Programm Asien

Seit der Jahrtausendwende war der ostasiatische Raum einer der weltweit größten wirtschaftlichen Wachstumsmotoren. Gleichzeitig hat sich die Sicherheitssituation in der Region aufgrund mangelnden Vertrauens unter den Staaten und zunehmender Ungewissheiten verschlechtert. Ostasien hat sich zu einem der größten Märkte für Rüstungsgüter entwickelt. Die Kombination aus einer geradezu kompletten Abwesenheit regionaler und subregionaler Sicherheitskooperation, sowie die Aufweichung des sicherheitspolitischen Status Quo waren die zentralen Auslöser für diesen Trend. Chinas wachsender wirtschaftlicher Einfluss und seine zunehmende Fähigkeit zur militärischen Machtprojektion stellen existierende Kooperationsmechanismen in den angrenzenden Regionen auf die Probe. Aufgrund des wachsenden strategischen Wettbewerbs sind existierende Bemühungen um den Aufbau einer kooperativen Sicherheitsarchitektur in den Hintergrund getreten.

Die ostasiatische Region ist Schauplatz für das Wiederaufflammen alter Konflikte, Dispute, Nationalismen und potentielle Stellvertreterauseinandersetzungen. Einzelne Staaten und Länder mit langjährigen inneren Konflikten (z.B. Myanmar) befinden sich international erneut in einem geopolitischen Dilemma.  Der langjährige Atomstreit und damit verbundene Konfliktzyklen zwischen Nordkorea und den USA drohen Teil der regionalen Umwälzungen zu werden. Gleichzeitig entstehen im Bereich der wirtschaftlichen Kooperation und Erschliessung neuer Regionen Partnerschaften und Konstellationen wie Chinas Belt Road Initiative (BRI), die unabhängig von der Sicherheitslage neue Kooperationen zulassen.

Das Programm Asien fokussiert sich auf die außen-und sicherheitspolitischen Prioritätensetzungen einzelner Akteure in der Region, analysiert existierende Konfliktdynamiken und sucht mögliche Lösungsansätze im Rahmen der Konfliktbearbeitung und multilateraler Kooperation. Die Forschung wird ergänzt durch aktiven Austausch mit regionalen Akteuren und Multi-track Dialoge. Darüber hinaus untersucht das Projekt die Bedeutung und Rolle für die deutsche und EU Außen-und Sicherheitspolitik in den regionalen Entwicklungen. 

Aktivitäten und Initiativen

  • Engagement und Kooperation mit Regierungen, Parteien, Think Tanks, Militär Institutionen in der Region
  • Erforschung von Sicherheitsrisiken und Konfliktlösungsansätze
  • Multi-Track Dialoge und Expertenkonsortien

Schwerpunkte

  • Regionale Sicherheit in Nordostasien: Trends und Ansätze für eine neue Sicherheitsarchitektur
  • Chinesische Außen- und Sicherheitspolitik
  • Regionale Sicherheit im Südostasien und Südasien
  • Trends und Konfliktlösungsansätze auf der koreanischen Halbinsel und die Rolle Europas
  • Belt Road Initiative: Trends und Hindernisse
  • Chinas Rolle im Nahen Osten und Afrika
  • Innerstaatliche Entwicklung und Konflikte: Myanmar

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