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Ausgewählte Publikationen

Die G20 zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Die G-20-Gruppe hat seit ihrer Gründung nicht viel erreicht. Aber sie soll noch eine Chance bekommen
von Katharina Gnath, Claudia Schmucker
Süddeutsche Zeitung, 4. Juni 2012
Am 18./19. Juni treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G 20) in Los Cabos, Mexiko. Die Erwartungen an das Treffen sind bereits im Vorfeld gering. Drei Jahre, nachdem sich die Gruppe selbst zum wichtigsten Koordinationsgremium für die Weltwirtschaft erklärt hat – befindet sich die G 20 in einem fundamentalen Dilemma, schreiben die DGAP-Expertinnen Claudia Schmucker und Katharina Gnath in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung.
Wider den Gipfelglanz
Wider den GipfelglanzDie G20 muss den Netzwerkgedanken stärken
von Katharina Gnath, Claudia Schmucker
DGAPkompakt 5, 1. Juni 2012, 6 S.
Die Erwartungen an den G20-Gipfel am 18./19. Juni in Mexiko sind gering, konkrete Ergebnisse wird es kaum geben. Man will zur Überwindung der Eurokrise aufrufen, erneut soll es auch um die Mittelaufstockung des IWF gehen. Die G20 befindet sich in einem Dilemma zwischen dem Wunsch nach medienwirksam inszenierten Gipfeln und dem Anspruch, als globales Lenkungsgremium nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Als gemeinsames Netzwerk der Industrie- und Schwellenländer wird sie aber dringend gebraucht.
Nach dem Arabischen Frühling
Nach dem Arabischen Frühling
von Sigrid Faath
Bundeswehr, Reader Sicherheitspolitik 4, 19. März 2012
Erneute Demonstrationen gegen den Militärrat in Ägypten, umfassende Streiks in Tunesien. Ein Jahr nach der panarabischen Protestwelle wächst die Ungeduld der Bürger. In den Ländern mit Machtwechsel verschärfen sich grundlegende Probleme: Der Ausfall von Sicherheitskräften lässt die Kriminalität aufblühen, Terroristen finden Rückzugsräume. Und: Die wirtschaftliche Lage ist schlecht. „Der eigentliche – soziale – Sprengstoff konnte bisher in keinem Land entschärft werden,“ schreibt Sigrid Faath.
Frankreich und Deutschland in der Eurokrise
Zweifel an Diagnose und Strategie
von Sylvie Goulard
DGAPanalyse 6, 21. Mai 2012, 20 S.
Ende Mai hat die EU erneut über Auswege aus der Schuldenkrise beraten. Drei fundamentale Fehler sind beim Krisenmanagement bisher begangen worden, schreibt die Europa-Abgeordnete Sylvie Goulard in ihrer DGAPanalyse: Eine echte Reform der Währungsunion wurde nicht in Angriff genommen, der Gegensatz zwischen Wachstums- und Sparkurs erschwerte den Abbau wirtschaftlicher Ungleichgewichte und: der autoritäre Stil der Regierungschefs verhinderte eine breite Debatte über den richtigen Weg.
„Die Raketenabwehr ist eine Kernaufgabe der NATO“
„Die Raketenabwehr ist eine Kernaufgabe der NATO“Thomas Hambach, Leiter des NATO-Referats im Bundesministerium der Verteidigung
von Thomas Hambach
DGAP-Interview, 16. Mai 2012
Anfang Mai verschärfte Russland den Ton gegenüber dem westlichen Bündnis. Zu einer Kooperation bei der Raketenabwehr ist es bislang nicht gekommen. Dennoch wird die NATO beim Gipfel in Chicago bekannt geben, dass sie über erste Bausteine eines Abwehrschilds verfügt, mit dem sie das Bündnisgebiet vor Raketenangriffen schützen will. „Mit diesem Schritt setzt die NATO ein wichtiges politisches Signal und zeigt, dass es ihr Ernst ist mit diesem Projekt,“ sagt Thomas Hambach.
„Die Amerikaner werden das Bündnis nicht aufgeben“
„Die Amerikaner werden das Bündnis nicht aufgeben“Dirk Brengelmann, beigeordneter NATO-Generalsekretär
von Dirk Brengelmann
DGAP-Interview, 15. Mai 2012
Der NATO-Gipfel in Chicago steht bevor. Dass das Bündnis irgendwie funktioniert, hat es in Afghanistan und Libyen gezeigt. Aber Defizite bei den militärischen Fähigkeiten und mangelndes Engagement der Europäer bleiben ein Problem. Wie ist es um den Zusammenhalt der Allianz bestellt? Wie weit reicht die Geduld der Amerikaner? „Smart Defense“ soll helfen, die Kräfte Mitgliedstaaten besser abzustimmen, Finanzkrise und Sparzwang werden die Rüstungskooperation voranbringen, so Dirk Brengelmann.
NATO’s Inward Outlook
NATO’s Inward Outlook Global Burden Shifting
von Josef Braml
Smart Defense and the Future of NATO: Can the Alliance Meet the Challenges of the Twenty-First Century? Conference Report and Expert Papers, The Chicago Council on Global Affairs, 14. Mai 2012, 8 S.
Dass die USA als größter Beitragszahler des NATO-Militärhaushalts wirtschaftlich angeschlagen sind, bringt das Bündnis in eine schwierige Situation. Washington wird versuchen, für eine ausgewogenere Lastenteilung unter seinen Partnern zu sorgen – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Allianz. Sowohl die Idee einer „globalen NATO“ als auch die Zusammenarbeit mit demokratischen Partnerländern in Südostasien werden künftig eine stärkere Rolle spielen.
Focused Engagement
Focused EngagementNATO’s Political Ambitions in a Changing Strategic Context
von Henning Riecke
Smart Defense and the Future of NATO: Can the Alliance Meet the Challenges of the Twenty-First Century? Conference Report and Expert Papers, The Chicago Council on Global Affairs, 14. Mai 2012, 8 S.
Sollte sich die NATO auf bestimmte Pflichten beschränken – oder ihr Mandat ausweiten? Wie lassen sich trotz schrumpfender Budgets neue Aufgaben bewältigen? Wie soll das Bündnis mit Akteuren wie Russland und China umgehen? Die NATO steckt in einem strategischen Dilemma: Während sie sich eigentlich auf wenige Prioritäten konzentrieren müsste, um schlagkräftiger zu werden, erfordern die immer vielfältigeren Herausforderungen eine breitere Aufstellung.
Transatlantische Beziehungen: Wenn Außenpolitik zu Innenpolitik wird
Präsidentschaftswahlkampf 2012 in Frankreich
von Paul Jutteau, Julia von Studzinski
Trotz der Uneinigkeit zwischen den beiden großen Parteien einerseits und den rechts- und linksradikalen Parteien andererseits über die künftige Ausgestaltung der transatlantischen Beziehungen hat das Thema im Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt. Alle Parteien haben sich jedoch bei der Organisation des Wahlkampfs an den USA orientiert.
Das Unvereinbare vereinbaren:
François Hollande vor dem zweiten Wahlgang
von Richard Probst
François Hollande geht nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl gemäß der Umfragen als Favorit in den zweiten Wahlgang. Umfragen am Abend des ersten Wahlgangs sahen den sozialistischen Kandidaten in der zweiten Wahlrunde mit 54 Prozent der Stimmen vor seinem Konkurrenten, dem amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy (46 Prozent). Für François Hollande gilt es, im zweiten Wahlgang das Stimmenreservoire der gesamten Linken auf sich vereinen, ohne dabei die Wähler der Mitte abzuschrecken.
DGAP in den Medien