Publikationen des Programms

Shaking Up the 2019 European Election
Shaking Up the 2019 European ElectionMacron, Salvini, Orbán, and the Fate of the European Party System
von Julie Hamann, Milan Nič, Jana Puglierin
DGAPanalysis 1 (February 2019), 11 pp.
More fragmented than ever, Europe is at a crossroads, making the 2019 European Parliament election an immensely political event. Stakes are high for Emmanuel Macron, Matteo Salvini and Viktor Orbán, all of whom could shake up the balance of power in the EP. Macron has lost much of his initial vigor, and the disruptive potential of Salvini and Orbán is significant. If played well, their combined power could send shock waves across all European institutions.
Eine pragmatische Antwort auf europäische Blockaden
Eine pragmatische Antwort auf europäische BlockadenVertrag von Aachen
von Claire Demesmay
DGAPstandpunkt 2, 24. Januar 2019, 2 S.
Ein Blick auf die Presse zeigt es: Der bilaterale Kooperationsvertrag, den die Bundeskanzlerin und der französische Präsident am 22. Januar in Aachen unterzeichneten, wurde mit einer gewissen Skepsis empfangen. Sicherlich ist er nicht perfekt. Als Ergebnis von langen Verhandlungen zwischen beiden Ländern ist er von Kompromissen geprägt und lässt vieles offen. Dennoch ist er zu begrüßen. Dafür sprechen drei Gründe.
Die Gelbwesten stellen Macrons Glaubwürdigkeit in Frage
Die Gelbwesten stellen Macrons Glaubwürdigkeit in FrageFrankreich vor der Europawahl
von Claire Demesmay
DGAPstandpunkt 1, 16. Januar 2019, 3 S.
Die tiefe politische Krise, die Frankreich mit der Bewegung der Gelbwesten durchlebt, gefährdet Macrons Strategie. Unter der Flagge des Progressivismus setzt sich Frankreichs Präsident für eine Reformagenda in der Innen- wie auch Europapolitik ein. Mehr denn je braucht er den Erfolg in der EU, um in Frankreich als handlungsfähig wahrgenommen zu werden. Umgekehrt hängt seine Autorität als Ideengeber und Anführer des proeuropäischen Lagers stark von seiner Glaubwürdigkeit im eigenen Land ab.
Ein Europa, das schützt und stärkt – Une Europe qui protège et renforce
Ein Europa, das schützt und stärkt – Une Europe qui protège et renforceEmpfehlungen der Strategiegruppe für deutsch-französische Initiativen in der Europapolitik
von
DGAPbericht, 16. Januar 2019, 11 S.
Die enge Zusammenarbeit in Europa ist wichtig, weil Populisten in allen Mitgliedstaaten die EU angreifen. In Deutschland und Frankreich gibt es unterschiedliche Europa-Vorstellungen, die in kollektiven Denkmustern verankert sind und aus historischen Erfahrungen gespeist werden. Dies führt oft zu Missverständnissen. Um diese aufzulösen, kamen Expert/innen aus beiden Ländern 2018 regelmäßig zusammen. Sie diskutierten kontrovers und erarbeiteten Empfehlungen für Initiativen in drei zentralen Bereichen.
Frankreichs Reformdilemma
Frankreichs ReformdilemmaMacron braucht eine neue Strategie und Europas Unterstützung
von Julie Hamann
DGAPstandpunkt 24, 14. Dezember 2018, 3 S.
Innerhalb eines Monats ist aus der gelben Warnweste ein neues Symbol geworden, mit dem sich Bilder von blockierten Straßen, Tränengas und Zerstörung auf den Champs-Elysées verbinden. Die gelbe Weste bedeutet auch einen Wendepunkt in Macrons Präsidentschaft. Unter dem Druck der Proteste versprach er zuletzt schnelle Kurskorrekturen. Um eine weitere Spaltung Frankreichs zu verhindern, muss Macron sein Regierungshandeln grundlegend ändern. Dazu benötigt er auch die Unterstützung seiner europäischen Partner.
