Deutsch-französischer Zukunftsdialog

Der erfolgreiche deutsch-französische Versöhnungsprozess hat zu einem scheinbar paradoxen Ergebnis geführt: Vor allem der jüngeren Generation ist die Notwendigkeit einer besonderen Pflege der bilateralen Beziehungen immer schwerer zu vermitteln.

Dabei ist das Kapital, das Deutschland und Frankreich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte im politischen wie gesellschaftlichen Bereich aufgebaut haben, weiter unverzichtbar. Für das gemeinsam Erreichte gibt es aber keine Bestandsgarantie – es muss aktiv gepflegt und ausgebaut werden.

Daher haben sich die DGAP und das Institut français des relations internationales (Ifri) entschlossen, in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung den Austausch zwischen den jungen Generationen beider Länder zu fördern.

Mit dem „Deutsch-französischen Zukunftsdialog“ wurde ein Netzwerk für Nachwuchskräfte geschaffen. Berufseinsteigern und Doktoranden soll Gelegenheit gegeben werden, im Austausch mit Experten Lösungsansätze für aktuelle Fragen deutscher, französischer und europäischer Politik zu diskutieren.

Weitere Informationen

www.zukunftsdialog.eu
 

Experten

Publikationen

  • Angst vor dem sozialen Abstieg

    Armut und gesellschaftliche Ausgrenzung in Frankreich

    von Julien Damon | Frankreich, Armut
    DGAPanalyse Frankreich 5, 21. Juni 2011, 14 S.

    Nach jahrelangem Rückgang bleibt in Frankreich der Anteil der Bevölkerung in relativer Armut seit einiger Zeit gleich. Ziel der Regierung ist es, bis 2012 die Armut um ein Drittel im Vergleich zu 2007 zu reduzieren. Die unklare Definition und die Unzulänglichkeit der Messung von Armut erschwerten bislang die Armutsbekämpfung. Abweichend von Messwerten nehmen die Franzosen ein deutlich gestiegenes Armutsrisiko wahr. Dies ist nicht zuletzt auf den Wandel des Phänomens Armut zurückzuführen.

  • Auf der Suche nach einer neuen politischen Agenda

    Die französische Linke ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen

    von Rémi Lefebvre | Frankreich, Politische Kultur
    DGAPanalyse Frankreich 3, 24. Mai 2011, 14 S.

    Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Frankreich macht die Parti socialiste den Eindruck einer ideologisch und organisatorisch angeschlagenen Partei. Es gelang nicht, von der Finanzkrise oder der verbreiteten Kapitalismuskritik politisch zu profitieren. Im Kontext der Krise der öffentlichen Finanzen und der Zuspitzung sozialer Ungleichheit gibt die PS keine klaren Antworten auf die Frage der Spannung zwischen Wettbewerbsfähigkeit und sozialer Umverteilung.

Veranstaltungen

Frankreich-Blog

  • Wie wählt Frankreich? Die DGAP und der Deutsch-französische Zukunftsdialog begleiten den Wahlkampf mit Beobachtungen, Analysen und Meinungen.

 

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