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Ausgewählte Publikationen

Die Außenpolitik von Jacques Chirac
Oder: Frankreich ohne Überraschungen
von Christian Lequesne
DGAPanalyse Frankreich 2, 05.11.2007, 13 S.
In der zwölfjährigen Präsidentschaft von Jacques Chirac (1995–2007) sucht man vergeblich nach klaren Linien in der Europa-Politik: Derselbe Politiker, der in den siebziger Jahren zum Boykott der Wahlen zum Europäischen Parlament aufgerufen hatte, unterstützte 1992 den Vertrag von Maastricht und einige Jahre später das europäische Verfassungsprojekt. So fällt die außenpolitische Bilanz von Chirac durchwachsen aus: eine Politik ohne neue Konturen und ohne Überraschungen.
Die unbekannte Macht der Staatsfonds
Protektionismus ist die falsche Erwiderung
von Katharina Gnath
DGAPstandpunkt 7, 29. Oktober 2007, 3 S.
Der Schutz einheimischer Industrien vor ausländischen Staatsfonds ist nur dann gerechtfertigt, wenn die nationale Sicherheit und direkte Daseinsvorsorge betroffen sind – industrie- oder standortpolitische Gründe reichen nicht aus. Eine generelle Abwehrhaltung gegenüber internationalem Staatskapital schadet Deutschland langfristig. Dennoch sollte sich die deutsche Regierung weiterhin auf europäischer und internationaler Ebene für mehr Transparenz von Staatsfonds einsetzen.
Prüfstein Kosovo
Die EU ist kontinentale Ordnungsmacht. Darauf muss sie ihre Erweiterungspolitik einstellen.
von Cornelius Adebahr
DGAPstandpunkt 6, 12. September 2007, 4 S.
Fünfzehn Jahre nach Ausbruch der Kriege im ehemaligen Jugoslawien ist die „Stunde Europas“ nun endgültig gekommen. Diesmal geht es nicht um militärische Intervention sondern um politisches Engagement am Verhandlungstisch, zugespitzt in der Statusfrage des Kosovo. Die selbst verschuldete Schwäche der Amerikaner und Russen bringt die Europäische Union innerhalb der so genannten Troika in eine Schlüsselposition. Sie darf diese Stunde nicht ein zweites Mal verpassen.
Amerikas alternativer Antrieb
Erneuerbare Energieaußenpolitik der USA
von Josef Braml
DGAPanalyse 2, 06.09.2007, 24 S.
Nach vorherrschender Expertenmeinung ist keine ernsthafte Reform der amerikanischen Energiesicherheitspolitik zu erwarten, solange kein gravierender Schock des internationalen Systems eintritt. Dagegen legt die vorliegende Analyse nahe, dass die Versorgungssicherheits-, Wirtschafts- und Umweltkosten ihrer gegenwärtigen Energieaußenpolitik die USA veranlassen werden, einen alternativen Weg einzuschlagen: in Richtung effizienter und erneuerbarer Energien.
Der Raketenstreit wächst sich zu einer internationalen Krise aus
von Ulrich Weisser
DGAPstandpunkt 5, 06. Juni 2007, 6 S.
What did U.S. officials expect would come from … the development of U.S. bases in Central Asia or from the program to install a new anti-missile system in Central Europe? Even American analysts find bizarre and provocative this plan to put an unproven system of unreliable defence against a threat that does not yet exist, in places where it is certain to be interpreted as hostile by the Russians... William Pfaff – New York Times
Deutschland diskutiert am strategischen Nutzen der Raketenabwehr vorbei
von Jan-Friedrich Kallmorgen
DGAPstandpunkt 4, 14. Mai 2007, 4 S.
Die deutsche Debatte um das von den USA geplante Raketenabwehsystem leidet unter drei Faktoren, die eine nüchterne Analyse der Situation erschweren: Außenpolitische Pläne der USA stehen seit dem Irak-Krieg unter Generalverdacht, Moskaus Interessen wird überproportional viel Rücksichtnahme gewährt und die iranische Bedrohung wird heruntergespielt.
Licht und Schatten auf dem EU-Frühjahrsgipfel 2007
Gemeinsame Energie- und Energieaußenpolitik oder nationale Sonderbeziehungen mit Russland
von Frank Umbach, Alexander Skiba
DGAPstandpunkt 3, 14. Mai 2007, 4 S.
Nach dem EU-Frühjahrsgipfel 2007 steht fest: die Europäische Union ist in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Energieaußenpolitik nur vordergründig so geeint, wie es die Ratsbeschlüsse nahe legen. Sie muss gegenüber Russland künftig mit »einer Stimme« sprechen, energiepolitische Entscheidungen zielgerichteter planen und Pipelineprojekte außenpolitisch stärker flankieren. Nur so kann sich die EU zu einem strategischen Akteur in internationalen Energiefragen entwickeln.
Ist Europa konfliktscheu?
Gedanken zur „Berliner Erklärung“
von Henning Riecke, Jan Techau
DGAPstandpunkt 2, 26. März 2007, 12 S.
Mit der Berliner Erklärung zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge hat die EU sich selbst ein Glückwunschtelegramm geschickt. Das Dokument ist knapp und verständlich, vereint Begeisterung über das Erreichte mit eher nüchternen Passagen und enthält einige gelungene Kompromissformulierungen, insgesamt eine angemessene Form der Selbstwürdigung. Grundsätzlichen Konflikte unter den Europäern werden aber ausgeklammert.
Globale Rivalen
von Eberhard Sandschneider
Hanser Wirtschaft, März 2007, 255 S.
Der Aufstieg Chinas ist der entscheidende machtpolitische Konflikt auf der internationalen Bühne des frühen 21. Jahrhunderts. Dieser Konflikt wird nicht zwangsläufig militärisch, sondern auf den neuen Feldern globaler Positionierung ausgetragen: Imagewettbewerb, wirtschaftliche Konkurrenz, Rivalität um Ressourcen und technologischer Wettlauf bestimmen die Machtpolitik der Gegenwart.
Wettbewerbsfähig und sozial?
Die Lissabon-Strategie aus deutsch-französischer Perspektive
von Isabelle Bourgeois, Markus Gabel
DGAPanalyse 1, 28.02.2007, 24 S.
Trotz ihrer Reform im März 2005 bleiben die Erfolge der Lissabon-Strategie, die die Europäische Union bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt machen soll, weiterhin aus. Um die europäischen Schwächen in den Griff zu bekommen, sieht die Strategie eine grundlegende Reform der Wirtschafts- und Sozialsysteme vor. Die Umsetzung der Lissabon-Strategie krankt jedoch unter anderem daran, dass es weiterhin an einem proaktiven Engagement der Mitgliedstaaten fehlt.
DGAP in den Medien
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