Publikationen des Programms

Wahlen in der Türkei: Das System Erdoğan zeigt Risse
Wahlen in der Türkei: Das System Erdoğan zeigt Risse Die regierende AKP könnte am 24. Juni ihre Mehrheit im Parlament verlieren – mit der Folge weiterer Destabilisierung
von Kristian Brakel
DGAPkompakt 11, 21.06.2018, 4 S.
Die vorgezogenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei am 24. Juni haben unerwartet an Dynamik gewonnen. Dank eines charismatischen Spitzenkandidaten und einem neuen Wahlgesetz ist die Opposition aus dem Dornröschenschlaf aufgewacht. Zugleich schwächen wirtschaftliche Probleme Präsident Erdoğan und seine Regierungspartei AKP. Für einen Abgesang auf Erdoğan ist es sicher zu früh, aber die neuen Allianzen zeigen, dass auch eine autoritäre Regierung keine Machtgarantie besitzt.
In the Triple Threat to Tunisia’s Democracy, Corruption is King
von Fabian Stroetges
DGAPkompakt 1, 24. Januar 2018, 6 S., Englisch
As austerity protestors clash with security forces in Tunisia, the country’s young democracy is threatened by a triple challenge: Insecurity, a lack of socioeconomic development and persistent corruption are interlinked and reinforce each other. Individually and in concert they undermine citizens’ confidence in the democratic system and hamper its ability to produce democracy dividends.
Advancing Energy Transition While on the Road to Democracy
Advancing Energy Transition While on the Road to DemocracyTunisia’s Double Challenge
von Shahrazad Far
DGAPkompakt 2, 24. Januar 2018, 4 S., Englisch
The energy transition in Tunisia, which was first initiated in 2009 and reviewed in 2012, has underemphasized related social and political factors, such as employment and citizen participation in the country’s overall transition context. As the country continues on its path of democratization, the process of energy transition should underscore employment, enhance the role of local authorities and conducting energy-relevant surveys and opinion polls.
Ein neues Kapitel im iranisch-saudischen Hegemonialkonflikt
von Ali Fathollah-Nejad
Der Artikel erschien zuerst als Gastkommentar in der Neuen Zürcher Zeitung, 22.11.2017
Die Affäre um Libanons Ministerpräsidenten Saad Hariri zeigt, wie rücksichtslos Saudiarabien und Iran ihre Konflikte auf dem Rücken Dritter austragen. Dabei hängt alles mit allem zusammen: Das Ende des IS-«Kalifats», der Krieg in Syrien, der Konflikt in Jemen.
Kritik der Iran-Analysen unter Präsident Rohani
Von Dämonisierung zu Glorifizierung
von Ali Fathollah-Nejad
Oliver Ernst (Hrsg.), Iran-Reader 2017: Beiträge zum deutsch-iranischen Kulturdialog, S. 9-24 und S. 191-194.
Bei der Betrachtung vieler politischer Analysen zu Iran – seit der Amtsübernahme von Präsident Hassan Rohani im August 2013 – kommt man nicht umhin, eine deutliche Umkehr in der Tendenz der politischen Berichterstattung zu konstatieren: Während Iran zu Zeiten seines Vorgängers Mahmoud Ahmadinejad als nichts weniger als die Inkarnation des Bösen porträtiert wurde, so erscheint dasselbe Land heutzutage in nahezu gleißendem Licht positiver Berichterstattung.
Wandel durch Handel?
von Ali Fathollah-Nejad
Qantara.de, 23. August 2017
Im Iran ist die Bilanz nach dem Atomdeal von 2015 und vier Jahren unter Präsident Rohani ernüchternd. Die Menschenrechtslage habe sich nicht verbessert und von der wirtschaftlichen Öffnung profitierten vor allem staatsnahe Unternehmen, schreibt der Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad in seiner Analyse.
Außenpolitische Herausforderungen für die nächste Bundesregierung
Außenpolitische Herausforderungen für die nächste BundesregierungStärken, Schwächen, Chancen und Risiken
von Josef Braml, Claire Demesmay, Dina Fakoussa, Ali Fathollah-Nejad, Wilfried Jilge, Laura Lale Kabis-Kechrid, Stefan Meister, Christian Mölling, Jana Puglierin, Henning Riecke, Claudia Schmucker, Daniela Schwarzer, Svenja Sinjen, Sebastian Sons, Sarah Wohlfeld
DGAPkompakt 6, 20. Juli 2017, 43 S.
Die neue Bundesregierung wird ab Herbst 2017 im nationalen wie im europäischen Rahmen wichtige Entscheidungen treffen müssen. DGAP-ExpertInnen skizzieren für zwölf Themenfelder, wo Deutschland jeweils außenpolitisch steht, mit welchen Partnern die Bundesregierung welche Interessen verfolgen sollte und mit welchen Zielen anderer Akteure diese kollidieren könnten.
