Publikationen des Programms

Die Geoökonomie der USA: Globales Wettrüsten gegen China
von Josef Braml
In: Michael Staack und David Groten: China und Indien im regionalen und globalen Umfeld, Verlag Barbara Budrich, Opladen/Berlin/
Die USA versuchen zu verhindern, dass China durch seine Währungs- und Handelspolitik mehr Einfluss gewinnt. Anders als sein Amtsvorgänger Barack Obama, der seine "Hinwendung nach Asien", die Eindämmung Chinas, mit einer Transpazifischen Partnerschaftsinitiative (TPP) handelspolitisch im Verbund mit alliierten Ländern forcieren wollte, setzt US-Präsident Donald Trump auf die Stärke seines Militärs sowie seine nationalistische Wirtschaftspolitik.
Trump im Aufwind: Mit der Wirtschaft wuchern, von Problemen ablenken
von Henning Riecke
DGAPstandpunkt 1, 31. Januar 2018, 2 S.
Diese Gelegenheit hat sich Trump nicht entgehen lassen. Früh im Jahr hält der US-Präsident eine Rede über die Lage der Nation vor dem Kongress. Trotz aller Kritik steht Trump nicht schlecht da: Er reklamiert den Wirtschaftsaufschwung für sich und lenkt damit von Problemen ab. Mit Reformen in der Immigrationspolitik und Investitionen in die Infrastruktur setzte er auf Projekte, in denen Kompromisse mit dem Kongress greifbar sind. Damit nimmt Trump auch die Zwischenwahlen im November in den Blick.
Trumps Angriff auf die UN
Trumps Angriff auf die UNDeutschland sollte manche Einwände Amerikas aufgreifen – trotz aller Kritik an der Demontagepolitik Washingtons
von Josef Braml
DGAPkompakt 3, 24. Januar 2018, 7 S.
Das Verhältnis der USA zu den Vereinten Nationen zielt seit jeher darauf ab, die Weltorganisation als Werkzeug zu erhalten, das den eigenen Interessen dienen kann. Auch US-Präsident Trumps ‚transaktionale‘ Außenpolitik entspricht diesem instrumentalistischen Verständnis. Trotz aller Kritik daran sollten Deutschland und Europa pragmatisch die US-Reforminitiativen unterstützen, die im gemeinsamen transatlantischen Interesse liegen. Ein effektiver Multilateralismus ist gerade für Deutschland wichtig.
Legitimationskrise des politischen und wirtschaftlichen Systems der USA
von Josef Braml
In: Winand Gellner und Michael Oswald (Hrsg.): Die gespaltenen Staaten von Amerika. Die Wahl Donald Trumps und die Folgen für Politik und Gesellschaft, Wiesbaden: Springer VS, 2018, S. 237-254.
Im internationalen Demokratievergleich sind die USA nicht mehr unter den Musterschülern zu finden. Für den Qualitätsverlust der US-Demokratie gibt es Gründe: Einerseits wenden sich immer mehr US-Bürger vom politischen Geschehen ab oder begehren gegen das Establishment auf, indem sie Populisten und Demagogen wie Donald Trump unterstützen.
Trump’s Non-Governmental Organization
von Josef Braml
DGAPstandpunkt 9 (September 2017), 3 pages.
Trump’s actions may appear impulsive and erratic, but there is method in the madness.
Trumps Nicht-Regierungs-Organisation
Trumps Nicht-Regierungs-OrganisationStrategische Staatsdemontage hinter vermeintlichem Chaos
von Josef Braml
DGAPstandpunkt 8, 2017, 3 S.
US-Präsident Trumps Handeln wirkt auf viele Beobachter impulsiv und erratisch. Dennoch zeigt es in seiner vermeintlichen Inkohärenz eine klare Linie und ein klares Ziel: Es geht darum, die Rolle des Staates in den USA radikal zu beschneiden. Er könnte damit durchkommen – trotz der vehementen Kritik, die ihm insbesondere seit den Zwischenfällen in Charlottesville aus Wirtschaft und Gesellschaft entgegenschallt.
