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Ausgewählte Publikationen

Frankreichs Protest- und Streikkultur in Krisenzeiten
Frankreichs Protest- und Streikkultur in KrisenzeitenVon ihrem gesetzlich garantierten Streikrecht machen die Franzosen regen Gebrauch, es ist Teil der nationalen Identität
von Julie Hamann
Bundeszentrale für Politische Bildung, 20. Februar 2013
Ob Krise oder nicht: In Frankreich wird häufiger und heftiger gestreikt als in Deutschland, Konflikte um Arbeitszeiten und Tarife werden schnell in die Öffentlichkeit getragen. Das wirtschaftspolitische System Frankreichs bietet deutlich weniger Raum für Ausgleich und Vermittlung. Zudem wollen die Franzosen ihr Sozialsystem möglichst so bewahren, wie es ist. Das scheint ihnen die beste Gewähr gegen einen Verlust des Arbeitsplatzes zu bieten.
Der neue Ölrausch in Amerika
Der neue Ölrausch in AmerikaTrotz neuer Methoden der Energiegewinnung werden die USA weiter Erdöl aus dem Nahen Osten importieren müssen
von Josef Braml
Neue Zürcher Zeitung 38, 15. Februar 2013, S. 23
Amerika ist keinesfalls auf dem Weg in die Energieunabhängigkeit. Josef Braml warnt davor, allzu große Hoffnungen in das sogenannte Fracking zu setzen und daraus falsche sicherheitspolitische Schlussfolgerungen zu ziehen. Stabilität im Nahen Osten bleibt wegen der dortigen Rohstoffvorkommen von höchstem Interesse für die USA. Washington wird daher seine Präsenz in der Region aufrecht erhalten – umso mehr als China dort immer größere Aktivitäten entfaltet.
Mali-Einsatz: Frankreichs Werk und Europas Beitrag
Mali-Einsatz: Frankreichs Werk und Europas BeitragDie Rebellen musste Paris allein zurückschlagen. Jetzt ist die EU-Außenpolitik gefordert
von Katrin Sold
The European, 8. Februar 2013
Der „Erste Hilfe-Einsatz“ Frankreichs hat das Überleben der malischen Regierung gesichert und das Land vor einer Machtübernahme der Islamisten bewahrt. Das lag im ureigenen Interesse der ehemaligen Kolonialmacht. Die Stabilisierung Malis erfordert jedoch mehr als einen kurzen Kampfeinsatz. Es gilt, die Rebellen an einer Rückkehr zu hindern, die ethnischen Konflikte beizulegen und das Land wirtschaftlich und politisch aufzubauen. Jetzt ist die Stunde der EU-Außenpolitik gekommen.
Asien strategisch in den Blick nehmen!
Asien strategisch in den Blick nehmen!Die EU kümmert sich zu wenig um die sicherheitspolitischen Risiken der Region, warnt Eberhard Sandschneider
von Eberhard Sandschneider
Der Tagesspiegel Online, 2. Februar 2013
Asiens Aufsteigerstaaten sind für Europa vor allem Handelspartner. Als Raum machtpolitischer Spannungen findet die asiatisch-pazifische Region in der EU-Außenpolitik dagegen kaum Beachtung. Der Machtwille Chinas wird ebenso unterschätzt wie die Gefahr militärischer Konflikte, sei es auf der koreanischen Halbinsel oder im südchinesischen Meer – und deren mögliche globale Konsequenzen. Da Brüssel als Akteur ausfällt, sind die EU-Mitgliedsländer gefordert, Asien strategisch in den Blick zu nehmen.
Une parenthèse d'harmonie
50 Jahre Élysée: Eine sachliche Feier
von Claire Demesmay
ParisBerlin, Februar 2013, S.109
Die Goldene Hochzeit des deutsch-französischen Paares spiegelt die Beziehung zwischen den beiden Ländern wider: stabil, institutionalisiert, normalisiert. Doch Verständnisprobleme zwischen Deutschen und Franzosen bleiben bei vielen Themen bestehen.