À La Recherche D’un Nouveau Souffle – Un Traité 2.0 Pour La Coopération Franco-Allemande
von Claire Demesmay
Quelle: À la recherche d’un nouveau souffle – un traité 2.0 pour la coopération franco-allemande, in: Allemagne d’aujourd’hui 226, Oktober-Dezember 2018, S. 19-32. (http://www.septentrion.com/en/livre/?GCOI=27574100718200)
Dieser Artikel untersucht die Prozesse, die der Entwicklung des Aachener Vertrags von Januar 2019 zugrunde liegen. Nach einer Schilderung der Projektentstehung zeigt er, wie die parlamentarische Zusammenarbeit verlaufen ist. Anschließend analysiert er die Interaktionen zwischen Exekutiv- und Parlamentsebenen bei der Ausarbeitung eines neuen Vertrags. Zum Schluss geht er auf zwei ambitionierte Elemente des neuen Vertrags: die Harmonisierung des Rechts und die Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Gedenken, statt den Sieg zu feiern
Ein deutsch-französischer Blick auf den 100. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918
von Claire Demesmay, Barbara Kunz
Le Monde, 7. November 2018, erschienen in französischer Sprache
Die Politikwissenschaftler Claire Demesmay (DGAP) und Barbara Kunz (ifri) argumentieren in einem Gastbeitrag in „Le Monde“, dass der Verzicht auf eine Militärparade zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 in Frankreich sinnvoll ist. Denn die Erinnerung an diesen Krieg ist vielfältig und muss es auch bleiben. Bei der Wahl der Gedenkart geht es für eine Regierung auch darum, glaubwürdig (oder nicht) zu sein, und somit internationalen Einfluss auszuüben.
Retour de l’absent
Les Tunisiens d’Europe face à la transition politique
von Claire Demesmay, Sabine Ruß-Sattar, Katrin Sold
Revue des mondes musulmans et de la Méditerranée 144, November 2018, S. 191-210
Dieser Artikel untersucht die Auswirkungen des „Arabischen Frühlings“ 2011 auf die arabischen Diasporas Tunesiens. Diese explorative Fallstudie über die tunesischen Auswanderergemeinschaften in der unmittelbaren Folge der Umbrüche untersucht Veränderungen bei den Aktivitäten der zivilgesellschaftlichen Vereine von tunesischen Migranten in Frankreich, Italien und Deutschland.
Return of the absent
Tunisians in Europe facing political transition
von Claire Demesmay, Sabine Ruß-Sattar, Katrin Sold
Revue des mondes musulmans et de la Méditerranée 144, November 2018, pp. 191-210
This article explores the impact of the events of 2011 in North Africa (MENA) on Arab diasporas. This exploratory case study of the Tunisian expatriate communities in the immediate aftermath of the turmoil maps the changes in their associative networks and activities in France, Italy and Germany – the three principal European destinations for Tunisian migrants.
Idées reçues sur l’Allemagne
un modèle en question
von Claire Demesmay
Le cavalier bleu, Oktober 2018, EAN: 9791031802855, 200 S., erschienen in französischer Sprache
Deutschland und Frankreich haben bis heute Schlüsselrollen in der Ausgestaltung des europäischen Projekts. Dabei nimmt jeder der Partner den anderen genau in den Blick. Claire Demesmay untersucht die französische Sicht auf Deutschland. In Bezug auf Politik, Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft und internationale Beziehungen entsteht so ein aktuelles Bild Deutschlands. Es zu kennen, ist hilfreich in Zeiten, in denen beide Partner gefragt sind, weitreichende europapolitische Vorschläge zu entwickeln.
Ohne eine kompromissbereite Mitte entmachtet sich der Kongress
von Sabine Ruß-Sattar
DGAPkompakt 22, 11. Oktober 2018, 6 S.