Außenpolitische Herausforderungen für die nächste Bundesregierung
Außenpolitische Herausforderungen für die nächste BundesregierungStärken, Schwächen, Chancen und Risiken
von Josef Braml, Claire Demesmay, Dina Fakoussa, Ali Fathollah-Nejad, Wilfried Jilge, Laura Lale Kabis-Kechrid, Stefan Meister, Christian Mölling, Jana Puglierin, Henning Riecke, Claudia Schmucker, Daniela Schwarzer, Svenja Sinjen, Sebastian Sons, Sarah Wohlfeld
DGAPkompakt 6, 20. Juli 2017, 43 S.
Die neue Bundesregierung wird ab Herbst 2017 im nationalen wie im europäischen Rahmen wichtige Entscheidungen treffen müssen. DGAP-ExpertInnen skizzieren für zwölf Themenfelder, wo Deutschland jeweils außenpolitisch steht, mit welchen Partnern die Bundesregierung welche Interessen verfolgen sollte und mit welchen Zielen anderer Akteure diese kollidieren könnten.
Die Politisierung des Dollar-Kurses
Die Politisierung des Dollar-KursesBeim Abwertungswettlauf der Währungen gibt es nur Verlierer
von Josef Braml
DGAPkompakt 2, 3. April 2017, 6 S.
Die Trump-Regierung will ihrem Land mit protektionistischen Maßnahmen im weltwirtschaftlichen Wettbewerb zu neuer Stärke verhelfen – insbesondere auf Kosten exportstarker Länder wie Deutschland und China. Da die USA hierbei auch zur Wechselkurspolitik greifen könnten, sollte sich die G20 aktiv mit der Gefahr währungspolitischer Verwerfungen befassen.
The Show Will Go On
von Henning Riecke
DGAPstandpunkt 2, 23. Januar 2017, 3 S.
Wer gehofft hatte, Donald Trump werde bei seiner Amtseinführung den Hut des Populisten absetzen und einen echten Präsidenten geben, wurde enttäuscht. In seiner kurzen Rede setzte er die Mischung aus Diffamierung und Angstmacherei fort, die seinen Wahlkampf erfolgreich machte.
Amerikas Schwäche im globalen Wettbewerb mit China
von Josef Braml
DGAPkompakt 1, 23. Januar 2017, 4 S.
Der härter werdende Wettbewerb zwischen der angeschlagenen Weltmacht USA und der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China wird auch Europa und insbesondere seine exportorientierte Führungsnation Deutschland beeinträchtigen.
Wollen und Können
Wollen und KönnenTrump und die außenpolitische Wirklichkeit
von Henning Riecke
DGAPkompakt 19, 30. November 2016, 8 S.
Zu widersprüchlich sind Donald Trumps Aussagen zu seinen außenpolitischen Plänen, als dass er sie nahtlos in politisches Handeln umsetzen könnte. Um zu entscheiden, wie Deutschland und Europa sich ihm gegenüber positionieren, muss man die US-Interessen hinter Trumps Vorschlägen und seinen innenpolitischen Handlungsspielraum untersuchen. Gegenüber der NATO oder Iran, vielleicht sogar gegenüber China, dürfte seine Politik weniger radikal ausfallen als seine Ankündigungen.
Eine Tankfüllung reicht nicht für TTIP
von Josef Braml
Debattenportal der Bundeszentrale für Politische Bildung, 4. Oktober 2016
Die politische Konstellation für das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA ist ungünstig. Im Wahlkampf findet das Thema wenig Befürworter – danach wahrscheinlich auch nicht, meint der Berliner US-Experte Josef Braml.
Wahlen in den USA: Trumps Nationalismus
von Josef Braml
Neue Zürcher Zeitung, 26. August 2016
Nach Einschätzung des USA-Experten Dr. Josef Braml wären die Wahlkämpfer der Republikaner gut beraten, endlich die Latinos als wichtige Wählergruppe stärker zu berücksichtigen.