Die Transformation der Türkei zum Ein-Mann-Staat
Die Transformation der Türkei zum Ein-Mann-StaatDer Entwurf zur Verfassungsreform bedroht Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Pluralismus
von Laura Lale Kabis-Kechrid
DGAPkompakt 3, 12. April 2017, 3 S.
Der AKP-Entwurf zur Verfassungsänderung sieht eine drastische Verschiebung der exekutiven Befugnisse zugunsten des Staatspräsidenten vor. Selbst ohne die notwendige Zustimmung im Referendum am 16. April wäre die Einführung des Präsidialsystems Erdoğans oberste Priorität geblieben. Die EU könnte trotz ihrer beschränkten Einflussmöglichkeiten zumindest das Ausmaß der autokratischen Ausprägung dieses Systems eindämmen – vor allem in ihrer Funktion als weiterhin wichtigster Handelspartner der Türkei.
Beyond Closing Mosques and Shutting Down Facebook Pages
Beyond Closing Mosques and Shutting Down Facebook PagesHow Tunisia Can Address the Threat of Online and Offline Terrorist Recruitment
von Marwa Fatafta
DGAPkompakt 24, 23. Dezember 2016, 5 S. (auf Englisch)
Tunisian nationals make up the largest number of foreign fighters affiliated with ISIS in Syria, Iraq, and Libya. ISIS is highly effective at using sophisticated online propaganda strategies to target young Tunisians. The government's fight against online and offline terrorist recruitment should include not only monitoring content that incites violence but also more constructive measures such as using social media to encourage civic engagement and bringing crowdsourcing to policy making.
Tunisia’s Postcolonial Identity Crisis
Tunisia’s Postcolonial Identity CrisisA Key to Understanding the Lure of Extremism
von Youssef Cherif
DGAPkompakt 23, 22. Dezember 2016, 5 S. (auf Englisch)
In Tunisia today, the hotly debated question of national identity opens up a vacuum for radical groups to fill. After years of repression, the post-2011 period of democracy and freedom of speech has allowed Tunisians to conduct grass-roots discussions of what they identify with. As political groups play different identity cards, and as jihadists cast a wide net for disaffected youth, defining what it means to be Tunisian turns out to be a divisive practice indeed.
Auf Sand gebaut
Auf Sand gebautSaudi-Arabien – ein problematischer Verbündeter
von Sebastian Sons
Propyläen Verlag (Ullstein Buchverlage), November 2016, ISBN 9783549074824, 288 S.
Saudi-Arabien spielt eine Schlüsselrolle in den Konflikten des Nahen Ostens, doch über seine Regierung, seine Gesellschaft, seine Wirtschaft oder Religion wissen wir kaum etwas. Sebastian Sons, Saudi-Arabien-Experte der DGAP, informiert nicht nur gründlich über das Land, seine Bewohner und seine Herrscher. Er kritisiert auch offen die Fehler des Westens gegenüber dem saudischen Königreich, insbesondere die fragwürdige Nachsicht gegenüber der destabilisierenden Rolle der Saudis in der Region.
Wilayat Sinai und der IS
Wilayat Sinai und der ISWie sich die Aufständischen der Sinai-Halbinsel vernetzten
von Omar Ashour
DGAPkompakt 15, 11. August 2016, 8 S. (in englischer Sprache)
Der Aufstand im Sinai entwickelt sich seit nunmehr 15 Jahren. Sein erklärtes Ziel hat sich von der Unterstützung bewaffneter palästinensischer Gruppen in den frühen 2000er-Jahren dahin verlagert, ganze Gebiete des nordöstlichen Sinai zu kontrollieren und dort gegen das ägyptische Militär zu kämpfen. 2014 schloss sich die Gruppe Wilayat Sinai dem IS an. Die staatliche Bekämpfung versagt; und indem sie Zivilgesellschaft demütigt, erhalten die Aufständischen eine Vielzahl neuer Rekruten.
Putschversuch in der Türkei
Putschversuch in der TürkeiAm Ende profitiert Erdoğan
von Laura Lale Kabis-Kechrid
In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli versuchten Angehörige des türkischen Militärs, die türkische AKP-Regierung zu entmachten und die Kontrolle über das Land zu gewinnen. Der Putschversuch scheiterte binnen weniger Stunden. Regierungsanhänger feierten dies als Sieg der Demokratie. Regierungskritiker fürchten das Ende der Rechtsstaatlichkeit.
Überwältigt von der Vergangenheit
Überwältigt von der VergangenheitDie türkisch-kurdische Frage und ihre regionalen Auswirkungen
von Kristian Brakel
DGAPkompakt 12, April 2016, 6 S. (in englischer Sprache)
Der Bombenanschlag in Ankara am 13. März, bei dem 37 Menschen ums Leben kamen, vergegenwärtigt das Ausmaß der Gewalt in der Türkei. Es war der zweite Anschlag dieser Art innerhalb eines Monats; der türkisch-kurdische Konflikt ist zurückgekehrt und besitzt das Potenzial, sich über das ganze Land auszubreiten.
