitik der EU. Studie mit fünf Länderanalysen.
Amerika – der gefesselte Riese
Amerika – der gefesselte RieseDie verschuldeten USA werden Lasten verringern und abgeben
von Josef Braml
Das Parlament, 41/42, 8. Oktober 2012, S. 11
Die US-Regierung muss sparen. Das betrifft vor allem die Außenpolitik. So soll allein der Verteidigungsetat in den kommenden zehn Jahren um eine Billion Dollar sinken. Vom Militär wird erwartet, künftig mit weniger Mitteln mehr zu leisten. Der Einsatz neuer Ausrüstung wie Drohnen soll helfen. Außerdem werden die Verbündeten Lasten tragen müssen, die bisher die USA geschultert haben.
Weltraum-Akteur Deutschland
Weltraum-Akteur DeutschlandStrategische Aspekte deutscher Weltraumsicherheitspolitik
von Cornelius Vogt
WeltTrends Thesis 13, September 2012, 100 S.
Noch nie waren Gesellschaft, Wirtschaft und Staat so abhängig von weltraumgestützten Anwendungen. Bestes Beispiel ist die Kommunikation via Satellit, ohne die kein Bürger, kein Unternehmen und keine Armee mehr auskommt. Die Nutzung des Weltalls ist zu einem zentralen Aspekt staatlicher Daseinsvorsorge und der Sicherheitspolitik geworden. Für Deutschland geht es darum, sich durch sein Know-how in Schlüsselbereichen der Raumfahrt als internationaler Kooperationspartner unverzichtbar zu machen.
Deutsche und französische Mittelmeerpolitik
Trotz europäischem Rahmen bestehen die nationalen Ansätze fort
von Claire Demesmay
Allemagne d’aujourd’hui, Juli-September 2012, S. 185-195
Deutsche und französische Politik gegenüber den südlichen Anrainerländern des Mittelmeeres wird weiterhin von sehr unterschiedlichen Motiven getrieben – obwohl es bereits seit den Neunziger Jahren eine gemeinsame EU-Politik gibt. Beide Länder haben jeweils eigene historische Bindungen zu der Region und unterhalten besondere wirtschaftliche und strategische Beziehungen mit Nordafrika. Die Umbrüche des arabischen Frühlings aber lassen eine Aufwertung des EU-Rahmens nun umso dringender erscheinen.
USA im Wahlkampf
USA im WahlkampfDie blockierte Nation
von Josef Braml
Cicero online, Magazin für politische Kultur, 8. September 2012
US-Präsident Barack Obama hat vor vier Jahren einen Politikwechsel versprochen. Wer heute von Obama enttäuscht ist, versteht nicht, wie groß die Probleme waren, die ihm sein Vorgänger hinterlassen hat. Und er hat auch keine Vorstellung davon, wie das politische System in den USA funktioniert bzw. nicht mehr funktioniert. Diese beiden Aspekte sind aber zu berücksichtigen, um die Entwicklung in den USA nach den Wahlen einschätzen zu können, sagt Josef Braml, USA-Experte der DGAP.
DGAP in den Medien