Die Parteien entscheiden längst nicht mehr
von Josef Braml
DGAPstandpunkt 9, 21. Juli 2016
Am 8. November wird in den USA nicht nur ein neuer Präsident, sondern auch ein neuer Kongress gewählt. Eine erneute Blockadehaltung könnte das Land zum Stillstand bringen und den sozialen Frieden gefährden.
„Bündnissolidarität ist Teil deutscher Staatsräson“
„Bündnissolidarität ist Teil deutscher Staatsräson“ Wie Abschreckung und Dialog zusammengehören
von Henning Riecke
Online-Kommentar
Die Bundesregierung plädiert für eine starke NATO, der Außenminister wettert dagegen: Die Verbündeten sind verwirrt. Östliche NATO-Staaten sehen die deutsche Forderung nach Dialog auch als Anbiederung an Russland. Dabei ist dieser Widerspruch nur oberflächlich – Verteidigungs- und Gesprächsbereitschaft hängen eng zusammen.
Sicherheit an der Südflanke
Die NATO widmet sich erstmals den Bedrohungen im Süden
von Sebastian Feyock
Online-Kommentar
Auf ihrem Gipfel in Warschau haben sich die Staats- und Regierungschefs der NATO erstmals ausführlich mit den Bedrohungen im Süden und Südosten der Allianz beschäftigt. Die südlichen Bündnismitglieder, die sich bereits an der Abschreckung und Rückversicherung im Osten der Allianz beteiligen, hatten zu Recht gefordert, dass sich die NATO auch auf die Instabilität im Mittelmeerraum konzentrieren müsse.
Der Brexit und das EU-Machtgefüge
Der Brexit und das EU-MachtgefügeWie wirkt sich das britische Votum auf die EU und ihr Gewicht in der Welt aus?
von Claire Demesmay, Stefan Meister, Jana Puglierin, Julian Rappold, Henning Riecke, Eberhard Sandschneider, Gereon Schuch
Die Entscheidung für einen Brexit hat das Vereinigte Königreich tief erschüttert: Seit Bekanntgabe des Ergebnisses zerfleischen sich die politischen Eliten. Das britische Pfund stürzte auf ein historisches Tief. Das Königreich droht in seine Einzelteile zu zerfallen. Aber welche mittel- und langfristigen Folgen hat der Brexit über die Grenzen des Vereinigten Königreichs hinaus? Wie verändert der Entscheid die Machtverteilung in der EU, und wie ihr Gewicht in der Welt?
Germany’s Vote to Strike ISIS in Syria
Germany’s Vote to Strike ISIS in SyriaSignalling a shift in its approach to international law
von Eric Langland
DGAPkompakt 14 (Juni 2016), 5 S. (in englischer Sprache)
After the terrorist attacks in Paris in November, President Hollande somewhat surprisingly invoked Article 42.7 of the Lisbon Treaty – the EU’s mutual assistance clause – instead of NATO’s Article 5 to win European support for the military campaign against ISIS in Syria. Germany’s Bundestag answered the call, voting in December to authorize military support. By championing Lisbon’s assistance clause, Germany sent a clear signal to its fellow member states in support of European common defense.
Teile und herrsche
Teile und herrscheTTIP und TPP sind Teil der globalen Geopolitik der USA
von Josef Braml
DGAPstandpunkt 4, 20. Mai 2016, 2 S.
Wer nach dem Motto des römischen Imperiums („divide et impera“) die Welt in Blöcke teilt, um sie besser beherrschen zu können, betreibt nicht Freihandel, sondern Machtpolitik.
Donald Trump ist nicht das Problem
Donald Trump ist nicht das ProblemTrump ist der populistische Ausdruck grundlegender Defizite liberaler Demokratien. Diese Probleme hat auch Deutschland.
von Josef Braml
DGAPstandpunkt 3, 2. Mai 2016, 3 S.
Wer die kometenhaften Aufstiege Donald Trumps in den USA und der AfD in Deutschland vergleicht, wird Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede erkennen. Gemeinsam ist die Unzufriedenheit mit der politischen Klasse. Die liberale Demokratie steht unter Druck. Der Staat schafft es nicht mehr, weder in Amerika noch in Europa, seinen Bürgern das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.
dgap info
DGAP in den Medien