Frankreichs algerisches Erbe
Frankreichs algerisches ErbeDie gemeinsame Geschichte und die von Gewalt begleitete Trennung belasten das Verhältnis beider Länder bis heute
von Katrin Sold
Bundeszentrale für Politische Bildung, 31. Januar 2013
Die Folgen des Algerienkrieges sind nicht nur eine schwere Hypothek für die zwischenstaatlichen Beziehungen, sondern beeinflussen auch immer noch die französische Innenpolitik. Acht Prozent der Bürger haben algerische Wurzeln. Sie hielten die Erinnerung an die Staatskrise und die Flucht Hunderttausender wach, während Politik und Mehrheitsgesellschaft das Thema weitgehend verdrängten. Obwohl nun offener darüber diskutiert wird, ist die Aufarbeitung längst nicht vollendet.
50 Jahre Élysée-Vertrag
50 Jahre Élysée-VertragHat der deutsch-französische Bilateralismus Zukunft?
von Claire Demesmay
APuZ 1-3, 1. Januar 2013, S. 37-42
Es ist ein Jubiläum zwischen Routine und veränderten Rahmenbedingungen. Nach dem Bedeutungsverlust in der größeren EU hat die deutsch-französische Zusammenarbeit durch das gemeinsame Euro-Krisenmanagement neue Dynamik erhalten. Berlin und Paris müssen jedoch ihre EU-Partner einbeziehen und dürfen Themen wie die Außen- oder Energiepolitik nicht aus dem Blick verlieren. Dann werden die Dienste des Duos zur Führung der Gemeinschaft auch künftig gefragt sein.
Deutsch-französische Zusammenarbeit
Buchpublikation „Que reste-t-il du couple franco-allemand?“ über die Grundlagen und Perspektiven der Partnerschaft
von Cécile Calla, Claire Demesmay
La Documentation Française, Réflexe Europe, Série Débats, Januar 2013, 182 S.
Weder tagespolitischer Streit noch der gewachsene wirtschaftliche Größenunterschied wird zur Scheidung führen, sind Cécile Calla und Claire Demesmay überzeugt. Zu tief ist die Partnerschaft in beiden Ländern bereits verwurzelt. Zudem bleibt die EU auf deutsch-französische Kompromisse angewiesen, wenn sie die Schuldenkrise überwinden will. Berlin und Paris sollten sich aber vor nationalen Reflexen hüten, dürfen nicht in Routine erstarren und müssen die Kooperation für weitere Partner öffnen.
Die USA erneut vor fiskalischem Abgrund
Die USA erneut vor fiskalischem AbgrundPolitik und Notenbank gefährden das Dollar-Privileg
von Josef Braml
Ifo Schnelldienst 24/2012, Dezember 2012, S. 3-6
Kongress und Präsident sind unfähig, ihre Verwaltung zu finanzieren. Im kommenden Streit um die Schuldenobergrenze werden die Kontrahenten erneut die Kreditwürdigkeit ihres Landes aufs Spiel setzen. Einzige handlungsfähige Institution in Washington bleibt die Notenbank. Sie kauft die Staatsanleihen, die vom Ausland nicht mehr bedient werden. Ihre Liquiditätsspritzen gefährden jedoch die Stellung des US-Dollars als Leitwährung und damit das auf Pump finanzierte amerikanische Wirtschaftsmodell.
Zusammen ist man weniger allein
Zusammen ist man weniger allein
von Claire Demesmay
The European, Dezember 2012, S.18-19
Frankreich fürchtet den deutschen Machtgewinn. Dabei ist das Wichtigste nicht zu wissen, wer in den französisch-deutschen Beziehungen die Hosen anhat – sondern, ob die beiden Länder noch immer gemeinsam die europäische Integration vorantreiben wollen.
DGAP in den Medien