"Ein Wahlprogramm ist kein Regierungsprogramm"

29. August 2012 - 0:00

Kategorie: Politisches System, Vereinigte Staaten von Amerika

Wahlparteitag: Die Republikaner küren ihren Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney - und stellen ihr Wahlprogramm vor. "Es ist erst einmal wichtig zu verstehen, dass es in Amerika keine Parteien nach unserem Verständnis gibt. Sie bestimmen nicht die Politik. Selbst im Wahlkampf gibt es wichtigere externe Gruppen, die mit Geld und ihren Partikularinteressen massiv Druck machen", sagt Josef Braml, USA-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), im ARTE Journal.

"Aus unserer deutschen Sicht ist das Wahlprogramm von Mitt Romney und Paul Ryan schon sehr extrem. Wer aber die Republikaner kennt, der weiß, dass dieses staatsfeindliche Denken bei der Basis durchaus ankommt. Demnach soll der Einzelne für sich selbst sorgen und sich nicht auf die Gemeinschaft, sprich den Staat, verlassen", so Braml. Das sei durchaus mit den religiösen Vorstellungen wertkonservativer Amerikaner, insbesondere jenen der Evangelikalen, vereinbar.

Das Gespräch können Sie auf arte.tv nachlesen. Weitere Interviews mit Josef Braml - etwa darüber, wie der von den Republikanern nominierte Vize-Präsident, Paul Ryan, bei den Deutschen ankommt, lesen Sie im Christian Science Monitor und im Kölner Stadt-Anzeiger.

 

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