Die Muslimbruderschaft in Ägypten im Jahr 2016
Die Muslimbruderschaft in Ägypten im Jahr 2016Szenarien und Empfehlungen
von Abdelrahman Ayyash, Victor J. Willi
DGAPkompakt 9 (März 2016), 6 S. (in englischer Sprache)
Als das ägyptische Militär Mohammed Mursi im Jahr 2013 stürzte, verursachte dies in der Muslimbruderschaft grundlegende strukturelle Veränderungen. Für die Leitungsebene der Organisation ist es nahezu unmöglich, ihre unteren Ränge zu kontrollieren, weil Tausende von führenden und mittleren MB-Kräften in Haft sitzen. Viele Basismitglieder frustriert derweil die Zögerlichkeit der alten Garde, dem ägyptischen Regime gegenüber entschlossener aufzutreten, trotz dessen weitreichender Menschenrechtsverletzungen.
Das ägyptische Interregnum
Das ägyptische InterregnumDer hohe Preis politischer Unterdrückung
von Ibrahim El Houdaiby
DGAPkompakt 6, 16. Februar 2016, 6 S. (in englischer Sprache)
Fünf Jahre nach der Amtsenthebung Hosni Mubaraks ist die Allianz hinter Abdel Fattah al-Sissi extrem fragil. Aus Mangel an übergeordneten Zielen erlebt Ägyptens Staatsapparat derzeit ein beispielloses Ausmaß an Zersplitterung, Zwietracht und Rechtsverstößen. Während das Regime bekundet, seine Politik der „Stabilität“, des „Staatsaufbaus“ und des kompromisslosen „Kriegs gegen den Terror“ fortführen zu müssen, scheinen nur zwei Ausgänge möglich: völliger Zusammenbruch oder langsamer Zerfall.
Der Sinai als Quelle regionaler Unsicherheit
Der Sinai als Quelle regionaler UnsicherheitWeshalb die Terrorismusbekämpfung in Ägypten scheitert
von Helena Burgrova
DGAPkompakt 1, 25. Januar 2016, 5 S. (in englischer Sprache)
Während sich die Proteste, die zum Volksaufstand in Ägypten führten, zum fünften Mal jähren, geht die Regierung in ihrem breitangelegten „Krieg gegen den Terror“ auf der Sinai-Halbinsel auf brachiale Art und Weise vor. Gleichzeitig hat sich die aktivste bewaffnete Gruppe im Land, Wilayat Sinai, zu einer ganzen Serie tödlicher Anschläge bekannt, auch zum Abschuss des russischen Flugzeugs im Oktober 2015. Was sind die Gründe für Kairos eklatantes Versagen, den Terrorismus im Sinai einzudämmen?
Der Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien
Der Konflikt zwischen Iran und Saudi-ArabienWelche Gründe und Folgen hat die Rivalität?
von Ali Fathollah-Nejad, Sebastian Sons
Was bedeutet die Eskalation zwischen den beiden Regionalmächten für die Krisenregionen im Nahen Osten? Wieviel Einfluss hat der Westen, und wie positioniert er sich zwischen der neuen Annäherung an Iran und dem „Business as Usual“ mit den Saudis? Die DGAP-Experten Ali Fathollah-Nejad und Sebastian Sons im Gespräch über die Instrumentalisierung von Konfessionen, geopolitische Ziele und Machtkonsolidierung.
Saudi-Arabiens Engagement in Ägypten
Saudi-Arabiens Engagement in ÄgyptenFinanzhilfen kommen beim Volk nicht an
von Sebastian Sons
Cicero, 10. November 2015
Nach den Umbrüchen im Jahr 2011 erhielt Ägypten Milliardenhilfen aus Saudi-Arabien. Dem Golfstaat war daran gelegen, Ägypten politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Für die breite Bevölkerung hat die Aufbauhilfe kaum positive Effekte. Sie zielte erfolgreich darauf ab, die Muslimbrüder von der Macht zu verdrängen und das alte Patronagenetzwerk wiederherzustellen. Damit könnte jetzt Schluss sein.
Nach den Attentaten von Paris
Nach den Attentaten von ParisWelche politischen Folgen haben die Anschläge, innerhalb und außerhalb Europas?
von Claire Demesmay, Sarah Hartmann, Stefan Meister, Henning Riecke, Gereon Schuch
Was bedeuten die Anschläge von Paris für die europäische Sicherheitsdebatte, innen- wie außenpolitisch? Wie werden sie sich auf die weitere Bekämpfung des IS in Irak und Syrien auswirken? Experten der DGAP diskutieren – auch über die große Gefahr, die Ursachenanalyse der Pariser Anschläge mit der Debatte über die Flüchtlingskrise zu vermischen.
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DGAP in den Medien