Bei den US-Zwischenwahlen am 6. November geht es nicht nur darum, ob die Demokraten eine oder gar beide Parlamentskammern zurückerobern können. Damit der Kongress in Zukunft den Präsidenten wieder wirksam kontrollieren kann, müssen die Abgeordneten bereit sein, gegebenenfalls jenseits der binären Machtlogik der Parteien zu handeln. In der hoch polarisierten politischen Konjunktur haben es moderate Kandidaten aber schwer. Damit schwindet die Hoffnung auf mehr Stabilität in der Innen- oder Außenpolitik der USA.
Zwischen Optimismus und Misstrauen
Zwischen Optimismus und MisstrauenFrankreichs Jugend zweifelt an Reformerfolgen
von Julie Hamann, Sara Jakob
DGAPanalyse 3, 26. Juli 2018, 11 S.
Die von Präsident Macron angestoßenen Arbeits- und Bildungsreformen sind nichts Geringeres als ein Kulturwandel. Mehr Investitionen sollen die Chancen von Kindern und Jugendlichen verbessern und Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte nachholen. Allerdings werden die Auswirkungen der Reformen kaum schnell spürbar sein. Auch verfestigt sich der Eindruck, dass die ärmeren Bevölkerungsschichten nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dies birgt die Gefahr einer weiteren politischen Radikalisierung.
„Kalt, distanziert und von der Gesellschaft abgeschottet“
„Kalt, distanziert und von der Gesellschaft abgeschottet“14 Fragen zum französischen Bildungssystem an Olivier Giraud
von
DGAP-Interview, Juli 2018
Im Interview mit Sara Jakob vom Programm Frankreich/deutsch-französische Beziehungen der DGAP erläutert der Bildungsforscher Olivier Giraud die Stärken und Schwächen des französischen Bildungssystems und analysiert dessen Eignung, soziale Inklusion zu fördern und Chancengleichheit herzustellen. Olivier Giraud ist Politikwissenschaftler, Forschungsdirektor am CNRS und Co-Direktor des LISE (Laboratoire interdisciplinaire pour la sociologie économique), Paris.
Schwierige Abstimmung: die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise
von Claire Demesmay
Annuaire français des relations internationales 2018, volume XIX, S. 455-467
Die europäische Migrations- und Asylpolitik zeigt ein Spannungsverhältnis zwischen der Notwendigkeit der Zusammenarbeit und dem Wunsch, die nationalen Interessen zu wahren. Dieser Artikel untersucht, wie Frankreich und Deutschland mit diesen Spannungen in zwei verschiedenen Phasen während des Sommers 2015 umgegangen sind. Untersucht wird einerseits die bilaterale deutsch-französische Zusammenarbeit in diesem Politikfeld, anderseits ihre Auswirkungen auf die europäische Migrations- und Asylpolitik.
Französische Träume und deutscher Pragmatismus
Französische Träume und deutscher PragmatismusFünf Fragen an Claire Demesmay zu Merkels Antwort auf Macrons EU-Visionen
von Claire Demesmay
Bei Themen des EU-Grenzschutzes und der Asylpolitik herrscht Einigkeit, doch hinsichtlich der Reform der Währungsunion und in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik gab es nur eine vorsichtige Annäherung. Angela Merkels langerwartete Reaktion auf Emmanuel Macrons Sorbonne Rede fiel verhalten aus. In fünf Fragen und fünf Antworten bewertet DGAP-Expertin Claire Demesmay, was Macron in dieser Woche eine „erste Antwort“ der Bundeskanzlerin nannte.
„Stronger together“
„Stronger together“Im Handelsstreit mit den USA sollten Deutschland und Frankreich gemeinsam eine europäische Politik vertreten
von Claire Demesmay, Claudia Schmucker
DGAPstandpunkt 14, 18. Mai 2018, 3 S.
