Putins völkische Fans

Stefan Meister erklärt, wie Russland eine Medienstrategie verfolgt, in der rechtspopulistische Parteien Bestandteil sind

10. April 2017 - 0:00

Kategorie: Politisches System, Politische Kultur, Konflikte und Strategien, Russische Föderation, Europa

In Europa ist ein Anstieg rechtspopulistischer Parteien mit prorussischer Ausrichtung zu beobachten. Ziel sei die Schwächung der westlichen liberalen Ordnung. Dabei spielt Vladimir Putin eine entscheidende Rolle. Putin sei eine PR-Figur, die vermarktet werde und die Stärke demonstrieren solle. Es sei ein bestimmtes, starkes Männerbild, das darin produziert werde. Diese Figur greife ein Gefühl in der Gesellschaft auf, das davon bestimmt ist, dass derartige starke und durchsetzungsfähige Politiker fehlten.

Russland verfolge eine Taktik, die es vom Westen übernommen habe. Es sei laut Meister eine Sicherheitsstrategie Russlands, dass man aus der strategischen Schwäche herauskomme, in der sich die russische Führung fühle, indem man hier die Systeme schwäche. Russland habe herausgefunden, Elemente wie Medien oder populistische Parteien in eigener Sache zu nutzen. Damit hat auch der Westen versucht, die Entwicklung in postsowjetischen Ländern zu beeinflussen, um Demokratie und freiheitliche Gesellschaften aufzubauen. Russland versuche nun eben umgekehrt Parteien und Medien zu instrumentalisieren, um freiheitliche Gesellschaften zu schwächen. Parteien zu finanzieren sei auch kostengünstiger als in Militär zu investieren, so Meister. Er beurteilt die „weiche“ Medienstrategie als eine billige und gezielte Strategie, die mit dem Militärapparat abgestimmt sei, und die immer weiter verfeinert wird.

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