Die Europäer agieren im Handelsstreit mit den USA bisher falsch: Statt mit bilateralen Angeboten vorzupreschen, sollten Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Linie finden, damit die EU ihre Macht von 28 Staaten nutzt und mit Washington auf Augenhöhe verhandeln kann. Paris und Berlin können damit beweisen, dass sie Europas gemeinsame Interessen ernst nehmen. Im Gespräch mit Washington sollte es um ein umfassendes Abkommen mit den USA gehen. Dabei sollten auch Handelsungleichgewichte offen angegangen werden.
Unruhe im System
Unruhe im SystemSeit Macrons Wahl wandelt sich die französische Parteienlandschaft
von Sabine Ruß-Sattar, Sara Jakob
DGAPanalyse 2, 7. Mai 2018, 8 S., plus Infografik als separater Anhang: Parteien und Bewegungen in Frankreich (Autorin: Nicole Walter)
Seit der Präsidentschaftswahl 2017 kalibrieren sich die französischen Parteien neu. Während sie zuvor klassischen Links-/Rechts-Lagern folgten, entsprechen weder Macrons La République En Marche noch Le Pens Front National dieser Polarisierung. Neue Konfliktlinien, die sich an Identitätsfragen und der Rolle Europas orientieren, prägen zudem die Parteienlandschaft. In Zukunft ist ein Vierer-Szenario von extremer Rechter, moderaten Konservativen, radikalen Linken und sozialliberalen Kräften wahrscheinlich.
Worte und Weltbilder: Außenpolitik und Sprache im Wahlkampf von Emmanuel Macron und Marine Le Pen
von Claire Demesmay, Sabine Ruß-Sattar
Frankreich Jahrbuch 2017, 206 S., VS Verlag für Sozialwissenschaften
Der Beitrag setzt sich mit der gesprochenen Sprache der Finalisten der französischen Präsidentschaftswahl im Feld der Außenpolitik auseinander.
Der gebremste Präsident
Der gebremste PräsidentEin Jahr Macron
von Claire Demesmay, Julie Hamann
DGAPstandpunkt 11, 23. April 2018, 3 S. Der Text erscheint zeitgleich in Internationale Politik und Gesellschaft (IPG).
Vor einem Jahr wurde Emmanuel Macron mit einem ehrgeizigen Reformprogramm gewählt: Innenpolitische Reformen sollen die französische Wirtschaft und das Sozialsystem tiefgreifend ändern; die EU will er in der Verteidigungs-, Währungs- und Migrationspolitik voranbringen. Während Paris die Strukturreformen des französischen Sozial- und Wirtschaftssystems anging, stockt die Europapolitik. Die deutsche Politik verharrt in alten Denkmustern und zögert – obwohl Macron mit seiner Agenda ein hohes Risiko eingeht.
Vorteilhafte Verschiedenheit
Vorteilhafte VerschiedenheitZeit für gemeinsame außenpolitische Initiativen von Frankreich und Deutschland
von Claire Demesmay, Jana Puglierin, Laure Delcour, Barbara Kunz, Stefan Meister, Andreas Rinke, Frédéric Charillon, Laura Lale Kabis-Kechrid, Dorothée Schmid
DGAPkompakt 9, 20. April 2018, 18 S.
Angesichts der beunruhigenden Instabilität an Europas Außengrenzen ist es höchste Zeit für gemeinsame außenpolitische Initiativen von Frankreich und Deutschland – und durch die neue Regierung in Deutschland bietet sich dazu gerade eine gute Gelegenheit. Diese Studie zeigt, wie sich Berlin und Paris bei vier zentralen Themen annähern könnten: Russland, den transatlantischen Beziehungen, Syrien und der Türkei. Beide Länder müssten dazu nur ihre Unterschiede als einen Vorteil begreifen.

Frankreich-Blog

  • Wie wählt Frankreich? Die DGAP und der Deutsch-französische Zukunftsdialog begleiten den Wahlkampf mit Beobachtungen, Analysen und Meinungen.

 

DGAP in den Medien